Beirat Schwachhausen bezieht Stellung Mehrheit gegen Gewoba-Verkauf

Schwachhausen. Gegen eine Privatisierung der Wohnungsgesellschaft Gewoba hat sich der Beirat Schwachhausen auf seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich ausgesprochen. Neun Mitglieder stimmten für einen gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen. CDU und FDP votierten mit fünf Stimmen dagegen. Nicht durchsetzen konnte sich Wolfgang Schober (Linke), der sich für eine Erhöhung der kommunalen Anteile an dem Wohnungsunternehmen ausgesprochen hatte.
02.12.2010, 05:00
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Mehrheit gegen Gewoba-Verkauf
Von Andreas D. Becker

Schwachhausen. Gegen eine Privatisierung der Wohnungsgesellschaft Gewoba hat sich der Beirat Schwachhausen auf seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich ausgesprochen. Neun Mitglieder stimmten für einen gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen. CDU und FDP votierten mit fünf Stimmen dagegen. Nicht durchsetzen konnte sich Wolfgang Schober (Linke), der sich für eine Erhöhung der kommunalen Anteile an dem Wohnungsunternehmen ausgesprochen hatte.

Im Stadtteil besitzt die Gewoba rund 800 Wohnungen. Ein Verkauf von Anteilen hätte nach Überzeugung der Privatisierungsgegner ernste Nachteile. Dadurch würde nicht nur ein "Verlust von Gestaltungsmöglichkeiten der Stadtentwicklungspolitik" einhergehen. Auch ein zentrales Instrument für den sozialen Zusammenhalt der Stadt ginge damit verloren, hieß es. "Als marktprägendes Unternehmen trägt die Gewoba dazu bei, dass die Mieten für alle bezahlbar bleiben", argumentieren die Antragsteller. Da der Stadtgemeinde von der Gewoba rund acht Millionen Euro jährlich zukommen, sei ein Verkauf zudem wirtschaftlich nicht sinnvoll.

CDU und FDP vertraten demgegenüber die Ansicht, dass Bremen durch einen Verkauf wichtige Einnahmen zur Sanierung des Haushalts erzielen könne. Ein privater Investor würde zudem das Geschäft wirtschaftlicher betreiben.

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