Mann gibt sich als vermeintlicher Unfallgeschädigter aus und erpresst Geld von Autofahrerin Polizei warnt vor einer dreisten Betrugsmasche

Schwachhausen. Häufig werden gutgläubige ältere Menschen Opfer von Betrügern. Deren Fantasie ist fast unbegrenzt, wenn es darum geht, an fremdes Geld zu kommen. Ein besonders dreister Fall hat sich nach Angaben der Polizei Anfang November in Schwachhausen nach einem Verkehrsunfall ereignet.
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Polizei warnt vor einer dreisten Betrugsmasche
Von Andreas D. Becker

Schwachhausen. Häufig werden gutgläubige ältere Menschen Opfer von Betrügern. Deren Fantasie ist fast unbegrenzt, wenn es darum geht, an fremdes Geld zu kommen. Ein besonders dreister Fall hat sich nach Angaben der Polizei Anfang November in Schwachhausen nach einem Verkehrsunfall ereignet.

Eine ältere Autofahrerin stieß mit ihrem Wagen beim Abbiegen in der Schwachhauser Heerstraße gegen einen geparkten Wagen. Sie fuhr daraufhin in die nächste Nebenstraße und hielt an. Während sie sich sammelte, stieg ein junger Mann in ihr Fahrzeug und behauptete, mit dem geschädigten Halter verwandt zu sein. Er wies sie darauf hin, dass das Einschalten der Polizei für sie sehr ungünstig sei, weil sie dann ihren Führerschein aufgrund ihres Alters verlieren würde.

Man könne sich aber finanziell einigen, sie solle mit ihm zum Bankautomaten fahren. Dort händigte sie ihm zunächst nur eine geringe Summe Bargeld aus. Die Frau gab auch ihre Adresse und Telefonnummer preis. Der Mann meldete sich dann täglich bei ihr und verlangte mehr Geld, weil der Schaden am Auto angeblich immer umfangreicher wurde. Insgesamt wechselten so mehr als 16000 Euro den Besitzer. Der Täter konnte bis jetzt nicht ermittelt werden.

Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang an Senioren, stets skeptisch zu bleiben. Jede nicht private Geldabhebung sollte mit einer Vertrauensperson besprochen werden. Geldverstecke sollten niemals preisgegeben werden. Fremden sollte die Tür nur mit vorgelegter Kette geöffnet werden. Polizisten oder Mitarbeiter der Stadtwerke oder anderer Behörden können sich stets ausweisen. Außerdem raten die Beamten, bei angeblichen Notfallanrufen immer nachzuprüfen, ob diese wirklich von Verwandten kommen.

Bei verdächtigen Ereignissen sollte die Polizei unter Telefon 110 eingeschaltet werden. Die Beamten sind für jeden Hinweis dankbar.

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