Kippenberg-Gymnasium hat ein eigenes Notfall-Hilfsteam aufgebaut Schulsanitäter aus den eigenen Reihen

Schwachhausen. Ein eigener Sanitätsraum, kompetente Hilfe im Ernstfall, Entlastung der Lehrkräfte und des Schulsekretariats: Die jungen Sanitäterinnen und Sanitäter des Kippenberg-Gymnasiums leisten einiges im Schulalltag. Seit gut vier Jahren lassen sich jährlich 20 bis 25 Schülerinnen und Schüler zu Schulsanitätern ausbilden. Anschließend können sie Erste Hilfe leisten, wenn sich Klassenkameraden beispielsweise im Sportunterricht verletzt haben oder jemand ohnmächtig wird.
26.01.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Petra Spangenberg

Schwachhausen. Ein eigener Sanitätsraum, kompetente Hilfe im Ernstfall, Entlastung der Lehrkräfte und des Schulsekretariats: Die jungen Sanitäterinnen und Sanitäter des Kippenberg-Gymnasiums leisten einiges im Schulalltag. Seit gut vier Jahren lassen sich jährlich 20 bis 25 Schülerinnen und Schüler zu Schulsanitätern ausbilden. Anschließend können sie Erste Hilfe leisten, wenn sich Klassenkameraden beispielsweise im Sportunterricht verletzt haben oder jemand ohnmächtig wird.

Mittlerweile hat das Kippenberg-Gymnasium einen Sani-Pool mit rund 50 Aktiven von Klasse 6 bis 12. Auf dem Gebiet der Ersten Hilfe hat sich einiges getan, wenn man die früheren Zustände zum Vergleich heranzieht. "Die Liege für erkrankte und verletzte Schüler stand im Arbeitsraum der Lehrer, und alle kamen wegen eines Pflasters oder Kühlpacks ins Sekretariat gerannt", erinnert sich Schulsekretärin Ilona Venus an vergangene Zeiten. "Heute bin ich auch noch eingebunden, aber alles ist bestens organisiert und damit nicht mehr so zeitaufwendig."

Mit großzügiger Unterstützung einiger Eltern ist ein Sanitätsraum eingerichtet worden. Privatleute spenden auch einen Großteil des benötigten Materials. Verantwortlich für das gesamte Projekt sind fünf Lehrerinnen und Lehrer. Ihnen gelingt es nach Auskunft der Schule immer wieder, Mädchen und Jungen zu motivieren, sich zu Schulsanitätern ausbilden zu lassen und ihren Mitschülern Hilfe zu leisten, wenn es notwendig wird. Die Kinder und Jugendlichen tun es freiwillig und ohne Stundenentlastung. "Ich helfe gern Menschen. Meine Eltern sind beide Ärzte und ich möchte auch diesen Beruf ergreifen", sagt Mascha beispielsweise. Die "Sanis" arbeiten in Zweierteams. Sie sind laut Dienstplan täglich bis 13.30 Uhr erreichbar. Über Sprechfunkgeräte können sie notfalls sogar aus dem Unterricht gerufen werden und sind ganz schnell zur Stelle. Meistens geht es um Kopfweh oder Bauchschmerzen.

Ab und zu sind die Fälle auch ernster. "Einmal hat ein Junge einen Ast gegen den Kopf bekommen", erinnert sich Mascha. "Die Platzwunde hörte nicht auf zu bluten. Wir haben versucht, ihn zu trösten, und haben eine Schockvorbeugung gemacht, das heißt, wir haben seine Füße hochgelegt und zusammen auf den Krankenwagen gewartet."

Voraussetzung für richtige Hilfe ist eine gute Ausbildung. Die wird durch die Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) sichergestellt. Gerade erst wurden 20 neue Schulsanitäter in sechs Tagen, größtenteils in in ihrer Freizeit, ausgebildet. Eine frühere Kippenberg-Schülerin leitet die Kurse. Auch andere Ehemalige engagieren sich - und einige von ihnen beginnen ein Medizinstudium.

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