Projektkooperation mit Focke-Museum Kolonialismus soll aufgearbeitet werden

Der Schwachhauser Sozialausschuss möchte die koloniale Bezüge im Stadtteil recherchieren lassen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Dafür kooperiert das Stadtteilparlament mit dem Focke-Museum.
25.02.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Maren Brandstätter

Der Schwachhauser Sozialausschuss möchte sich mit dem Kolonialismus und seinen bis heute bestehenden Bezügen im Stadtteil auseinandersetzen. Um die zu ermitteln, soll ein aus Globalmitteln finanzierter Werkvertrag mit einer Honorarkraft geschlossen werden. Diese soll unter anderem relevante Häuser, Denkmäler, Straßen und Plätze in Schwachhausen recherchieren und erfassen und sich ihren kolonialen Bezügen widmen. Ein zweiter Schwerpunkt soll dann die inhaltliche Aufarbeitung sein.

Um die Ergebnisse der Recherche für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sollen sie auf witterungsfesten Schildern und Steinen festgehalten werden. Außerdem sollen sie auch über QR-Codes abrufbar sein, hinter dem sich die Betrachter auf umfangreiche und multimediale Entdeckungsreise machen und sich interaktiv einbringen können.

Geplant ist das Projekt in Kooperation mit dem Focke-Museum, das laut Ortsamtsmitarbeiter Thomas Berger die besagte Honorarkraft an den Beirat vermitteln wird. Das Focke-Museum hat seinerseits bereits mehrere Werkverträge zum Thema koloniale Bezüge in Bremen vergeben. Erste Ergebnisse würden in Kürze erwartet, im Focke-Museum ausgewertet und als Bremer Beitrag an das bundesweite Projekt „Dekoloniale“ weitergeleitet, das aufzeigen will, welche Spuren des Kolonialismus‘ im städtischen Raum bis ins 21. Jahrhundert bestehen.

Den Stadtteilpolitikern Schwachhausens liege viel an der Verbreitung von Kenntnissen über den Kolonialismus und seine weltweiten Folgen, hieß es in der Beschlussbegründung des Sozialausschusses. Hierin könne ein Schlüssel zum Verstehen der global gewordenen Gegenwart mit allen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen mit den Menschen der ehemaligen Kolonialländer liegen.

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