Kritik an Gabriele Schmidt wegen Querdenkern

Kritik an Gabriele Schmidt nach Teilnahme an „Querdenker“-Demo

Landesvorstand der „Linken“ sieht rote Linie bei der Zusammenarbeit mit Rechten überschritten.
17.03.2021, 18:00
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Kritik an Gabriele Schmidt nach Teilnahme an „Querdenker“-Demo
Von Sigrid Schuer
Kritik an Gabriele Schmidt nach Teilnahme an „Querdenker“-Demo

Steht wegen ihrer Teilnahme an einer Corona-Demo in der Kritik: Gabriele Schmidt (Die Linke).

Die Linke

Jüngst hat sich Gabriele Schmidt, die als Beirätin für Die Linke in Schwachhausen aktiv ist, an einer Querdenker-Demo beteiligt und dort auch gesprochen. Das wurde in den sozialen Netzwerken von der Basisgruppe Antifa stark kritisiert: „Wie ernst ist es der Linken mit ihrer Abgrenzung in Richtung Querdenken?“ Christoph Spehr, Landesvorsitzender der Linken, hat dazu eine eindeutige Haltung: „Für uns im Landesvorstand wäre die rote Linie überschritten, wenn eines unserer Mitglieder bei der Organisation einer Querdenker-Demonstration mit Rechten zusammenarbeiten würde. Das wäre der springende Punkt“. Das sei allerdings seiner Erkenntnis nach bei keinem der vier Linken-Mitglieder der Fall, die der Bremer Fraktion der Querdenker angehörten. Bei deren Demos seien seiner Kenntnis nach auch keine Rechtsextremen aufgetreten, anders als etwa in Berlin oder Dresden. Sollte es dazu kommen, erwarte er eine klare Distanzierung. Die Mitglieder hätten nun einen Antrag „pro-evidenzbasierter Corona-Politik gestellt“. Natürlich finde die Fraktion die Nähe dieser Mitglieder zu den Querdenkern nicht so toll, sagt Spehr. Innerhalb der Partei verträten sie eine extreme Minderheitsmeinung. Die Basisgruppe Antifa hat zum wiederholten Mal den Parteiausschluss von Gabriele Schmidt gefordert. Für Schlagzeilen hatte vor einigen Monaten auch die Teilnahme von Tina Bothe-Stolle an einer Corona-Demo in Berlin gesorgt. Sie war bis Sommer 2020 Fraktionsvorsitzende der Grünen und Sprecherin des Gesundheitsausschusses im Beirat Blumenthal, allerdings nie Mitglied der Grünen, sondern nur auf deren Liste kandidiert. Inzwischen hat sie auch ihr Beiratsmandat zurückgegeben. Der Landesvorstand hatte sich von ihrer Teilnahme an der Corona-Demonstration distanziert.

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