Grünfläche oder Spielplatz?

Interessensgruppen in der Wyckstraße nähern sich an

Kontrovers wurde der Vorschlag, Spielgeräte auf einer Grünfläche in der Wyckstraße zu installieren, vor drei Monaten diskutiert. Jetzt versuchen die Interessensgruppen einen Kompromiss zu finden.
26.04.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Maren Brandstätter
Interessensgruppen in der Wyckstraße nähern sich an

Bei der Frage, ob die Grünfläche in der Wyckstraße Spielgeräte bekommen sollte oder nicht, nähern sich die Interessensparteien an.

PETRA STUBBE

Drei Monate ist es her, dass Anwohner der Wyck- und einigen Nachbarstraßen im Schwachhauser Sozialausschuss kontrovers darüber diskutiert haben, wie die Grünfläche in Höhe der Hausnummern 7 bis 29 künftig gestaltet werden soll. Eine Anwohnergruppe sprach sich für die Installation von drei Reckstangen, einer Sandkiste und einem Balancierstamm auf einem Drittel der Grünfläche aus, die andere dafür, dass die Fläche so wie bisher als Spielfläche ohne feste Geräte genutzt werden soll. Jetzt waren die Anwohner der Videokonferenz des Ausschusses erneut zugeschaltet, um zu berichten, wie weit die Planungen inzwischen gediehen sind – und ob sich die unterschiedlichen Interessensgruppen auf einen Kompromiss geeinigt haben.

Zunächst klangen die Berichte von beiden Seiten vergleichsweise optimistisch. Man sei auf einem guten, konstruktiven Weg, teilte Christian Raschka mit, der eine eigens gebildete Nachbarschaftsgruppe gemeinsam mit einem weiteren Anwohner koordiniert. Die Nachbarschaft sei durch die gemeinsamen Diskussionen noch einmal deutlich enger zusammengerückt. Auch die Ausführungen von Stephanie Müller, die den Antrag auf feste Spielgeräte gestellt hatte, klang zu Beginn der Sitzung tendenziell zuversichtlich. Sie hoffe nun, dass sich beide Seiten noch ein wenig bewegen, sagte sie. Es seien vier Arbeitsgruppen gegründet worden, darunter auch eine mit dem Schwerpunkt Spielgeräte.

Im Verlauf der Sitzung rückte der Dissens dann allerdings doch noch einmal in den Fokus. Während die eine Seite sich in der Nachbarschaftsrunde nicht ausreichend berücksichtigt fühlte, sprach sich die andere Seite erneut für einen Treffpunkt aus, der für alle Generationen gleichermaßen attraktiv sein soll, zumal die danebenliegende Wiese bereits als Ballwiese mit zwei Toren ausgestattet sei. Man könne sich indes mobile Spielgeräte und auch eine temporäre Spielstraße vorstellen.

Ortsamtsmitarbeiter Thomas Berger mahnte an diesem Punkt an, sich nicht erneut auf die strittigen Punkte zu konzentrieren, sondern sich auf die Gemeinsamkeiten zu besinnen und diese als Grundlage für die weiteren Überlegungen zu nutzen. Gemeinsam mit der Anwohnerschaft verständigte sich der Ausschuss schließlich darauf, nach Möglichkeit vor den Sommerferien erneut zusammenzukommen. Wiebke Feuerhake (Grüne) betonte in diesem Zusammenhang, dass sie sich von diesem Treffen eine von allen getragene Lösung erhoffe und keine neuerlichen Argumente für und gegen den Antrag der jeweils anderen Seite. Auch Kay Middendorf (CDU) erklärte, dass ein Konsens für ihn die Voraussetzung sei, um einem Antrag zuzustimmen.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+