Logistik- und Industrieimmobilien Viel Umsatz im Güterverkehrszentrum

Trotz Corona-Pandemie ist der Markt für Logistikflächen in Bremen und umzu gewachsen. Vor allem das GVZ war im vergangenen Jahr beliebt.
02.02.2021, 18:24
Lesedauer: 2 Min
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Viel Umsatz im Güterverkehrszentrum
Von Stefan Lakeband

Auch auf dem Markt für Logistikflächen war die Corona-Pandemie zu spüren, hatte in Bremen allerdings keinen großen Einfluss. So hat es das Immobilienunternehmen Robert C. Spieß am Dienstag mitgeteilt. Im vergangenen Jahr habe man insgesamt 301.000 Quadratmeter Logistik- und Industrieflächen umgesetzt – fünf Prozent über dem von Sondereffekten bereinigten Vorjahresergebnis. „Ausschlaggebend für das dynamische Ergebnis war ein deutlich höherer Anteil an Neubauvolumen als in den Vorjahren“, sagt Björn Sundermann, Bereichsleiter für Logistik- und Industrieimmobilien bei Robert C. Spies.

Im vergangenen Jahr hätten sich die zehn größten Flächenumsätze in Bremen zusammen auf rund 200.000 Quadratmeter belaufen. Die Rangliste führt dabei das Einzelhandelsunternehmen Nanu Nana an, das im Güterverkehrszentrum (GVZ) eine 60.000 Quadratmeter große Logistikfläche nutzt. Zweitgrößter Umsatz ist ein Mietvertrag über 27.000 Quadratmeter, ebenfalls im GVZ. Hier hat sich das Logistikunternehmen Winit niedergelassen. Zu den größeren Umsätzen gehört auch der Mietvertrag über 18.000 Quadratmeter von Mercedes am Bremer Kreuz sowie der Abschluss von Friedrich Bähr, einem Produktionsunternehmen für Verpackungen, das ein Bestandsobjekt mit 16.500 Quadratmetern am Arsterdamm erworben hat.

Auffällig ist, dass laut Robert C. Spies die Handelslogistik mit einem Anteil von 38 Prozent dominierte. Hierzu zählt auch der Bereich E-Commerce. „Hintergrund ist neben einer vermehrten lokalen Warenbevorratung auch die gewachsene Akzeptanz des Onlinehandels – nochmals beschleunigt durch die Corona-Pandemie“, sagt Sundermann. Dahinter folgten Unternehmen aus der Logistikbranche mit einem Anteil von gut 20 Prozent als großer Flächennachfrager.

Zudem gab es den meisten Umsatz direkt in Bremen – lediglich fünf Prozent entfallen auf das Umland. Das sei vor allem auf ein sinkendes Angebot an verfügbaren Grundstücksflächen in den Gewerbegebieten und auf die nach wie vor andauernde Zurückhaltung der Kommunen in Bezug auf die noch freien Grundstücke für potenzielle Logistikentwicklungen zurückzuführen. In Bremen wurden 40 Prozent der Fläche im GVZ umgesetzt.

„Der Bremer Markt für Industrie- und Logistikflächen ist nach wie vor ein Vermieter- und Verkäufermarkt“, sagt Sundermann. Die Mieten lägen auf einem zuletzt kontinuierlich leicht gestiegenen Niveau und beliefen sich für neue moderne Logistikflächen im Topsegment auf bis zu 4,70 Euro pro Quadratmeter.

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