Entscheidung über Gartenordnung

Kritik am Ablauf der Delegiertenversammlung

Die Vorsitzende des Parzellengebiets „Rose am See“ hat bei der Delegiertenversammlung einen eigenen Antrag eingereicht. Weil dieser unberücksichtigt geblieben ist, gibt es nun Kritik.
14.11.2019, 18:28
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Kritik am Ablauf der Delegiertenversammlung
Von Lisa-Maria Röhling
Kritik am Ablauf der Delegiertenversammlung

Die Chefin vom Kleingartengebiet "Rose am See" hat bei der Delegiertenversammlung der Gartenfreunde einen eigenen Antrag eingereicht.

dpa/Andrea Warnecke

Die Abstimmung über die neue Gartenordnung für Bremer Parzellenbesitzer bei der Delegiertenversammlung der Gartenfreunde am Mittwochabend hat bei einigen Mitgliedern für Irritationen gesorgt. Der Ablauf der Sitzung des Landesverbandes ist nach Angaben von Viola Falkenberg, Vorsitzende des Kleingartenvereins „Rose am See“, nicht ordnungsgemäß abgelaufen. Falkenberg hatte einen zweiten Entwurf der Gartenordnung vorgelegt, der inhaltlich nach ihren Angaben deckungsgleich zum beschlossenen Dokument, allerdings in verständlicher Sprache verfasst, alphabetisch und in Tabellen sortiert ist. Über ihren Vorschlag sei aber nicht abgestimmt worden. Der Gartenfreunde-Vorstand Klaus Bode widerspricht der Darstellung.

Falkenberg ist Expertin für Kommunikation, trainiert unter anderem Fach- und Führungskräfte. Mit der nun beschlossenen Gartenordnung habe sie sich intensiv beschäftigt und schnell bemerkt, dass der Text nicht für alle Mitglieder verständlich sei. Deswegen habe sie für den eingereichten Entwurf des Vereins „Rose am See“ die Formulierungen der neuen Gartenordnung, nicht aber die Inhalte überarbeitet. Dieses Dokument hatte sie der Mitgliederversammlung vorgelegt. Allerdings habe der Vorstand Anregungen und Vorschläge anderer Delegierter dazu nicht kommentiert.

Als über den ersten Entwurf abgestimmt wurde und dieser angenommen wurde, sei ihrer nicht mehr berücksichtigt worden. Dabei ist die Abstimmung über die Gartenordnung laut Falkenberg so verwirrend gewesen, dass manche Mitglieder nicht mitstimmten. „Ich finde es schwer mit anzusehen, wie sehr es einige im Landesvorstand überfordert, einen demokratischen Prozess zu moderieren – statt ihn in ihrem Sinne zu manipulieren“, sagt Falkenberg. Das schwäche die moralische Legitimation der Gartenordnung und erschwere die Arbeit der ehrenamtlichen Vorstände in den Mitgliedsvereinen.

Gartenfreunde-Vorstand Bode weist die Vorwürfe zurück: Die Abstimmung sei rechtmäßig, alles sei normal abgelaufen. Weil der von den Gartenfreunden vorgelegte Entwurf mehrheitlich angenommen wurde, sei der Antrag von „Rose am See“ abgeschmettert worden. Das hat seinen Angaben zufolge auch der Vereinsanwalt bestätigt. Eine Aussprache über den Alternativentwurf sei zwar geplant gewesen, weil es aber keinen entsprechenden Antrag für die Geschäftsordnung gab, sei das nicht passiert.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+