Aus dem Stadtteilbudget

Barrierrefreiheit im Blick

Poller, Bänke, Messtafel: Der Fachausschuss Verkehr und Umwelt möchte die Vahr sicherer machen
06.05.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Matthias Holthaus
Barrierrefreiheit im Blick

Mehr Bänke möchten auch die Ortspolitiker in der Vahr aufstellen lassen.

Sina Schuldt/dpa

Mit der Vergabe des Stadtteilbudgets beschäftigte sich der Fachausschuss Bau, Verkehr und Umwelt des Beirates Vahr. 50.000 Euro stehen zur Verfügung, über die der Vahrer Beirat für Verkehrsmaßnahmen verfügen kann. Ein Teil des Geldes soll nun für die Aufstellung von zwei bis drei Pollern in der August-Bebel-Allee im Bereich der Einmündung zur Otto-Braun-Straße verwendet werden.

Dort auf dem gepflasterten Streifen neben dem Radweg stehen häufig widerrechtlich geparkte Autos und sorgen damit für eine Sichtbehinderung. Die Kosten würden sich auf 300 bis 450 Euro belaufen – würden, denn Oliver Saake von den Grünen erinnerte an die Möglichkeit, Fahrradbügel statt Poller zu installieren.

„Fläche entsiegeln“

Ortsamtsleiterin Karin Mathes gab jedoch zu bedenken, dass Flächen mit Fahrradbügeln zum Beispiel auch von wuchernden Pflanzen freigehalten werden müssten und schlug daher eine Vertagung des Themas vor - ein Vorschlag, der dann auch angenommen wurde. „Und dann sollte man auch ins Auge fassen, die Fläche zu entsiegeln“, sagte sie.

Im Bereich der Julius-Leber-Straße 2-6 soll nach einstimmigen Beschluss des Ausschusses an der Barrierefreiheit gearbeitet werden: An angrenzenden Flächen sollen demnach Fahrradbügel und zusätzliche Poller aufgestellt werden, damit dort keine Autos mehr parken können. Ebenso einstimmig fiel das Votum für die farbliche Absetzung der Bordsteinabsenkung an der Julius-Leber-Straße 12-16 aus.

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Die FDP hatte in der Sitzung des Fachausschuss im Februar den Antrag gestellt, dass „auf dem Weg ,Ohne Namen´ hinter dem Barbarossa-Park und Bezirkssportanlage Schwachhausen/Vahr zwei Parkbänke mit jeweils einem Abfall-Behälter aufgebaut werden sollen". Dieses Vorhaben sollte nach dem Willen des Ausschusses im Rahmen des von der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport initiierten 1000-Bänke-Programms umgesetzt werden.

Nun hat das Ressort diesen Antrag jedoch negativ beschieden und empfiehlt stattdessen, die Bänke auf öffentlich zugänglichem Grund von Vereinen, Stiftungen oder ähnlichen Institutionen aufzustellen, „um langwierige Genehmigungsverfahren zu umgehen".

Ortstermin geplant

Nun soll es einen Ortstermin geben, bei dem über diese Bänke sowie auch über eine zusätzliche Bank in der Grünanlage zwischen der Bardowickstraße und der Verlängerung der Uelzener Straße gesprochen wird. Anwesend sollen dann Vertreterinnen und Vertreter des Umweltbetriebs Bremen, des Ortsamtes und des Beirates sein. Die Bänke werden dann ebenfalls aus dem Stadtteilbudget bezahlt.

Der Ausschuss beschäftigte sich zudem mit einem neuen Standort für die Geschwindigkeitsmesstafel im Stadtteil. Nach einstimmiger Abstimmung wurde der Standort in der August-Bebel-Allee vor der Kita stadteinwärts als geeigneter Ort angesehen, um Aufschluss über die gefahrenen Geschwindigkeiten zu gewinnen. Falls dieser Standort nicht realisierbar sein sollte, käme der Standort in der Straße In der Vahr vor der dortigen Grundschule in Frage.

Info

Zur Sache

Stadtteilbudget

Seit dem Jahr 2016 gibt es in Bremen das Stadtteilbudget. Dieses ermöglicht es den Beiräten, bestimmte Maßnahmen für die Verkehrsinfrastruktur in ihrem Stadtteil, die sie für besonders wichtig erachten, selbst zu beschließen und zu finanzieren. Die Beiräte sind dadurch in ihren Rechten und ihrer Handlungsfähigkeit erheblich gestärkt worden. Den Beiräten stehen dafür jährlich Mittel in Höhe von insgesamt einer Million Euro zur Verfügung. Die Zuteilung erfolgt nach dem prozentualen Einwohneranteil an der Gesamtbevölkerung, wobei jeder Beirat einen Sockelbetrag von 5000 Euro erhält.

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