Sanierung des Wasserlaufs

Ideen für einen neuen Achterkampsfleet

Die Bewohner der Neuen Vahr sollen sich auf den Grün- und an den Wasserflächen des Achterkampsfleet in der Neuen Vahr künftig wohler fühlen.
30.10.2020, 09:47
Lesedauer: 2 Min
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Ideen für einen neuen Achterkampsfleet
Von Christian Hasemann

Die Bewohner der Vahr sollen sich künftig besser am Wasser und auf den Grünflächen treffen können. Die ersten Ideen und Pläne für eine Sanierung entlang des Achterkampsfleet in der Neuen Vahr hat ein Vertreter der Senatorin für Bau und Umwelt in der jüngsten Sitzung des Beirats vorgestellt.

„Wir wollen die Vahr noch schöner machen“, so die Zielvorgabe von Thomas Knode, Referent bei der Senatorin für Bau und Umwelt. Das Gemeinschaftsprojekt des Umweltressorts, der Gewoba und des Deichverbandes Bremen geht zurück auf den Prozess Vahr 2030. „Wir haben über die Zukunft der Vahr nachgedacht, über das Wohnen, Mobilität, Freiräume und Wasser.“

Das Achterkampsfleet sei der Bereich, wo UBB und Gewoba nun einen ersten Aufschlag machen wollten. „Ein Projekt, das gar nicht mal so klein ist“, wie Knode sagte. Das Fleet fließt im östlichen Bereich der Neuen Vahr von Süden nach Norden und ist Teil des Entwässerungssystems des Bremer Ostens, der darüber in die Kleine Wümme und im weiteren Verlauf in die Wümme entwässert wird.

„Ein ganz wichtiges Thema wird die Gewässerqualität sein“, so Knode. „Wir haben an drei Stellen Einleitungen von Oberflächenwasser, was dazu führt, dass die Wasserqualität sehr schlecht ist.“ Schlamm und viel Laub lassen das Fleet verlanden und reduziert die Fließgeschwindigkeit. Biologische Pflanzenfilter sollen zukünftig das einfließende Wasser filtern. Das Fleet solle möglichst naturnah umgestaltet werden. „Das heißt, dass wir die Ufer abflachen und in die Fläche gehen.“

Eher marode sind auch die Grünflächen am Ufer. Dort könnten nach ersten Plänen Nachbarschaftsplätze entstehen. „Zum Beispiel Sitzgelegenheiten oder Gemeinschaftsgärten.“ Eher unrealistisch, aber dennoch Teil der Ideensammlung für eine Aufwertung der Flächen: ein Klettergarten. Im Bereich des Möglichen sind kleinere Outdoor-Sportanlagen für Calisthenics oder eine kleine Skateanlage.

Für Menschen, die näher am Wasser sitzen wollen, gibt es die Idee von kleinen Stegen, die in das Wasser ragen. „Und dann als Sitz- oder Aufenthaltsgelegenheiten dienen“, sagte Knode. In Stein gemeißelt sind diese Ideen allerdings noch nicht. „Es ist eine Entwurfsplanung, ein Grobkonzept, jetzt müssen wir es weiter konkretisieren.“

Für das Vorhaben braucht es allerdings Geld. Geld, das erst noch eingeworben werden muss. Jörn Ehmke, zuständig bei der Gewoba für Quartiersentwicklung, machte hingegen deutlich, dass die Wohnungsbaugesellschaft schon Geld beiseite gelegt habe. Weitere Mittel könnten aus dem Städtebauförderprogramm Soziale Stadt in die Sanierung des Fleets fließen.

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