Gewoba-Mieter in der Vahr senken mit einfachen Mitteln ihren Stromverbrauch Viel gespart - aber nicht an Lebensqualität

Vahr. Stromsparen ist nicht nur gut für die Umwelt - auch im eigenen Geldbeutel bleibt mehr übrig. Fünf Familien aus der Vahr haben in den vergangenen Monaten den Test gemacht: Wie viel können sie einsparen, ohne dabei ihre Lebensqualität einzuschränken? Das Ergebnis war für die Gewoba-Mieter überraschend. Sie haben im Schnitt ein Viertel weniger an Strom verbraucht. Das macht pro Person gut 20 bis 40 Kilowattstunden im Monat, bei einer Familie bleiben somit 20 Euro mehr im Portmonee.
31.01.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Alexander Klay

Vahr. Stromsparen ist nicht nur gut für die Umwelt - auch im eigenen Geldbeutel bleibt mehr übrig. Fünf Familien aus der Vahr haben in den vergangenen Monaten den Test gemacht: Wie viel können sie einsparen, ohne dabei ihre Lebensqualität einzuschränken? Das Ergebnis war für die Gewoba-Mieter überraschend. Sie haben im Schnitt ein Viertel weniger an Strom verbraucht. Das macht pro Person gut 20 bis 40 Kilowattstunden im Monat, bei einer Familie bleiben somit 20 Euro mehr im Portmonee.

Allen fünf ausgewählten Familien ist es gelungen, ihren Stromverbrauch deutlich zu senken. Damit sind sie einem Klimaschutzziel deutlich näher gekommen: Denn jede und jeder sollte maximal 1000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen. Drei der fünf Familien haben das ehrgeizige Ziel durch das Stromsparen bereits erreicht. "Einfach klasse", urteilt Elke Meier, Expertin der Bremer Umweltberatung. "Haushalte, die vorher schon sparsam mit Strom umgegangen sind, sind jetzt noch sparsamer geworden."

Tatjana und Rasim Sahiti und ihre Tochter Arlinda sind eine der fünf Familien, die am Wettbewerb teilgenommen haben. Um den Stromverbrauch zu senken, haben sie beispielsweise die eco-Taste am Warmwasserboiler gedrückt und einen neuen Kühlschrank gekauft. Das Gerät erfüllt die neuesten Energiesparstandards. Und Elektrogeräte, die im Standby-Modus Strom verbrauchen, hat die kleine Familie an abschaltbare Steckdosenleisten angeschlossen.

Einerseits ging es den Eltern um den Klimaschutz: "Wir wohnen schließlich nah am Wasser", sagt die Mutter Tatjana Sahiti. Gleichzeitig wollten sie aber auch herausfinden, ob sie Geld sparen können. "Wir wollten wissen, ob wir sparsam sind oder nicht", sagt sie. "Dass wir so viel sparen können, war unerwartet für uns."

Waschen mit 30 statt 40 Grad

Auch die anderen Stromsparer aus der Vahr sind von den Tipps und Tricks überzeugt. So muss eine kleine Menge Wasser nicht immer auf der Herdplatte oder im Boiler erhitzt werden, dafür sei der Wasserkocher viel effektiver, hat eine Mieterin festgestellt. Und die Waschmaschine muss nicht immer auf der höchsten Temperatur laufen: bei Buntwäsche würden etwa 30 statt 40 Grad vollkommen ausreichen.

Und auch der Kauf eines neuen Kühlschranks könne sich schnell rentieren, davon ist Lars Gomolka, Bereichsleiter der Gewoba, überzeugt: Der Strombedarf könne sich halbieren. "Die Neuanschaffung rechnet sich, eine wahre Spardose", sagt er. Nach einigen Jahren sei der Kaufpreis wieder drin. Überhaupt sollte jeder Kauf gut überlegt sein: "Haushaltsgeräte sind wie Lebensabschnittspartner." Meistens lohne es sich, ein paar Euro mehr für ein effizienteres Modell auszugeben.

Gomolka hofft jetzt darauf, dass möglichst viele Mieter die fünf guten Beispiele aus der Vahr nachahmen. Denn er hat das Stromspar-Potential auf alle Bremer Gewoba-Wohnungen hochgerechnet. Würden sich alle Mieter an die einfachen Energiespartipps halten, könnten sie gut 29000 Tonnen CO2 einsparen, sagt er. "Ohne viel Mühe ein guter Beitrag zum Klimaschutz", sagt Elke Meier. Nicht nur für die Umwelt wäre etwas getan. Da dürfen die Mieter auch einmal ganz egoistisch sein und an ihren eigenen Vorteil denken, meint sie: Schließlich sinkt gleichzeitig die Stromrechnung.

Für die fünf Familien hat sich die Teilnahme am Stromsparwettbewerb gleich doppelt gelohnt: Sie haben nicht nur Strom gespart, sondern auch noch 200 Euro als Prämie von der Gewoba kassiert.

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