Badminton-Weserliga

Auch ein Sieg gegen Dritten möglich

Die SG Aumund-Vegesack hat dem Dritten der Badminton-Weserliga, SG Geestemünde, ein 4:4 abgetrotzt. Es wäre aber auch ein Sieg für die Gastgeber drin gewesen - SAV II verlor gegen seinen Angstgegner.
17.12.2019, 15:24
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann
Auch ein Sieg gegen Dritten möglich

An der Seite von Udo Bätjer holte Carsten Flöter (SG Aumund-Vegesack I, in Aktion) im Doppel den entscheidenden Punkt beim 4:4-Remis in der Badminton-Weserliga gegen SG Geestemünde.

Christian Kosak

Vegesack. Die SG Aumund-Vegesack hat dem Dritten der Badminton-Weserliga, SG Geestemünde, ein 4:4 abgetrotzt. Es wäre aber auch ein Sieg für die Gastgeber drin gewesen. „Aber immerhin haben wir einen Punkt mehr geholt als im Hinspiel“, meinte SAV-Spartenleiter Tammo Graue. Dagegen hat der Angstgegner der SG Aumund-Vegesack II in der Badminton-Verbandsliga, SC Weyhe, wieder zugeschlagen. „Wir waren eigentlich nicht schlechter, haben aber wieder gegen Weyhe verloren“, kommentierte SAV-II-Kapitän André von Lindern die 2:6-Niederlage.

SG Aumund-Vegesack – SG Geestemünde 4:4: Die Gastgeber entschieden beide Herren-Doppel zu ihren Gunsten. Dabei machten es Carsten Flöter und Udo Bätjer in ihrem Doppel gegen Geestemündes Torben Steckbeck und Frank Westphal besonders spannend. Nach einem verlorenen ersten Satz führten die Gastgeber mit 19:18, ehe Steckbeck/Westphal doch noch einem Sieg bedrohlich nahe kamen. Flöter/Bätjer wehrten jedoch zwei Matchbälle ab und erzwangen einen dritten Durchgang. Diesen gewannen die Hausherren ebenso mit einem Abstand von zwei Punkten. Im ersten Aufeinandertreffen hatten sich Steckbeck/Westphal noch durchgesetzt. „Damit haben Carsten und Udo den entscheidenden Punkt für das Remis geholt“, betonte Graue. Vegesacks Jörg Rathmann und Philipp Bätjer hatten gegen die Kombination aus Christian Fenzke und Daniel Schließer etwas weniger Mühe und brachten das Heimteam mit 2:0 in Führung.

Siegreiche Nicole Wohlert

Bei den Damen sprang Youngster Lea Ulrich für die verhinderte Ines Reinhardt ein. An der Seite von Nicole Wohlert zog Ulrich glatt in zwei Sätzen gegen Janine Pajonk sowie Anna Lena Garms den Kürzeren. Im Einzel besiegte Wohlert aber Garms und steuerte somit einen weiteren Punkt für das Heimteam bei. Zähler Nummer vier ergatterte Philipp Bätjer mit einem hart erkämpften Einzelsieg über Arne Lamot. „Philipp hat überragend gespielt“, freute sich Tammo Graue. Der Sohn von Udo Bätjer wendete das Blatt dabei nach einem verlorenen ersten Abschnitt.

Carsten Flöter hielt in seinem Einzel gegen Torben Steckbeck bis Mitte des dritten Satzes hervorragend mit. „Doch dann war Steckbeck Carsten konditionell überlegen“, so Graue. Dass der SAV-Kapitän wegen einer Projektarbeit in Dortmund so gut wie nie trainieren könne, habe man Flöter am Ende angemerkt. Udo Bätjer fuhr gegen Christian Fenzke zwar ein paar Punkte mehr als im Hinspiel ein, hatte aber ebenso das Nachsehen. Jörg Rathmann und Lea Ulrich verpassten dann im Mixed den Siegpunkt. „Dennoch hat sich Lea gut geschlagen“, berichtete Tammo Graue.

SC Weyhe – SG Aumund-Vegesack II 6:2: Die Gäste verloren beide Herren-Doppel relativ deutlich. „Wir sind in beiden Doppeln nie richtig ins Spiel gekommen“, berichtete von Lindern. Es seien keine vernünftigen Ballwechsel in den von den zahlreichen Fehlern der Nordbremer geprägten Doppeln zu bestaunen gewesen. Die SAV-II-Damen Stine Köster und Manuela Saevecke machten es im Damen-Doppel gegen Tülay Evers und Claudia Bekedorf aber wesentlich besser.

„Die beiden hatten überhaupt keine Probleme und haben es sehr souverän gemacht“, stellte André von Lindern fest. Insgesamt gaben Köster/Saevecke gerade einmal 14 Punkte ab. Von Lindern hätte seinen Kontrahenten im Einzel, Meik Evers, durchaus packen können. „Wir haben beide nicht gut gespielt. Mein Gegner hat seine Drops nicht wie gewohnt untergebracht“, teilte André von Lindern mit. Der Mannschaftsführer habe dies aber nicht ausnutzen können. „Evers hat mir auch viel lang in die Rückhand gespielt, was mir ansonsten liegt. Es war aber einfach ein gebrauchter Tag“, so von Lindern. Selbst sein Konkurrent habe hinterher eingeräumt, nicht besser gewesen zu sein. Christian Sommer lag die Spielweise von Weyhes Marc Kosten nicht und verlor deshalb ebenso sein Einzel.

„Gegen Kosten verliere ich aber auch“, informierte André von Lindern. Paul Völtz traf mit Lothar Kattner zwar auf einen bärenstarken Gegner, hatte aber auch keinen guten Tag erwischt. Fast alles lief hingegen bei Stine Köster zusammen, die Weyhes Tülay Evers nicht den Hauch einer Chance ließ. „Stine macht es in dieser Saison echt gut“, erklärte von Lindern. Die nicht zusammen eingespielten Lars Lisson und Manuela Saevecke vermochten im Mixed dann auch nicht mehr zu verkürzen.

Weitere Informationen

SG Aumund-Vegesack – SG Geestemünde 4:4: Flöter/Udo Bätjer – Steckbeck/Westphal 17:21, 24:22, 21:19; Rathmann/Philipp Bätjer – Fenzke/Schließer 21:14, 21:18; Ulrich/Wohlert – Pajonk/Garms 13:21, 11:21; Flöter – Steckbeck 21:19, 17:21, 18:21; Udo Bätjer – Fenzke 18:21, 18:21; Philipp Bätjer – Lamot 18:21, 21:13, 21:17; Wohlert – Garms 21:18, 21:15; Rathmann/Ulrich – Westphal/Pajonk 17:21, 18:21

SC Weyhe – SG Aumund-Vegesack II 6:2: Meik Evers/Kosten – Sommer/Völtz 21:8, 21:10; Müscher/Kattner – Lisson/von Lindern 21:14, 21:9; Tülay Evers/Bekedorf – Köster/Saevecke 7:21, 7:21; Meik Evers – von Lindern 21:17, 21:17; Kosten – Sommer 21:13, 21:16; Kattner – Völtz 21:9, 21:5; Tülay Evers – Köster 4:21, 3:21; Müscher/Bekedorf – Lisson/Saevecke 21:17, 21:19 KH

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