Basketball-Oberliga Herren

Blick Richtung Mittelfeld

Das eminent wichtige Vier-Punkte-Spiel vor der Weihnachtspause konnten die Oberliga-Herren von Basketball Lesum/Vegesack (BLV) gegen den Aufsteiger SG Cleverns-Sandel mit 98:77 (55:40) für sich entscheiden.
15.12.2019, 17:48
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Marc Gogol
Blick Richtung Mittelfeld

Tim Blach (Basketball Lesum Vegesack) ragte heraus.

Christian Kosak

Bremen-Nord. Das eminent wichtige Vier-Punkte-Spiel vor der Weihnachtspause konnten die Oberliga-Herren von Basketball Lesum/Vegesack (BLV) gegen den Aufsteiger SG Cleverns-Sandel mit 98:77 (55:40) für sich entscheiden. Damit haben sich die Schützlinge von Headcoach Ronny Arnoldt in der Tabelle von der Mannschaft aus der Nähe von Jever etwas abgesetzt und blicken nun wieder Richtung Tabellen-Mittelfeld.

Der ungefährdete Heimsieg war Ergebnis der personell wieder etwas besseren Lage beim Heimteam. Zwölf Akteure standen auf dem Spielberichtsbogen, nicht alle im Vollbesitz ihrer physischen Kräfte, aber doch deutlich mehr, als die nur mit sieben Akteuren angereisten Gäste aufzubieten hatten. So war das 10:13 (5.) in der Anfangsphase des Spiels auch der letzte Rückstand der Hausherren, danach übernahmen die BLVer die Spielkontrolle und gaben diese auch nicht wieder aus der Hand. Ein 15:0-Lauf mit gleich zwei Dreiern in Serie von Dennis Sirowi brachte letztlich den 33:22-Viertelgewinn, und danach zogen die Nordbremer mit einem weiteren 7:0-Run auf 40:22 (12.) davon. Der 15-Punkte-Halbzeitvorsprung versprach entspannte weitere 20 Minuten Basketball aus BLV-Sicht, so ganz einfach wurde es dann aber doch nicht.

„In der Höhe war unser Sieg völlig verdient, wir müssen aber weiterhin an unserer Konstanz arbeiten“, berichtete Arnoldt. Denn anstatt die schon komfortable Führung weiter auszubauen, gerieten die Gastgeber nochmal in Bedrängnis (59:53/24.). Mit zwei weiteren Läufen, ein 7:0 zum 66:53 (26.) und ein 14:4 zu Beginn des vierten Viertels zum 89:64 (36.), sorgten die Arnoldt-Mannen für die Entscheidung. In beiden Phasen glänzte BLV-Top-Scorer Lasse Grafunder. „Lasse hat die Rakete gezündet. Er hat von außen und von überall getroffen, defensiv und offensiv war das seine bisher beste Saisonleistung“, lobte Arnoldt. Neben dem BLV-Eigengewächs ragte noch ein zweiter Stammspieler aus der geschlossenen Teamleistung heraus, den man in den vergangenen Partien wegen einer Knieverletzung schmerzlich vermisst hatte: Tim Blach.

„Es war ganz, ganz wichtig, dass Tim Blach heute zurückgekehrt ist“, sagte Arnoldt. „Er ist der Energizer für das Team und hat deshalb auch die meiste Einsatzzeit bekommen. Er hat wie kein anderer eine Qualität, unser Spiel zu lenken“, konstatierte Arnoldt zufrieden. Des weiteren wartete der BLV-Headcoach mit einer überraschenden, aber äußerst erfolgreichen Personalie auf. Weil Philip Moritz Wollschläger verletzt ist, nominierte Arnoldt den BLV-Nachwuchs-Akteur Enno Maaß aus der U18-Landeliga-Mannschaft, der zuvor einmal bei den Herren mittrainiert hatte. „Enno hat ein fantastisches Oberliga-Debüt gegeben, gut verteidigt und auch seine ersten Punkte erzielt. Außerdem hat er seinem Gegenspieler, Vjacheslav Bil, früh dessen fünftes Foul angehängt“ (Arnoldt). Die Gäste mussten nach dem nächsten ausgefoulten Spieler, Dominik Steven Horn, die Partie in den letzten knapp fünf Minuten ohne Wechselspieler bestreiten.

Basketball Lesum/Vegesack: Sirowi (13/3 Dreier), Dierks (2), Gottwich (5), Blach (15/2), Maaß (5/1), Kollath (8), Rybarczik (3/1), Timmermann (11/3), Schuchert, Grafunder (29/1), Bäuning (7), Kück.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+