Fußball

Schlobohm wieder einsatzbereit

Nach zwei Unentschieden gegen Brinkum und Union will die SAV auch vom Bremen-Liga-Titelanwärter Bremer SV etwas mitnehmen
17.09.2020, 15:38
Lesedauer: 3 Min
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Von Klaus Grunewald

Bremen-Nord. Acht von 18 Mannschaften der Fußball-Bremen-Liga sind nach dem zweiten Spieltag noch ungeschlagen. Dazu zählen auch die beiden nordbremischen Vertreter Blumenthaler SV und SG Aumund-Vegesack. Doch vor allem die SAV steht am dritten Spieltag vor einer Herkulesaufgabe. Am Sonnabend um 13 Uhr muss das Team von Trainer Björn Krämer auf dem Panzenberg beim Spitzenreiter und Titelanwärter Bremer SV antreten. Dagegen hat die Burgwallelf gute Chancen, am Sonntag auch beim Liga-Neuling TuS Komet Arsten zu punkten. Auf dem Rasenplatz an der Egon-Kühler-Straße soll der Anpfiff um 15 Uhr erfolgen.

Bremer SV – SG Aumund-Vegesack: Bange machen gilt nicht! Nach diesem Motto will die SAV auch vom Auswärtsspiel beim hohen Favoriten Bremer SV etwas Zählbares mitnehmen. Zuversicht darf seine Mannschaft nach den Worten von Trainer Björn Krämer vor allem aus dem Match zum Saisonauftakt gegen den Brinkumer SV schöpfen. Vor zwei Wochen lagen die Nordbremer im eigenen Stadion nach 36 Minuten schon 0:2 zurück und konnten einem Gegner, der ebenfalls Meisterschaft und Aufstieg zum Ziel hat, dennoch ein 2:2 abringen. Krämer bescheinigte seinem Team nach dem Schlusspfiff eine starke kämpferische Leistung und große Moral.

Diese Qualitäten wollen die Vegesacker auch auf dem Panzenberg in die Waagschale werfen, um nach dem 2:2 am vergangenen Wochenende beim FC Union 60 zumindest das dritte Remis in Folge zu erreichen. Nach dem Motto: Wer Brinkum bremsen kann, muss sich auch beim Bremer SV nicht verstecken. Wohl aber hoch konzentriert zu Werke gehen und sicher stehen, nennt Björn Krämer die Marschroute. Wobei seine Spieler sich nicht einfach hinten reinstellen, sondern auf dem gesamten Platz kompakt agieren und dem Gegner wenig Spielraum lassen sollen. Krämer: „Um etwas zu erreichen, müssen wir auch mutig sein und versuchen, unser Spiel durchzusetzen.“ Mit anderen Worten: Seine Mannschaft soll einmal mehr an ihre Leistungsgrenze gehen und den favorisierten Westbremern mit optimaler Laufbereitschaft Paroli bieten.

Doch trotz großen Engagements zeichneten sich die Vegesacker bislang nicht durch besondere Torgefahr aus. Was auch dem Umstand geschuldet ist, dass sie ihre beiden Sturmspitzen Bashkim Toski (Leistenbruch) und Alexander Schlobohm (privat verhindert) nicht aufbieten konnten. An diesem Sonnabend soll zumindest Schlobohm wieder zum Kader gehören. Der SAV-Torjäger erzielte in der im März nach dem 21. Spieltag wegen Corona abgebrochenen Saison 13 Treffer und belegte damit Rang sechs der Torschützenliste der Bremen-Liga.

In den vergangenen sieben Spielen gegen den BSV kassierte die SAV übrigens sechs Niederlagen. Nur am 14. April 2018 konnten die Vegesacker mit einem 3:3-Unentschieden einen Punkt verbuchen.

Sonnabend, 13 Uhr, Panzenberg

TuS Komet Arsten – Blumenthaler SV: Bei Blumenthals Trainer Steffen Dieckermann dürften am Sonntag auf der Sportanlage an der Egon-Kähler-Straße heimische Gefühle auftreten. Schließlich hat er den frischgebackenen Bremen-Liga-Aufsteiger acht Jahre lang gecoacht und wohnt nur vier Autominuten vom Stadion entfernt. Natürlich seien Emotionen dabei, wenn er die alte Wirkungsstätte betrete, sagt der neue BSV-Trainer. Doch weil er nach eigenen Worten jedes Spiel gewinnen will, dürfte Nostalgie für den 46-Jährigen beim Anpfiff kein Thema mehr sein. „Wir wollen die Punkte mitnehmen“, lautet Dieckermanns Maxime. Und er unterstreicht damit den Anspruch des neu formierten Bremen-Ligisten auf einen Rang im oberen Tabellendrittel.

Die Nordbremer verpassten zwar am vergangenen Wochenende mit dem 1:1 gegen die unorthodox agierende Leher Turnerschaft den zweiten Saisonsieg, reisen aber dennoch selbstbewusst nach Arsten. Nicht zuletzt deshalb, weil der BSV-Trainer noch etliche Spieler des Aufsteigers kennt, und damit auch ihre Stärken und Schwächen.

Stark hat der TuS Komet Arsten nach Einschätzung von Dieckermann beim 1:1-Saisonauftakt gegen den Titelkandidaten TuS Schwachhausen gespielt. „Arsten hat gut gegen den Ball gearbeitet und sich das Remis verdient“, erläutert Dieckermann und fügt an, was der Blumenthaler SV besser machen soll als der TuS Schwachhausen: „Wir wollen dem Spiel den Stempel aufdrücken und die drei Punkte mitnehmen.“

Um dieses Ziel zu erreichen, könnte der BSV-Coach am Sonntag auf die Stammformation vom Match gegen die LTS zurückgreifen. Mit einer Ausnahme: Wegen der Gelb-Roten Karte, die er sich im Kräftemessen mit den Seestädtern einhandelte, ist Mittelfeldakteur Jan-Luca Warm gesperrt. Zudem hat Defensivspezialist Kevin Thiele seinen Muskelfaserriss, den er sich im Pokalspiel gegen Huchting zuzog, noch nicht auskuriert. Froh ist Steffen Dieckermann dagegen, dass Tim Pendzich nach monatelangem Ausfall wieder dabei ist. Sein Einsatz gegen die Leher Turnerschaft habe gezeigt, dass er sich bereits wieder auf gutem Niveau befinde, die Offensive der Mannschaft stärke und mit seiner Spielweise immer wieder Räume für die Kollegen auf dem Rasen schaffe, lobt der Coach den 28-jährigen Stürmer.

Der Blumenthaler SV hat im Übrigen in den vergangenen 20 Jahren erst zwei Punktspiele gegen Arsten bestritten. Und zwar 2001 in der Landesliga. Damals hießt der TuS Komet Arsten noch VfB Komet und besiegte die Nordbremer 6:1 und 2:0.

Sonntag, 15 Uhr, Egon-Kähler-Straße

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