Dart

Stotterstart für DC Vegesack

Stark dezimierter Dart-Bundesligist besiegt Aufsteiger MTV Seesen und unterliegt Gastgeber Vikings DC Berlin
08.09.2020, 15:58
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Pillnick
Stotterstart für DC Vegesack

Volker Kampmann gewann gegen Vikings DC Berlin zwar ein Einzel mit 4:3, war aber auch an der bitteren 3:4-Doppelniederlage an der Seite von Torsten Wöhlk nach ausgelassenen Matchdarts beteiligt.

Jens Pillnick

Vegesack. Stotterstart für den deutschen Rekordmeister DC Vegesack in der Dart-Bundesliga Nord. Gegen Aufsteiger MTV Seesen gelang der Mannschaft von Teamchef Detlef Dolinski zwar ein sicherer 9:3-Sieg, doch gegen Gastgeber Vikings DC Berlin folgte eine 5:7-Niederlage. Dolinski bezeichnete den Start als erwartet „schleppend“, denn die lange Corona-Pause, die aktuellen Corona-Maßnahmen, der neue Modus und das Fehlen von sieben Spielern nahmen Einfluss und sorgten für Gesprächsstoff.

Vereinsübergreifend viel diskutiert wird nach Aussage des Vegesacker Teamchefs die längere Spielzeit. Anstatt der bisherigen drei Gewinnsätze wird in den Einzeln und Doppeln in dieser Saison ein Best of seven gespielt. Mit der Folge, dass sich die drei Partien am jeweiligen Spielort in die Länge ziehen. „Unnötig in die Länge“, wie Detlef Dolinski findet und Konzentrationsprobleme unter den Aktiven feststellte. Schließlich habe ein Auswärtsteam wie Vegesack schon eine fünfstündige Anreise nach Berlin in den Knochen und zusammengerechnet sei man für solch einen Spieltag 18 bis 20 unterwegs. „Diese Regel wird jetzt noch einmal neu diskutiert“, erklärte Dolinski, der ergänzte, dass seine Mannschaft von der Aufstockung der Spiellänge das eine oder andere Mal auch durchaus profitiert habe. Insgesamt stellte der Teamchef fest, dass die Vegesacker zwar gute Scores abgeliefert hätten, es bei den Würfen auf die Doppel aber arge Probleme gab.

DC Vegesack – MTV Seesen 9:3: Der für den zurückgezogenen 1. DSC Bochum per Losentscheid nachgerückte MTV brachte den DC Vegesack nicht ernsthaft in Bedrängnis, auch wenn mit Rene Länder, Ralf Hoier, Alexander Patz, Raoul Kanitz, Ralf Krießmann, Rene Berndt, Tomas Seyler sowie dem kurzfristig aus familiären Gründen verhinderten Maikel Venema etliche Topleute fehlten. In den ersten vier Einzeln ging es dreimal über die volle Distanz, den Niederlagen von Gerd Patzel und Christian Löffelmann stand dabei ein Erfolg von Rene Wendeler gegenüber. Torsten Wöhlk lieferte laut Dolinski ein „herausragendes Spiel“ ab und sorgte für das 2:2. Beim 4:2 gelangen ihm vier Shortlegs, ein 130er-Highfinish sowie zwei 180er. Danach marschierte der DC Vegesack mit Siegen von Lars Erkelenz (4:1), Andre Welge (4:1), Michael Klönhammer (4:2) und Christian Bober (4:3 nach 1:3-Rückstand) relativ glatt zu einer 6:2-Führung vor den Doppeln.

In den Doppeln machten Volker Kampmann und Torsten Wöhlk kurzen Prozess (4:0), sodass der erste Sieg der neuen Spielzeit frühzeitig feststand. Auf das Konto von Windeler/Klönhammer sowie Welge/Patzel gingen die Punkte acht und neun, dem stand nur noch das 3:4 von Klönhammer/Löffelmann gegenüber.

DC Vegesack – Vikings DC Berlin 5 :7: „Die Vikings haben eine gute Mannschaft zusammen“, stellte Detlef Dolinski fest, der nach den Einzeln beim Stande von 4:4 noch auf etwas Zählbares hoffen durfte. Die Hoffnung hatte auch nach der ersten Doppelrunde Bestand, doch sie war getrübt. Denn Wöhlk/Kampmann verloren nach vergebenen Matchdarts mit 3:4, das 4:2 von Windeler/Klönhammer sorgten aber immerhin für einen 5:5-Zwischenstand.

„Die verpasste 6:4-Führung war wohl der Knackpunkt“, erklärte Detlef Dolinski, der anschließend mit ansehen musste, wie Erkelenz/Löffelmann (2:4) und Welge/Bober (1:4) relativ glatt zum 5:7-Endstand gegen Berlin, das wiederum 10:2 gegen Seesen gewonnen hatte, verloren. So traten die Vegesacker die fünfstündige Rückreise mit 2:2 Punkten im Gepäck an und hatten viel Zeit darüber zu sprechen, wie ihnen der neue Best-of-seven-Modus, den sie in acht Begegnungen voll auskosteten, gefallen oder nicht gefallen hatte. Beim zweiten Spieltag am Sonnabend, 26. September, genießt der DC Vegesack Heimrecht und trifft ab 12 Uhr erneut auf den MTV Seesen und Vikings DC Berlin.

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