Fußball-Bezirksliga Bremen

Doppelpack von Willenbrock

Aufsteiger SV Eintracht Aumund hat seine Siegesserie in der Fußball-Bezirksliga fortgesetzt und mit dem 2:0 gegen die Leher TS II am sechsten Spieltag den sechsten Sieg gefeiert – und Rang eins verteidigt.
12.10.2020, 14:27
Lesedauer: 4 Min
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Von Karsten Hollmann
Doppelpack von Willenbrock

Mit großem Einsatz versucht Aumunds Patrick Arkulary (rechts), das LTS-Abwehrbollwerk zu knacken. Schließlich gelang es und die Eintracht feierte im sechsten Saisonspiel den sechsten Sieg.

Christian Kosak

Das halbe Dutzend ist voll. Aufsteiger SV Eintracht Aumund hat seine Siegesserie in der Fußball-Bezirksliga Bremen fortgesetzt und mit dem 2:0 gegen die Leher TS II am sechsten Spieltag den sechsten Sieg gefeiert – und die Tabellenführung verteidigt.

Der Spielertrainer Daniel Rosenfeldt erzielte beim überraschenden 4:1-Sieg seines Blumenthaler SV II über den zur Spitzengruppe zählenden TuS Schwachhausen II drei Tore selbst und bereitete das vierte vor. Philip Bohnhardt gelangen beim 5:2-Triumph seiner TSV Farge-Rekum über den TV Bremen-Walle sogar vier Treffer. Der TSV Lesum-Burgdamm zog auch beim bisherigen Schlusslicht ATSV Sebaldsbrück mit 2:6 den Kürzeren.

SV Eintracht Aumund – Leher TS II 2:0 (1:0): „Wir waren viel zu pomadig“, kritisierte Eintracht-Coach Marcel Wätjen. Die Bremerhavener stellten sich von Anfang an nur hinten rein und verbuchten während der gesamten 90 Minuten gerade einmal eine Halbchance. Dem Spitzenreiter fiel allerdings auch nicht viel ein, um das Abwehrbollwerk des Außenseiters zu knacken. So blieben Gelegenheiten auf beiden Seiten Mangelware.

Nach 32 Minuten erlöste Ricardo Willenbrock seine Farben jedoch mit dem 1:0. Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte passte Steffen Burdorf das Spielgerät zum Angreifer und baute seine vereinsinterne Führung im Hinblick auf die Assists weiter aus. Steffen Burdorf versuchte auch immer wieder, mit weiten Einwürfen in den Strafraum Gefahr heraufzubeschwören. Dies gelang allerdings nicht. Dennoch machte Ricardo Willenbrock nach einem Abpraller den Deckel mit dem Treffer zum 2:0 drauf. „Das war aber insgesamt keine gute Leistung meiner Mannschaft“, betonte Marcel Wätjen.

Blumenthaler SV II – TuS Schwachhausen II 4:1 (1:0): Der BSV II testete unter der Woche in einem Freundschaftsspiel gegen das eigene erste Team ein defensives 4:1:4:1-System und hatte damit wenige Tage später Erfolg. „Wir haben die Räume gegen Schwachhausen II sehr eng gemacht und schnell umgeschaltet“, sagte der dreifache Torschütze Daniel Rosenfeldt. Der BSV-Coach profitierte bei seinem 1:0 nach einem Einwurf von Mirko Vopalensky davon, dass sich die TuS-II-Innenverteidiger behinderten und auch Torwart Andreas Albersmeier sich nicht auf der Höhe befand. Das 2:0 von Daniel Rosenfeldt resultierte aus einer im Training einstudierten Freistoßvariante mit Jannik Ehlers.

Beim 3:0 flankte Rosenfeldt scharf nach innen. Schwachhausens Adrian Krieger wollte vor dem einschussbereiten Janis Hennecke retten und traf ins eigene Netz. „Beim 4:0 haben mich die Schwachhauser laufen lassen“, berichtete Rosenfeldt. Mit einem direkt verwandelten Freistoß betrieb Moritz Schumacher nur noch ein wenig Ergebniskosmetik.

TSV Farge-Rekum – TV Bremen-Walle 5:2 (2:1): Nach einem Zuspiel seines Zwillingsbruders Christian Bohnhardt dribbelte Philip Bohnhardt seinen Gegenspieler aus und markierte das schnelle 1:0 für die Heimformation. In den folgenden Minuten erhöhte der Gast den Druck und belohnte sich nach 19 Minuten auch mit dem 1:1. „Dabei konnten wir den Ball nicht sauber klären“, bedauerte TSV-Coach Carsten Herbst.

Erst nach 35 Minuten fingen sich die Gastgeber wieder. Kurz darauf drang Nico Gnutzmann auch energisch in den gegnerischen Strafraum ein und besorgte das 2:1. „Da hat sich widergespiegelt, was er im Training bereits angedeutet hatte“, versicherte Herbst. Philip Bohnhardt schraubte das Resultat nach dem Seitenwechsel auf 4:1 in die Höhe. „Beim 2:4 stimmten die Abstände zwischen den Ketten nicht. Dadurch war das Zentrum offen“, stellte Carsten Herbst fest. Philip Bohnhardt bewies beim 5:2 aber noch einmal seine individuelle Klasse. Am Ende hätte der Erfolg auch noch höher ausfallen können.

ATSV Sebaldsbrück - TSV Lesum-Burgdamm 6:2 (3:0): Die Gäste hatten mit großen Personalproblemen zu kämpfen. So musste Schlussmann Jelte Tietze sogar noch für eine halbe Stunde im Feld aushelfen. „Für uns war es im Match gegen das Schlusslicht wohl die letzte Chance, Selbstvertrauen zu tanken. Das ist uns aber leider nicht gelungen“, teilte TSV-Interimstrainer Halil Acar mit. Die Platzherren hätten es aber auch gut gemacht, indem sie den ballführenden Akteur im Mittelfeld immer in Überzahl attackierten.

„In den ersten 15 Minuten haben wir noch gut gespielt“, fand Acar. Dies habe sich aber mit dem 1:0 für den Kontrahenten von Süleyman Gencboy geändert. Dem eingewechselten Marius Schramm und Paul Dallmann glückten noch Ehrentore.

SG Aumund-Vegesack II – ATS Buntentor 2:6 (1:1): „Das war eine Katastrophe. Wir hätten das Spiel niemals so hoch verlieren dürfen“, kritisierte SAV-Trainer Luis Serrano Leonor. Dabei begannen die Gastgeber sehr schwungvoll und Stefan Niemczyk besorgte auch das verdiente 1:0 (38.). Er verwertete dabei einen Eckball von Veysel Yasak. Doch aus dem Nichts egalisierte Artur Raffelsiefen bereits wenige Minuten später zum 1:1.

Neun Minuten nach der Pause drehte Raffelsiefen den Spieß mit dem 2:1 endgültig um. Aber eine Viertelstunde vor Schluss nutzte der eingewechselte David Cordes den Abpraller nach einem Pfostenschuss von Karl Simon Jäger zum 2:2. Direkt danach erzielte Magnus Balters jedoch das 3:2 für den Gast.

„Da gingen die Köpfe bei uns runter“, stellte Serrano Leonor fest. Die vier Gegentreffer in den letzten Minuten würden ihn sprachlos machen. „Unsere Kraft und die Konzentration reichen einfach noch nicht für 90 Minuten“, hatte Luis Serrano Leonor aber schließlich doch noch eine Erklärung parat.

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