Handball-Bremenliga der Frauen Deters trifft sogar von der Mittellinie

Die HSG Vegesack-Hammersbeck muss in dieser Saison kleinere Brötchen backen. Nach einer 17:19-Niederlage bei der SG HC Bremen/Hastedt II verharren die Nordbremerinnen im Mittelfeld der Tabelle.
12.03.2019, 15:16
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Karsten Hollmann

Bremen-Nord. Die HSG Vegesack-Hammersbeck muss in dieser Saison der Handball-Bremenliga der Frauen kleinere Brötchen backen und kann nicht ganz oben angreifen. Nach einer 17:19-Niederlage bei der SG HC Bremen/Hastedt II verharren die Nordbremerinnen im Mittelfeld der Tabelle. Dafür greift die HSG Schwanewede/Neuenkirchen dank eines 40:18-Erfolges beim Vorletzten ATSV Habenhausen III weiter nach den Sternen. Wie sich die „Schwäne“ im gestrigen Spitzenspiel (20.45 Uhr) gegen den Tabellenführer TuS Komet Arsten schlugen, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Der SV Grambke-Oslebshausen II hatte mit 20:30 das Nachsehen beim Dritten HSG Delmenhorst II.

HSG Delmenhorst II – SV Grambke-Oslebshausen II 30:20 (13:11): Mit Fehlern in der Offensive lud der SVGO die Gastgeber immer wieder zu Tempogegenstößen ein. Jana Voß und Kim Burdorf brachten die Gäste anfangs allerdings mit 2:0 in Führung. Bis zum 4:4 blieb es dann ein sehr ausgeglichenes Match.

„Wir haben am Anfang sehr gut mitgehalten“, teilte SVGO-II-Spielerin Natascha Rabenhold mit. Die Gastgeberinnen setzte sich im Anschluss jedoch auf 7:4 und später sogar auf 11:7 ab. Bis zum Pausentee verringerten die Nordbremerinnen den Abstand aber wieder bis auf zwei Treffer.

Die zweite Hälfte begann mit einem 10:2-Lauf der Delmenhorster, der natürlich die Entscheidung brachte. Kim Burdorf verzeichnete aber immerhin eine 100-prozentige Quote beim Verwandeln ihrer Siebenmeter.

SV Grambke-Oslebshausen II: Trostmann; Schultze (1), Rabenhold (3), Voß (1), Retzlaff (1), Feldermann (1), Hapke (1), Burdorf (7/5), Bergmann, Siuts (5).

SG HC Bremen/Hastedt II – HSG Vegesack-Hammersbeck 19:17 (9:9): „Wir traten ersatzgeschwächt an“, informierte HVH-Coach Carsten Blum. Nach gutem Start führte der Gast nach 16 Minuten dennoch beim 7:2 mit fünf Toren. „Bis zum 8:4 sah eigentlich alles nach einem klaren Sieg für uns aus. Doch wie in den vergangenen Spielen bereits so häufig leisteten wir uns eklatante technische Fehler, die den Gegner wieder aufbauten“, sagte Blum.

Also glichen die Gastgeberinnen bis zur Pause aus. „Anfang der zweiten Hälfte sah es beim 13:11 so aus, als wenn wir wieder in die richtige Spur finden, konnten in der Folgezeit die Konzentration aber nicht hochhalten und fanden im Angriff zu selten die richtigen Mittel, um zum Torerfolg zu kommen“, ließ Carsten Blum wissen. In diesem Jahr würde es seine Mannschaft bisher nicht schaffen, die gewohnte Leistung über 60 Minuten abzurufen. „Erschwerend kommt natürlich unsere derzeitige Personallage hinzu. Krankheits-, verletzungsbedingte und berufliche Ausfälle führen dazu, dass wir nie vollständig antreten. Es scheint so, als wenn wir das momentan nicht kompensieren können“, sagte Blum.

HSG Vegesack-Hammersbeck: Ludemann; Marlies Kuls, Gerber (6), Rattai (4), Anders (1), Junge (2), Lamcke, Schacht (3), Jasmin Kuls (1).

ATSV Habenhausen III – HSG Schwanewede/Neuenkirchen 18:40 (6:18): „Wir haben von Beginn an sehr konzentriert gespielt und gut in die Partie gefunden“, freute sich HSG-Trainer Ulf Dremel. Sein Team habe früh mit 7:2 geführt und keine Zweifel daran gelassen, den nächsten Sieg holen zu wollen.

Während die Abwehr gut gearbeitet und sich auf die Gastgeberinnen eingestellt habe, hätte der Angriff teilweise zu überhastet abgeschlossen und dadurch einige leichte Ballverluste hinnehmen müssen. Besonders Marissa Deters war beim Titelaspiranten mit 16 Toren sehr gut aufgelegt und erzielte quasi mit dem Halbzeitpfiff von Höhe der Mittellinie das Tor zum 18:6.

„In Durchgang zwei haben wir da weitergemacht, wo wir in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Besonders einfache Tore durch Ballverluste der Habenhauserinnen haben uns dann zur Mitte der zweiten Halbzeit auf 27:11 davonziehen lassen“, sagte Dremel. Erst in den letzten Minuten arbeitete der Favorit in der Abwehr nicht mehr so konzentriert.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen: Rohde-Niehaus, Pein; Dremel, Buth (2), Meierhöfer (5), Hanke (5), Neumann (2), Augustiniak, Deters (16), Jäger (3), Frank (3) Klenner (4).

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+