Fußball

Schlobohm-Hattrick binnen 22 Minuten

SAV spielt beim 4:1 gegen den Tabellennachbarn Habenhauser FV 45 Minuten lang groß auf
11.10.2020, 19:07
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Von Marc Gogol
Schlobohm-Hattrick binnen 22 Minuten

Trifft gegen den Bremen-Liga-Konkurrenten Habenhauser FV offenbar besonders gerne SAV-Torjäger Alexander Schlobohm, der angeschlagen auflief und beim 4:1 einen Hattrick erzielte.

Christian Kosak

Vegesack. Das war ein Befreiungsschlag für die SG Aumund-Vegesack in der Fußball-Bremen-Liga. Ungefährdet mit 4:1 (4:0) schickten die Nordbremer den Tabellennachbarn Habenhauser FV auf die Heimreise – dank eines Dreierpacks von Torjäger Alexander Schlobohm in der ersten halben Stunde.

„Man hat gesehen, dass wir auf einen Spieler wie ihn nicht verzichten können“, sagte SAV-Trainer Björn Krämer, der seinen Stürmer trotz Leistenbeschwerden von Anfang an auflaufen ließ. Auch weil andere Offensivkräfte wie Bashkim Toski und Abdullah Basdas weiterhin ausfielen.

Ein Schachzug, der im Vegesacker Stadion Wirkung zeigte. Die erste gefährliche Aktion nach rund vier Minuten hatte Alexander Schlobohm im Duell mit Habenhausens Torhüter Michael Mittmann, wenig später wurde der SAV-Stürmer nur vom Abseitspfiff gestoppt. Dann traf Clifford Stecher das Außennetz. Und in der neunten Minute fiel endlich das längst fällige 1:0 (9.), als Alexander Schlobohm eine kluge Querablage von Marcel Burkevics einnetzte.

„Wir sind extrem gut ins Spiel gekommen, hatten so gleich drei, vier gute Situationen in den ersten zehn Spielminuten, und das war heute wichtig auf dem tiefen Platz“, merkte Björn Krämer an, der in der Folgezeit weiter elanvoll angreifende Vegesacker Akteure zu sehen bekam.

Da war dann Ali Dag, der an Michael Mittmann scheiterte, den Nachschuss von Christian Böhmer parierte der am Boden liegende HFV-Schlussmann ebenfalls (12.). Zehn Minuten später erzwang die SAV einen Eckball, den Enes Ömer Sarikaya präzise auf den Kopf von Alexander Schlobohm schlug – 2:0. Ali Dags genaue Flanke in der 31. Minute wuchtete Alexander Schlobom per Flugkopfball in die Maschen – perfekt war der Hattrick für den SAV-Stürmer, der gegen Habenhausen besonders gerne trifft.

„Das war nun schon zum wiederholten Mal ein Dreierpack von Schlobohm gegen uns“, seufzte Habenhausens Trainer Wilco Freund, der nicht sagen konnte, wo seine Mannschaft in den ersten 45 Minuten gewesen war. Auf dem Platz jedenfalls seiner Ansicht nach nicht. „Das war in Teilen schon Unvermögen“, kritisierte der Gäste-Trainer. Das wenig zupackende Auftreten des Habenhauser FV nutzte Ali Dag noch zum 4:0 (41.), als er leichtfüßig in den Strafraum eindrang und präzise an den Innenpfosten ins lange Eck traf.

„In der zweiten Halbzeit haben wir dann nicht mehr ganz so gut verteidigt, die Ordnung etwas verloren, und es kam ein bisschen Unruhe rein“, beschrieb Björn Krämer den Verwaltungsmodus, in den seine Kicker nach dem Seitenwechsel schalteten. Dennoch, mit der neuen Grundordnung konnten die Nordbremer die Gäste bis auf drei Szenen, in denen Bremen-Liga-Rückkehrer Rene Schmidt mit sehr guten Paraden die Null für die SG Aumund-Vegesack festhielt, im Zaum halten. „Es war in den letzten Wochen für uns kein einfacher Verlauf“, betonte Björn Krämer, „wir haben heute aber von Beginn an die neue Grundordnung umgesetzt, was unfassbar wichtig war“.

Der Nordbremer Coach lobte in diesem Zusammenhang beispielsweise ausdrücklich Mehmet Polat, der in der Dreierkette einen sehr guten Job gemacht habe. „Er hat die Mannschaft immer wieder gepusht“, so Björn Krämer.

Jetzt sollen die Vegesacker aus der Gala-Vorstellung in der ersten Halbzeit möglichst Auftrieb für die nächsten Spiele bekommen. „Ich lasse heute in der Ansprache ans Team alles Negative weg und betrachte nur das Positive“, hob Björn Krämer hervor. So spielte das späte Gegentor für ihn auch nur eine untergeordnete Rolle. Fahrudin Ramic war der Ball bei einem Schuss vom eingewechselten Markus Zimmermann an die Hand gesprungen. HFV-Kapitän Philipp Schiller ließ Rene Schmidt vom Elfmeterpunkt beim 1:4 keine Abwehrchance (89.).

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