Fußball

Corona-Quarantäne beeinflusst Topspiel

Verbandsliga-A-Junioren vom JFV Bremen müssen sich mit einem 2:2 gegen JFV Bremerhaven begnügen
06.10.2020, 15:56
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann
Corona-Quarantäne beeinflusst Topspiel

Zion-Ndubuisi Ukachukwu (links) erzielte beim 5:1-Sieg des Blumenthaler SV gegen OT Bremen zwei Treffer.

CARMEN JASPERSEN

Bremen-Nord. Das war schon schlechtes Timing. Ausgerechnet in dem Spitzenspiel der Fußball-Verbandsliga der A-Junioren fehlten dem JFV Bremen um Trainer Sören Seidel drei Spieler wegen einer Corona-Quarantäne, zwei weitere waren angeschlagen. So mussten sich die Nordbremer Nachwuchs-Akteure mit einem 2:2-Unentschieden beim JFV Bremerhaven begnügen.

Der JFV Bremen ist jetzt mit zwei Punkten Abstand auf Tabellenführer TuS Komet Arsten Vierter. Der Blumenthaler SV holte auch ohne seinen Cheftrainer Michael Müller und dessen Sohn Matteo Müller beim 5:1-Sieg über den OT Bremen den dritten Dreier in Serie.

JFV Bremerhaven – JFV Bremen 2:2 (2:1): Sören Seidel musste sein Team umbauen und beorderte seine Offensivkraft Leon Föge in die Abwehrzentrale. „Die erzwungene Rotation machte sich bemerkbar. Es fehlte auch die Aggressivität in den Zweikämpfen“, bemängelte Seidel. Nach zwölf Minuten liefen die Nordbremer erst einmal einem Rückstand hinterher. Zejnedin Okanovic stellte den Ausgleich zum 1:1 her. Sein erster Versuch mit links wurde zwar noch geblockt, doch dann setzte Okanovic mit einem Schuss mit dem rechten Fuß ins kurze Eck nach (28.).

Sechs Minuten später gerieten die Gäste erneut ins Hintertreffen. Torwart Mattis Meißner wurde nach einem Freistoß angegangen, und ließ den bereits sicher geglaubten Ball noch aus den Händen fallen – Lasse Cordts staubte zum 2:1 ab.

„Den heftigen Kontakt hätte man auch durchaus pfeifen können“, versicherte Sören Seidel, der seine Mannschaft in der zweiten Hälfte umstellte. Seidel opferte einen Sechser zugunsten eines zweiten Stürmers. Der Gast erhöhte auch den Druck und verbuchte in der 70. Minute den Ausgleich zum 2:2. Granit Durmesi war nach einem Eckball von Lukas Koch mit dem Kopf zu Stelle.

Nach einer Roten Karte gegen einen Seestädter schmissen die Nordbremer noch einmal alles nach vorne, um das Siegtor zu erzwingen. Doch Leonardo Cristescu visierte auf Flanke von Lukas Koch nur die Unterkante der Querlatte an. Granit Durmesi schrammte zudem aus drei Metern nur um Haaresbreite an einer Hereingabe von Ishan Sataew vorbei. „Es waren zwei liegen gelassene Punkte“, bedauerte Sören Seidel.

Blumenthaler SV – OT Bremen 5:1 (3:1): Weil Michael Müllers Ehefrau sich in Quarantäne befand und ihr Corona-Test noch ausstand, verzichteten Michael und Matteo vorsichtshalber auf die Partie gegen OT. „Wir hatten eine gute Einstellung“, freute sich Co-Trainer Samir Mahjoub. Allerdings habe sich der BSV zeitweise dem Niveau des Gegners angepasst. Nur wenn seine Formation mal schnell kombiniert habe, seien auch Tore gefallen. „Das haben wir aber leider zu selten so gemacht“, erklärte Mahjoub. Das 1:0 von Abdul-Hakim Malek sei jedoch schön über den Flügel vorbereitet worden. Kevin-Madiou Bah schob elf Minuten später das 2:0 nach, ehe es die Gäste mit dem 1:2 von Meiko Vennekamp doch noch einmal spannend machten.

Abdul-Hakim Malek stellte aber noch im ersten Abschnitt den alten Abstand wieder her. Zion-Ndubuisi Ukachukwu brachte den Sieg mit einem Doppelpack endgültig unter Dach und Fach. Dabei markierte Ukachukwu ein Kontertor und einen Kopfballtreffer nach einem Eckball von Maciej Stenzel. „Im Großen und Ganzen war die Vorstellung meiner Mannschaft okay“, resümierte Samir Mahjoub. Ein besonderes Lob verteilte Mahjoub an seinen im Tor aushelfenden Feldspieler Oguzhan Topdur, der für den verletzten Jean-Pascal Meißner eingesprungen war. „Oguzhan hat noch ein paar Dinger gut gehalten. Ich bin glücklich, dass er sich zur Verfügung gestellt hat“, erklärte Samir Mahjoub.

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