SV Eintracht Aumund Einblicke in den Corona-Alltag

Doris Burdorf ist rund 40 Jahre Mitglied beim SV Eintracht Aumund und freut sich bereits auf das Treffen mit Freunden an der Weser.
17.02.2021, 15:59
Lesedauer: 2 Min
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Von OSH

Das gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Leben ist coronabedingt seit fast einem Jahr eingeschränkt oder steht gänzlich still. Und jetzt gibt es seit geraumer Zeit auch noch die Aufforderung, ins Homeoffice zu gehen. Wann ist für uns alle wieder Land in Sicht? Wann kann endlich wieder in Hallen und auf Freiluftplätzen Mannschaftssport oder Individualsport in gewohnter Form getrieben werden? „DIE NORDDEUTSCHE“ fragt bei Sportlern, Trainern und Funktionären nach, wie sie die Situation aktuell erleben, wie sie den Weg zurück in die Normalität skizzieren und was sie am meisten vermissen. Heute die Schriftführerin im Fußball-Kreis Bremen-Nord: Doris Burdorf.

Welche Veränderungen hat es in Ihrem beruflichen Alltag in Zusammenhang mit Corona gegeben?

Doris Burdorf: Bei mir gibt es keine beruflichen Veränderungen. Zwei- bis dreimal in der Woche bin ich bei einem Lieferservice tätig und teile mit Maske Mittagsessen für die Fleischerei Dohrmann aus.

Corona heißt ja auch: Weniger persönliche Kontakte und weniger Bewegung. Wie gleichen Sie diese beiden Einschränkungen aus?

Ich habe mir eine Uhr zugelegt, die meine Schritte zählt. Ich versuche 10.000 Schritte am Tag zu machen, was nicht immer klappt. Da meine Mutter bei uns im Hause wohnt, sehe ich sie plus meine Enkelkinder, die ich betreue. Meine persönlichen Kontakte, auch zu meinen Kindern Laura und Steffen, haben sich nicht groß verändert. Im Gegensatz zu den jüngeren Leuten, die schon sehr eingeschränkt werden.

Sie verbringen viel mehr Zeit als gewöhnlich zu Hause. Gehören Sie zu denen, die Projekte gestartet haben, die schon lange Mal angegangen werden sollten?

Ich habe die erste Zeit es schon genossen, keine großen Aufgaben zu haben. Man ist am Wochenende nicht als Erste aufgewacht, um zu überlegen, ob man zu den Punktspielen noch Würstchen besorgen muss - haben wir noch genug Bier? So habe ich viel Zeit im Garten verbracht. Aber jetzt kann es allmählich mit dem Fußball doch wieder losgehen.

Nutzen Sie häufig die Möglichkeit, sich Fertiggerichte zu holen oder bringen zu lassen oder stehen Sie jetzt eher öfter und länger in der Küche und zaubern in aller Ruhe Ihr Lieblingsgericht, wenn ja welches und wie?

Ich habe eigentlich schon immer gerne gekocht. Aber dank Corona habe ich noch mehr Zeit dafür. Ich habe zum Beispiel ein uraltes Brotrezept von einem befreundeten Bäcker und so backe ich jetzt regelmäßig Brot. Ich bin übrigens auf meinem Computer auch angefangen, mir ein Kochbuch einzurichten. Ich probiere gerne etwas Neues aus. So habe ich zum Beispiel ein überbackenes Blumenkohlsteak gemacht oder Lachs mit Meerrettichsahne plus die traditionellen Gerichte wie Grünkohl.

Welche Rolle spielt bei Ihnen seit Corona die Unterhaltungs-Elektronik?

Bei uns in der Familie gibt es eigentlich nur Fußball. Wenn dort Pause ist, sehen wir uns die anderen Sportarten wie Wintersport und Tennis an. Wir haben zwar seit anderthalb Jahren Netflix, aber es hält sich bei uns schon in Grenzen.

Wie wird nach Ihrer Einschätzung die zeitliche Rückkehr in die Normalität aussehen?

Ich denke, dass es im Sommer wieder losgeht. Vielleicht klappt es ja auch schon zu Pfingsten, mit dem Wohnwagen in den Urlaub zu fahren.

Worauf freuen Sie sich in der Zeit nach Corona am meisten?

Ich freue mich schon auf das Treffen mit Freunden. Am Vegesacker Hafen ein Bierchen zu trinken. Mit dem Schiff zum Werderspiel ins Stadion zu fahren oder abends beim Lieblings-Griechen zu speisen – und einen Ouzo zu trinken.

Info

Zur Person

Doris Burdorf (59)

ist rund 40 Jahre Mitglied beim SV Eintracht Aumund und seit 2007 Schriftführerin im Fußball-Kreis Bremen-Nord.

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