Handball-Bremenliga der Frauen

in glänzender Verfassung

Kristina Gerber hat beim Saisonauftakt nach Belieben getroffen. Die Torjägerin erzielte beim 28:15-Erfolg ihrer HSG Vegesack-Hammersbeck 16 Tore gegen ATSV Habenhausen II.
10.09.2019, 15:38
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Von Karsten Hollmann
in glänzender Verfassung

Kristina Gerber (am Ball) traf für die HVH gegen Habenhausen II nach Belieben.

Maximilian von Lachner

Bremen-Nord/Schwanewede. Kristina Gerber hat sich zum Saisonauftakt in der Handball-Bremenliga der Frauen bereits in glänzenden Verfassung präsentiert. Die Torjägerin erzielte beim 28:15-Erfolg ihrer HSG Vegesack-Hammersbeck 16 Tore. Einen Auftakt nach Maß erwischte auch die HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit einem 22:17-Derbyerfolg beim SV Grambke-Oslebshausen II. Die HSG Lesum/St. Magnus brach bei der 18:35-Pleite beim TS Woltmershausen II in der Schlussphase komplett ein.

SV Grambke-Oslebshausen II – HSG Schwanewede/Neuenkirchen 17:22 (8:11): „Zu Beginn des Spiels haben wir gut herausgespielte Torchancen nicht konsequent genutzt. Dies führte gleich zu einem 1:4-Rückstand“, berichtete die neue SVGO-Trainern Kirsten Janik. Insgesamt sei ihr Team im Rückzugsverhalten zu langsam gewesen. „Eine fehlende Cleverness im Abwehrverhalten war dann der endgültige Knackpunkt im Spiel. Wir haben uns in Überzahl drei Gegenstoßtore eingefangen“, teilte Janik mit. Zufrieden sei sie jedoch mit der Angriffsleistung von Anna-Lena Retzlaff und Stephanie Siuts gewesen. „Die Niederlage war verdient. Die Vorbereitung lief nicht optimal, Daher fehlen im Zusammenspiel, insbesondere in der Abwehr, noch automatisierte Abläufe. Außerdem ist unsere Abschlussquote deutlich zu verbessern“, fordert Kirsten Janik.

Bei den Gästen hat es einen größeren personellen Umbruch gegeben. Janina Lehmann löste auch Ulf Dremel als Coach ab. „In der Abwehr hatten wir anfangs noch kleiner Wackler, die aber eine starke Sandra Pein im Tor ausgebügelt hat“, ließ Ulf Dremel wissen, der die urlaubende Janina Lehmann vertrat. Mit zunehmender Spieldauer seien die Gäste immer sicherer geworden. „Im zweiten Durchgang haben wir aber zumindest in der Abwehr wieder gut und konzentriert gearbeitet und hatten mit Selina Garstka wieder eine starke Torfrau“, informierte Dremel.

SV Grambke-Oslebshausen II: Zachow, Schultze (1), Hänisch (1), Voß (1), Retzlaff (3), Feldermann, Fislage (1), Rabenhold (1), Schmidt (2/1), Burdorf, Grieme (3), Siuts (4/1), Frese.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen: Pein, Garstka; Pein (1), Neumann (2), Elfers, Deichsel (2), Hanke (7), Schnug (1), Hasselmann (1), Augustiniak (2/1), Jäger (4/2), Thrun, Janik (2).

ATSV Habenhausen II – HSG Vegesack-Hammersbeck 15:28 (8:16): „Es war ein toller Start in die Saison. Schon nach zwölf Minuten beim Stande von 8:3 sah man, dass Habenhausen II völlig überfordert mit unserem Angriffsspiel war“, sagte HVH-Coach Carsten Blum. Immer wieder setzte der Gast seine Goalgetterin Kristina Gerber gut in Szene, die alleine in den ersten 30 Minuten neun Tore anbrachte. Die Gastgeberinnen änderten zwar zur zweiten Halbzeit ihre Taktik, fanden aber auch nach der Umstellung der Abwehr kein richtiges Mittel, um den Angriffswirbel der Nordbremerinnen zu stoppen. „Wir ließen aber auch zu keiner Zeit nach„, berichtete Blum und schwärmte von einem “ganz starken Auftritt meiner Mannschaft“.

HSG Vegesack-Hammersbeck: Ludemann, Marlies Kuls; Krüger, Rattai (2), Lamcke (2), Gerber (16/1), Anders (2), Schacht (3), Jasmin Kuls (1), Zielonka (2)

TS Woltmershausen II – HSG Lesum/St. Magnus 35:18 (16:13): „Wir sind nervös gestartet, konnten uns nach einer 2:0-Führung für Woltmershausen aber fangen und zum 4:4 ausgleichen“, ließ HSG-Trainerin Jutta Junge wissen. Bis fünf Minuten vor der Pause blieben die Gäste dann auf Tuchfühlung. „Meine Mannschaft hat sich die Chancen super herausgespielt. Hätten wir diese konsequenter genutzt, dann hätten wir auch durchaus in Führung gehen können“, meinte Junge. In den letzten Minuten hätte sich ihr Team leichtfertige Fehler erlaubt, sodass die Gastgeberinnen mit einer Drei-Tore-Führung in die Kabine gingen. „In der zweiten Halbzeit konnten wir leider nicht mehr an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen“, bedauerte Jutta Junge. Maximal die ersten zehn Minuten seien noch akzeptabel gewesen. Nach einem 15:20 warfen die Lesumerinnen 15 Minuten lang kein Tor mehr und luden den Gegner mit leichtfertigen Ballverlusten zu Tempogegenstößen ein.

HSG Lesum/St. Magnus: Jung; Fleckenstein (4/2), Albert (2/1), Steinwede (1), Losch (2/1), Messer (3), Bothe (2), Piprek (1), Taucke (2), Jantzen (1), Mehrtens.

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