Fußball-Landesliga Bremen

Landesliga-Derby auf dem Heidberg

Im Derby stehen sich am viertletzten Spieltag an diesem Sonnabend der TSV Lesum-Burgdamm und die DJK Germania Blumenthal gegenüber. Der SV Lemwerder empfängt am Sonntag den Aufsteiger SV Hemelingen.
03.05.2019, 16:17
Lesedauer: 3 Min
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Von Marc Gogol

Bremen-Nord. In einem Nordderby der Fußball-Landesliga Bremen stehen sich am viertletzten Spieltag an diesem Sonnabend der TSV Lesum-Burgdamm und die DJK Germania Blumenthal gegenüber. Der SV Lemwerder empfängt am Sonntag den frischgebackenen Bremen-Liga-Aufsteiger SV Hemelingen, während der SV Grohn spielfrei ist.

TSV Lesum-Burgdamm – DJK Germania Blumenthal: „Ich möchte mich mit drei Punkten aus dem Derby verabschieden“ sagt Lesums Trainer Bayram Özkul. Ein frommer Wunsch angesichts der anhaltenden Personalnot bei den Lesumern, denn auch vor dem Ortsduell herrscht in Lesum das Prinzip Hoffnung vor, was das Aufbieten einer schlagkräftigen und vor allem vollzähligen Truppe anbelangt. „Es ist ein Heimspiel und ein Derby, eventuell hat ja der eine oder andere Spieler Lust und Ehrgeiz, sich zu beteiligen“, klingt Bayram Özkul nicht gerade zuversichtlich angesichts der Erfahrungen der vergangenen Wochen mit immer wieder kurzfristigen Absagen und verletzungsbedingten Ausfällen. Für ihn als Trainer ist die Partie gegen die DJK jedenfalls noch einmal eine besondere Motivation, ein schönes Spiel abzuliefern, ähnlich wie im Hinspiel, das nur knapp mit 1:2 verloren wurde.

„Wahrscheinlich wird es aber eine einseitige Geschichte“, so Bayram Özkul. Verzichten muss er auf alle Fälle auf Izzet Bekar, der sich in Hemelingen eine Gelb-Rote Karte eingehandelt hat. Gerade dieser Spieler hatte sich besonders auf das Spiel gegen seine ehemaligen Mannschaftskollegen gefreut.

Mit dem zu erwartenden Pflichtsieg auf dem Heidberg kann die DJK den Klassenerhalt bei dann zehn Punkten Vorsprung auf den SV Grohn und noch drei ausstehenden Spieltagen perfekt machen. „Dann hätten wir mit Sicherheit unser Saisonziel erreicht, die Liga zu halten und könnten uns dann schon auf die neue Saison konzentrieren“, sagt DJK-Trainer Aydin Pekyalcin. Doch zuvor nimmt er seine Mannschaft noch einmal in die Pflicht: „Wir dürfen und werden Lesum nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mit dem Gedanken, dass wir die drei Punkte sicher haben, wird es nicht funktionieren. Wir müssen von Anfang an konzentriert spielen und das abrufen und umsetzen, was wir uns vornehmen. Und dann müssen wir das Spiel dirigieren“, so der DJK-Coach über seine Vorstellungen. „Im Hau-Ruck-Verfahren wird es nicht gehen“, fügt er hinzu. Auch das knappe Hinspiel-Ergebnis wird Aydin Pekyalcin seinen Akteuren noch einmal als Warnung mit auf den Weg geben. Wichtig ist, was am Ende des Spiels auf der Anzeigetafel steht, denn in den letzten Spielen haben die Blumenthaler immer noch eine gute Ausgangsposition in der Schlussphase der Partien aus der Hand gegeben. Bei der DJK sind alle Mann an Bord und freuen sich auf das Derby.

Sonnabend, 15 Uhr, Heidberg

SV Lemwerder – SV Hemelingen: Man muss abwarten, wie die Gäste die Aufstiegsfeierlichkeiten nach dem 4:1-Heimsieg über den FC Huchting am Dienstagabend weggesteckt haben. „Vielleicht ist etwas Druck von ihnen abgefallen“, spekuliert SVL-Trainer Norman Stamer, der hofft, gegen den Liga-Primus vernünftig gegenhalten zu können. Darum möchte er auch gerne auf dem kleineren Kunstrasenplatz in Lemwerder spielen, anstelle des zur Verfügung stehenden Rasenvierecks. Sein dünner Kader und die zum Saisonende hin dürftige Trainingsbeteiligung zwingen ihn dazu.

„Wir versuchen, etwas mitzunehmen und ein gutes Spiel zu zeigen. Schön wäre, vorne so gefährlich wie beim 4:2 in Huchting zu sein. Dann könnten wir Hemelingen auf dem Weg zur Landesliga-Meisterschaft vielleicht ein bisschen behindern“, so Stamer. Im Hinspiel, das die Lemwerderaner nur knapp mit 0:1 verloren, gelang den Stamer-Schützlingen eine gute zweite Halbzeit, da waren sie personell allerdings auch noch besser aufgestellt. So fehlen gegen Hemelingen Levon Hayrapetyan und Pawel Kail aus privaten Gründen. Hinzu kommen die Langzeitverletzten Daniel Bahlhorn, André Niedzulka und Mirko Ohlzen.

So., Kunstrasenplatz Lemwerder, 15 Uhr

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