Fußball-Landesliga

Mehr Kellerduell geht nicht

Mit der Partie des Tabellenvorletzten SV Grohn gegen Schlusslicht TSV Lesum-Burgdamm steigt am Sonntag um 14 Uhr am Oeversberg das absolute Kellerduell in der Fußball-Landesliga.
16.11.2018, 16:39
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Von Marc Gogol
Mehr Kellerduell geht nicht

Carsten Eckinger (am Ball) tritt mit dem TSV Lesum-Burgdamm zum Kellerduell beim SV Grohn an. Lesums Trainer Bayram Özkul sieht sein Team erstmals in dieser Saison in der Favoritenrolle.

Maximilian von Lachner

Bremen-Nord. Mit der Partie des Tabellenvorletzten SV Grohn gegen Schlusslicht TSV Lesum-Burgdamm steigt am Sonntag um 14 Uhr am Oeversberg das absolute Kellerduell in der Fußball-Landesliga. Außerdem reist der SV Lemwerder bereits an diesem Sonnabend zum Bremen-Liga-Absteiger VfL 07 Bremen, während die DJK Germania Blumenthal einen Tag später den TSV Melchiorshausen empfängt.

SV Grohn – TSV Lesum-Burgdamm: Was sind das für alarmierende Vorzeichen vor diesem Ortsderby. Beide Mannschaften müssen punkten, für beide Teams geht es eigentlich bereits um Alles oder Nichts. Verlieren die Grohner, würde das ihren Negativlauf von zuletzt neun Niederlagen in Folge bestätigen, und der Trainerwechsel von Celestin Zurek zu Torben Reiß wäre ohne Effekt geblieben. Für die Gäste vom Heidberg zählt nur ein Dreier, denn ansonsten wäre der Anschluss an die Nichtabstiegsplätze wohl zunächst einmal verloren gegangen. So dürften beide Mannschaften das Spiel von Beginn an höchst motiviert angehen und sich eine interessante Auseinandersetzung entwickeln.

Bei den „Husaren“ gab es zwei Trainingseinheiten, in denen sich der bisherige Teammanager Torben Reiß nun direkt vom Zustand der Mannschaft überzeugen konnte. „Ich bin zuversichtlich, dass wir vernünftig vorbereitet in das Spiel gehen“, berichtet Torben Reiß von seinen Eindrücken. „Die Trainingsbeteiligung war gut, und alle werden motiviert antreten und versuchen, den Hebel umzulegen.“ Jannis Kurkiewicz und Wladislaw Pfeifer sind ein letztes Mal gesperrt, hinzu kommt Kai Michaelis, der verhindert und zugleich angeschlagen ist. Neben diesen Ausfällen ist bei den Gastgebern das Mitwirken von Ismail Zivoli, Dennis Magull und des grippegeschwächten Tristan Geier zurzeit fraglich.

Die Gäste müssen laut Planung von Trainer Bayram Özkul lediglich auf Philip Ruholl, einen ihrer stärkeren Akteure, mit einer Prellung am Fußgelenk verzichten, ansonsten können sie aus dem Vollen schöpfen. Angesprochen auf die Situation beim Gegner sagt Bayram Özkul: „Wir wollen die Unruhe bei Grohn nutzen. Wir sind zwar enorm unter Druck und Zugzwang, aber ich denke, wir sind das erste Mal in dieser Saison der Favorit vor einem Spiel.“ Kämpferisch und auch spielerisch hat der TSV-Coach in den letzten drei Spielen seiner Mannschaft eine Leistungssteigerung festgestellt, was dazu führte, dass Lesum nicht mehr ganz so böse wie noch zuvor unter die Räder gekommen ist.

„Was die Kondition und die Kraft angeht, haben sich meine Spieler sehr gesteigert“, gibt Bayram Özkul an. Alle wissen, worum es geht und wollen die Durststrecke unbedingt beenden. „Dafür müssen wir wie in einigen Halbzeiten zuletzt mutig spielen, aber die Verteilung von Geschenken abstellen“, meint der Lesumer Trainer.

Sonntag, 14 Uhr, Oeversberg

VfL 07 Bremen – SV Lemwerder: Aus den nächsten drei Spielen – es folgen nach dem Gastspiel in Findorff die Partien bei OT Bremen und zu Hause gegen den SV Grohn – will Norman Stamer, Trainer des SV Lemwerder, endlich Punkte holen. Das 2:2-Unentschieden gegen die DJK Germania Blumenthal am vergangenen Sonntag war ihm definitiv zu wenig. Allerdings fallen mit Kapitän Fabian Wilshusen (fünfte Gelbe Karte), Steven Holstein (Bänderriss), Sandro Iacovozzi und Levon Hayrapetyan (beide Knieprobleme) sowie Frank Schach und Peter Jascha Begkondu (beide beruflich verhindert) eine ganz Reihe von Spielern aus. „So müssen wir noch enger zusammenrücken und gemeinschaftlich auftreten“, appelliert Norman Stamer an den Teamgedanken seiner Spieler. Auswärts könne man zudem befreit aufspielen und sich belohnen, meint Stamer. Mit Punkten will sich der SVL-Coach auch in der Tabelle der Landesliga endlich von unten absetzen. „Dazu müssen wir die taktischen Vorgaben umsetzen und den Gegner vor Aufgaben stellen, uns zu knacken“, so der Trainer des Tabellenelften. Stamer: „Wir wollen aus Findorff etwas mitnehmen.“

Sbd., 14.30 Uhr, BSA Nürnberger Straße

DJK Germania Blumenthal – TSV Melchiorshausen: Warum soll nicht auch gegen die Niedersachsen für die „Germanen“ etwas möglich sein? Das Team von Trainer Aydin Pekyalcin steht in der Tabelle schließlich nur einen Rang und einen Punkt hinter den Gästen. Obwohl Aydin Pekyalcin den Gegner nach eigener Spielbeobachtung als technisch gute und versierte Mannschaft durch alle Mannschaftsteile hindurch einschätzt, weisen die Akteure von der B6 eine ähnliche Bilanz wie die Nordbremer auf. „Sie haben robuste Spieler und gehen auf Pressing. Auch in der Defensive“, so der DJK-Übungsleiter, der sich auf ein sehr interessantes Spiel einstellt. „Wir wollen mindestens einen Punkt zu Hause behalten“, so der Coach. „Wir haben gut trainiert, und die Laune bei den Spielern ist bestens.“

Ein wenig gefreut hat die DJK-Spieler, dass sie am vergangenen Wochenende mit dem 2:2 die lange Siegesserie des SV Lemwerder geknackt haben. Aber nur ein wenig. „Wir werden sicher nicht überheblich werden, sondern wieder diszipliniert aufspielen und unsere Leistung abrufen“, kündigt Aydin Pekyalcin an. Die Platzwahl – Natur- oder Kunstrasen – lässt er noch offen.

Sonntag, 14 Uhr, Burgwall

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