9. Cup um das Blaue Band von Vegesack Mit Schnupfen auf dem Wasser

13 Kutterpull-Mannschaften haben sich vor der Gezeitenstation in Vegesack einen harten Wettkampf geliefert.
23.09.2019, 18:42
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Pfeiff

Vegesack. Es ist für Nordbremer mittlerweile ein vertrautes Bild: Hunderte Schaulustige versammelten sich an der Weserpromenade in Höhe der Gezeitenstation. Mannschaften werden begutachtet, die eigenen Favoriten im Kutterpullen lautstark angefeuert. In Pavillons im Stadtgarten warten die Mitglieder weiterer Teams derweil auf ihren nächsten Einsatz und nutzen die Pausen für taktische Mannschaftsbesprechungen. Dieses Bild bot sich jetzt einmal mehr anlässlich des mittlerweile 9. Cups ums Blaue Band.

Traten in der Vergangenheit noch weit über 20 Teams in Vegesack an, sind es in diesem Jahr knapp 13 Mann- und Damenschaften gewesen. Mehr als die Hälfte stammten direkt aus dem Bremer Norden; weitere Teilnehmerteams reisten aus Brake, Elsfleth und Bremen an. Bei nahezu allen Teilnehmerteams handelt es sich laut Organisator Thorsten Kemper um alte Bekannte, die zu regelmäßigen Teilnehmern des „Cups ums blaue Band“ zählen. Einzig die – ebenfalls unter dem Dach der Vegesacker Jungs pullenden – Reusenrammer traten erstmals als neue Team an. Dennoch handelt es sich um bekannte Gesichter: „Unsere Teammitglieder haben in den Vorjahren immer wieder bei anderen Teams ausgeholfen, wenn personelle Not herrschte“, erklärte Reusenrammer-Mitglied Andree Wenzel. Dass sein Team nach den Vorläufen bereits im Viertelfinale im K.-o.-System ausschied, betrübte Wenzel nicht allzu sehr. Stattdessen überwog die Freude über die Teilnahme: „Ursprünglich wollten wir schon im Vorjahr erstmals dabei sein; das hat aufgrund der kurzfristigen Turnierabsage ja nicht geklappt.“ Im vergangenen Jahr hatte das Wetter dafür gesorgt, dass der Cup nicht ausgefahren werden konnte.

Die sinkende Teilnehmerzahl wurmt die Verantwortlichen. „Die Tendenz ist in diesem Jahr eindeutig sinkend“, befand Thorsten Kemper, der im Jahr 2016 den Vorsitz des Teams „Vegesacker Jungs“, das sich einst aus den Reihen der Gewosie formierte, übernommen hat. Die Frage, ob die Popularität des Kutterpullens allmählich im Sinken begriffen ist, konnte am Sonnabend nicht eindeutig beantwortet werden. Eine Rolle könnte die aktuelle Erkältungswelle gespielt haben. „Insgesamt hatten sich 18 Teams angemeldet; fünf haben jedoch kurzfristig abgesagt“, gab Kemper zu Protokoll. Einige haben sich vom Schnupfen nicht abhalten lassen, wie Nicole Garber von den „Vegesacker Havenfilous“ erklärte: „Von unseren zehn Teammitgliedern sind neun heute gesundheitlich ziemlich angeschlagen“.

Entsprechend angespannt wirkte die Teamchefin vor dem Halbfinalrennen, in dessen Rahmen die „Havenfilous“ aus den Reihen des MTV Nautilus bei einem Lokalderby gegen die „Vegesacker Kutterdeerns“ antreten, die ebenso den „Vegesacker Jungs“ angehören. Auf dem Wasser mussten sich die „Havenfilous“ knapp der Damenmannschaft geschlagen geben, die sich vor fünf Jahren auf eine Zeitungsannonce der „Vegesacker Jungs“ hin zusammenfand und seither jährlich Kutterpull-Regatten im norddeutschen Raum absolviert.

Am Ende des Tages sicherten sich die „Vegesacker Kutterdeerns“ den ersten Rang. Bei den Herren platzierten sich die Bremer „Lokomotive Pusdorf“ und „Uno‘s Eleven“ aus Brake vor dem lokalen Team „Horizont“.

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