Fußball-Verbandsliga der A-Junioren

Der JFV Bremen meldet sich zurück

Der JFV Bremen konnte sich nach seinem 6:1-Sieg über den Bremer SV nicht so richtig über die Tabellenführung freuen, da JFV Bremerhaven am grünen Tisch einen Sieg zugesprochen bekam.
14.10.2020, 14:17
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann
Der JFV Bremen meldet sich zurück

Der JFV Bremen (hier mit Zejnedin Okanovic, vorne links) bezwang den Bremer SV in der Verbandsliga A-Junioren mit 6:1.

Olaf Schnell

Der JFV Bremen konnte sich nach seinem 6:1-Sieg über den Bremer SV nicht so richtig über die Tabellenführung in der Bremer Fußball-Verbandsliga der A-Junioren freuen. Da der FC Oberneuland II nicht spielberechtigte Akteure bei seinem 2:2-Remis gegen den JFV Bremerhaven einsetzte, bekamen die Seestädter am grünen Tisch einen Sieg zugesprochen und lösten somit den JFV an der Spitze wieder ab. Der Blumenthaler SV enttäuschte zudem bei seiner 0:2-Niederlage beim BSC Hastedt auf ganzer Linie.

JFV Bremen – Bremer SV 6:1 (3:1): „Unsere ersten 20 Minuten im Spiel gegen einen motivierten Gegner waren richtig gut“, schwärmte JFV-Coach Sören Seidel. Tjorven Bruns und Benjamin Friesen, mit einem Doppelpack, verliehen der temporeichen und überlegenen Spielweise auch mit ihren Treffern zum 3:0 Ausdruck. Tjorven Bruns köpfte das Spielgerät nach einem Eckball von Zejnedin Okanovic zum 1:0 ins Netz. Auch das 2:0 von Benjamin Friesen, der mit einem Schuss in die lange Ecke ins Schwarze traf, fädelte Okanovic ein.

Dem Kopfballtor von Benjamin Friesen zum 3:0 ging wiederum ein Eckball von Zejnedin Okanovic voraus. „Doch dann haben unsere Jungs einen Gang runtergeschaltet“, bedauerte Seidel. Mit einem Fernschuss verringerte Lamin Sanneh auch den Abstand.

Erst in den zweiten 45 Minuten gaben die Hausherren wieder Vollgas. „Da war es ein Spiel auf ein Tor. Ich muss jedoch unsere Chancenverwertung bemängeln“, sagte Sören Seidel. Beim 4:1 setzte sich Benjamin Friesen auf dem Flügel durch und bediente den Torschützen Granit Durmesi mit einem Flachpass. Auch das 5:1 ging auf das Konto des Jokers. Dabei leistete Zejnedin Okanovic seine vierte Torvorlage. Ausgangspunkt für das 6:1 war eine Hereingabe von Lukas Koch.

Nikolas Doye nahm den Ball im Anschluss auf und brachte diesen scharf vor das gegnerische Gehäuse. Dabei machte Joel Schneider mit einem Eigentor das halbe Dutzend Treffer voll. „Die Leistung war in Ordnung – wir sind aber viel zu fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen“, bilanzierte Seidel.

BSC Hastedt – Blumenthaler SV 2:0 (2:0): „Unsere Vorstellung erinnerte an die schwachen Leistungen vom Saisonbeginn“, stellte BSV-Trainer Michael Müller fest. Der absolute Siegeswille habe seinem Team gefehlt. Nach einer halben Stunde ließ Nidhal Khalaf seinen Gegenspieler in einem nicht gefährlichen Bereich des Strafraums über die Klinge springen und verursachte so einen Strafstoß, den Kaan Karagöz zum 1:0 für die Gastgeber verwertete. „Das war völlig unnötig und ein schlecht geführter Zweikampf“, schimpfte Müller. Khalaf half ebenso wie Torwart Eric Walter, Maximilian Wegner sowie Rami Haji von den B-Junioren des Klubs aus.

Die Blau-Roten beklagten wieder einmal große Personalsorgen. „Zwei Wochen müssen wir jetzt wohl noch irgendwie mit den Aushilfen überbrücken. Dann hoffe ich auf Besserung“, erklärte „Magic“ Müller. Vier Minuten vor dem Pausentee belohnten sich die Hastedter auf dem Kunstrasenplatz am Jacobsberg für einen sehr schönen Angriff mit dem 2:0. Jimmy Wedlich war dabei nach einem sehenswerten Doppelpass zur Vorentscheidung erfolgreich. „Wir lagen auch absolut zu Recht zur Pause mit 0:2 hinten“, urteilte Michael Müller. Nach der Rückkehr aus den Kabinen sei es dann etwas besser geworden.

Mit der Torgefahr war es aber trotz vieler Hereingaben in den Strafraum nicht weit her. Kurz vor dem Ende der Partie tankte sich Blumenthals Matteo Müller schön über Außen durch. Zion-Ndubuisi Ukachukwu verpasste dessen Flanke in der Mitte aber knapp. „Das war insgesamt eine schlechte Leistung meiner Mannschaft“, zeigte sich Michael Müller enttäuscht. Im Kellerduell beim FC Union 60 soll nun unbedingt ein Sieg her.

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