Basketball

Teams müssen auf jeden Fall noch bis zum 10. Januar pausieren

Die Basketball-Spieler und -Spielerinnen von Basketball Lesum/Vegesack (BLV) und der BSG Blumenthal/Schwanewede müssen sich weiter gedulden.
07.12.2020, 13:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Marc Gogol
Teams müssen auf jeden Fall noch bis zum 10. Januar pausieren

Auch Tim Blach (Basketball Lesum Vegesack) muss sich weiter gedulden, bis er wieder auf Korbjagd gehen kann.

CARMEN JASPERSEN

Nachdem die Bundesregierung und die Bundesländer den Teil-Lockdown am vergangenen Mittwoch wegen der Corona-Pandemie noch einmal bis jetzt zum 10. Januar des kommenden Jahres verlängert haben, wird Mannschafts- und Kontaktsport demnach frühestens nach den Bremer Weihnachtsferien wieder gestattet sein. Das trifft natürlich auch die Basketball-Spieler und -Spielerinnen von Basketball Lesum/Vegesack (BLV) und der BSG Blumenthal/Schwanewede, die im September gerade mit der neuen Saison begonnen hatten. Die Unterbrechung des Punktspielbetriebes wird also noch einige Zeit andauern.

Die Hinrunden in den einzelnen Ligen wären jetzt bei regulärem Verlauf fast beendet. Da aber schon seit Ende Oktober nichts mehr geht, hat der Vorstand des Niedersächsischen Basketball-Verbandes (NBV) in einem Online-Meeting beschlossen, den Spielbetrieb in allen NBV-Ligen vorsorglich bis einschließlich Februar 2021 einzustellen. Da die Bremer Vereine meist mit ihren Ländernachbarn in einer Liga gemeinsam aktiv sind, schließen sie sich dieser Entscheidung logischerweise an.

„Vor einer Wiederaufnahme des Spielbetriebes muss es den Vereinen erst einmal möglich sein, die Hallen zum Mannschaftstraining ausreichend zu nutzen, um eine erhöhte Verletzungsgefährdung zu vermeiden. Ob und wann Training und Lehrgänge möglich sein werden, wird durch die behördlichen Vorgaben entschieden“, heißt es erläuternd auf der Homepage des NBV.

In dem Online-Meeting wurden verschiedene Szenarien durchgespielt, zu welchem Zeitpunkt ein Re-Start möglich sein kann, um die aktuelle Saison ausgeglichen weiterzuführen. Sollten die Vereine im Februar das Mannschaftstraining in der Halle wieder aufnehmen können, käme ein Re-Start am ersten März-Wochenende 2021 in Betracht. Alternativ wird der 17. April 2021 ins Auge gefasst. Bei einer Liga mit zehn Mannschaften gäbe es noch sechs Spieltage bis zum möglichen Saisonende am 29. Mai. Der Meldetermin für die neue Saison ist zurzeit der 1. Juni.

In beiden Szenarien kann nur noch eine Halbserie mit den noch ausstehenden Spielen der Hinserie austragen werden. Auch für den schlimmsten Fall hat der Verband vorgesorgt. Wenn es nicht möglich sein sollte, mindestens die Hinserie zu Ende zu spielen, wird die Saison 2020/21 nicht gewertet. Es gibt dann keine Auf- oder Absteiger.

Bei den Jugendmannschaften in den Landesligen gilt sinngemäß der gleiche Zeitrahmen, wie im vorher genannten. Ob anschließend noch eine Endrunde gespielt werden kann, hängt wieder von den politischen Entscheidungen zu den Kontaktbeschränkungen ab. Mögliche Termine würden dann Mitte oder Ende Mai liegen. Der Wermutstropfen dabei: Eine Teilnahme an weiterführenden, überregionalen Turnieren auf nationaler Ebene ist nicht mehr möglich. Zur Erinnerung: Die Saison 2019/20 wurde nicht zu Ende geführt, und die beliebten Endrunden um die niedersächsische und Bremer Meisterschaft fielen ebenfalls ins Wasser. Hier hätte die männliche U18 von Basketball Lesum/Vegesack gute Chancen gehabt.

Ronny Arnoldt, Sportwart bei den BLV-Basketballern, begrüßt diese getroffenen Entscheidungen. „Es ist gut, dass man sich frühzeitig darum kümmert, denn es kann gut sein, dass wir im Zweifel noch weiter nach hinten rutschen“, sagt er. Beim BLV findet zurzeit nur Konditionstraining online statt. Die Jugend-Kooperationsteams mit den Eisbären Bremerhaven führen Einzeltrainings durch, da die hauptamtlichen Mitarbeiter der Eisbären in der Seestadt Zugang zu den Sporthallen haben. Die BLV-Oberliga-Teams der Damen und Herren pausieren jedoch komplett, da sie auf Nordbremer Trainingsstätten angewiesen sind.

„Wir wären ja schon froh, wenn wir im neuen Jahr wieder in einen einigermaßen regulären Trainingsbetrieb einsteigen könnten“, gibt Ronny Arnoldt zu Protokoll. Zurzeit – und das gilt eben auch bis noch mindestens in die ersten Januar-Wochen hinein – bleibt allen nur die digitale Variante des Basketballs.

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