Projekt in Aumund Lieblingsplätze gesucht

Das Projekt "Stadtteilen" möchte schöne Orte auf einer digitalen Landkarte für jedermann sichtbar machen. Gesucht sind nun solche Stellen in Aumund. Was es mit dem Projekt auf sich hat.
27.06.2022, 13:37
Lesedauer: 2 Min
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Von Friedrich-Wilhelm Armbrust/fwa

Vielleicht ist es eine Bank mit einem besonderen Ausblick, ein Baum, der einfach das Herz erfreut oder ein Kirchenfenster, durch das die Sonne scheint. Was sind die Lieblingsplätze in der unmittelbaren Umgebung und die guten Orte im eigenen Stadtteil? Dieser Frage nachzugehen, regt die Journalistin Annette Wagner an. Der nächste Schritt ist ihr zufolge, einen kurzen Audiobeitrag mit der persönlichen Schilderung und Erzählung zu diesem Ort aufzunehmen. „Vielleicht gibt es auch eine Erinnerung an ein schönes Erlebnis dort,   wie den Geruch der Fliederbüsche, das Rauschen des Baches oder den Schlag der Turmuhr“, nennt sie Beispiele.

Wer dazu einbringen und sich darüber schlau machen möchte, kann an einem Workshop teilnehmen. Der findet am Mittwoch, 29. Juni von 15 bis 18 Uhr im Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Christophorusgemeinde in der Menkestraße 15 statt. Das Ganze läuft unter dem Motto „Stadtteilen“. Weiter gebaut werden soll laut der Journalistin an einem Stadtplan zum Zuhören und Erzählen, ein Projekt des Evangelischen Bildungswerkes aus Mitteln der EU. Auch reinschnuppern ist möglich, um sich eine Vorstellung zu machen. Dazu sind auf der Homepage www.ebw-bremen.online/stadtteilen weitere Informationen zu finden.

„Jede und jeder hat etwas zu sagen“, sagt Wagner, „und hat eine eigene Sicht und eine eigene Geschichte.“ So entstand ihr zufolge schon in vielen Workshops seit 2016 der Stadtplan zum Zuhören und Erzählen mit weit über 100 Beiträgen.

„Aber auf dem digitalen Stadtplan Bremens ist Aumund/Vegesack sozusagen noch ein blinder Fleck“, sagt die Journalistin. Dem  könne nun abgeholfen werden. „Menschen sollen erfahren, was unseren Stadtteil so liebenswert und attraktiv macht.“ Das gelte besonders für Neuzugezogene. Der Hörstadtplan  macht es laut Wagner ihnen einfacher, schöne Orte über Ausflugstipps in ihrer neuen Heimat kennen zu lernen. „Und wer könnte davon besser erzählen als die Menschen, die hier schon länger leben?“, fragt sie. Ziel des interaktiven Workshops ist es nach ihren Worten auch, dass sich langjährige Aumunder durch kleine Impulse und reflektierend nochmals neu mit ihrem Heimatort verbinden können.

Der Schritt dazu wäre, einen kurzen Audiobeitrag mit einer persönlichen Erzählung zu dem besonderen Ort aufzunehmen. „Technisch ist das alles kein Hexenwerk und es sind keine technischen Vorkenntnisse über Hörfunkaufnahmen nötig“, so die Journalistin. Benutzt würde die Audioaufnahme-App des persönlichen Smartphones der  Teilnehmenden. Sie selber bringe noch zwei zusätzliche Audioaufnahmegeräte mit. Danach sollen die Audiotipps Online gestellt werden. So entstehe ein kleiner Text, der in ein bis etwa drei Minuten einen Ort zum Sprechen bringe und andere Menschen interessieren könne, sagt Wagner.

Gebeten wird um eine Anmeldung im Gemeindebüro unter der  Telefonnummer 0421/664 664 oder unter buero-aumund-vegesack@kirche-bremen.de per E-Mail.

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