Dart-Bundesliga

Revanche komplett missglückt

Der deutsche Rekordmeister DC Vegesack hatte beim Heimspieltag eine Revanche gegen DC Vikings Berlin für die vor drei Wochen in der Hauptstadt erlittene 5:7-Niederlage angestrebt - das gelang nicht.
30.09.2020, 15:36
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Von Jens Pillnick
Revanche komplett missglückt

Alexander Patz holte bei der missglückten Revanche gegen DC Vikings Berlin einen von nur zwei Siegen des DC Vegesack. Zuvor hatte der deutsche Rekordmeister einen hohen 10:2-Heimerfolg gegen MTV Seesen gefeiert.

Christian Kosak

Teamchef Detlef Dolinski formulierte den Auftritt des DC Vegesack am zweiten Spieltag der Dart-Bundesliga Nord salopp und treffend: „Die Revanche ging in die Hose.“ Denn der deutsche Rekordmeister hatte beim Heimspieltag in Blumenthal vor allem eine Revanche gegen DC Vikings Berlin für die vor drei Wochen in der Hauptstadt erlittene 5:7-Niederlage angestrebt. Doch davon waren Andre Welge und Co. weit entfernt, denn es setzte eine herbe 2:10-Packung. Die zuvor mit einem 10:2 gelöste Pflichtaufgabe gegen den Aufsteiger MTV Seesen war kein Trost. Mit 4:4 Punkten haben die erfolgsverwöhnten Nordbremer einen Start hingelegt, der den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird.

„Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal in dieser Höhe verloren hatten. Insgesamt fehlt uns nach der Corona-Pause noch die Konstanz. Ich habe aber die Hoffnung, dass wir diese im Laufe der Saison noch bekommen werden“, erklärte Detlef Dolinski. Das 2:10 gegen Berlin schleppen die Vegesacker Akteure jetzt aber zunächst einmal lange mit sich herum, denn der nächste Spieltag steht erst am Sonnabend, 7. November, auf dem Programm. Die Gegner heißen dann Dortmund und Salzgitter. Zwei Mannschaften, denen es bislang noch schlechter erging. Sie belegen mit jeweils 1:7 Zählern die Ränge sieben und acht.

DC Vegesack – MTV Seesen 10:2: Mittags um zwölf war die Dart-Welt für die Vegesacker noch so richtig in Ordnung. Seesen wurde derart in die Schranken verwiesen, dass Dolinski von einem „überragenden Anfang“ sprach. Nach den Einzeln stand es 7:1 – und damit der Sieg bereits fest.

Aber nicht die Höhe der Führung überraschte, sondern die Art und Weise, wie sie zustande kam. Alexander Patz, Rene Windeler, René Berndt, Andre Welge, Maikel Venema und Michael Klönhammer gewannen jeweils mit 4:0. Torsten Wöhlk (4:1) und Christian Bober (3:4) komplettierten den Abschnitt.

Die Doppel, die etwas spannender verliefen, waren damit Formsache. Welge/Wöhlk erlaubten sich ein 2:4, doch Windeler/Klönhammer (4:3), Venema/Krießmann und Patz/Berndt (jeweils 4:1) schraubten das Ergebnis in die Höhe.

DC Vegesack – DC Vikings Berlin 2:10: „Das zweite Spiel nahm leider einen ganz anderen Verlauf. Außer Alexander Patz und Andree Welge konnte keiner mehr die Leistungen aus dem ersten Spiel wiederholen“, stellte Detlef Dolinski enttäuscht fest. Patz (4:2) und Welge (4:2, drei Shortlegs) hielten die Gastgeber zwar nach den ersten vier Einzeln bei Niederlagen von Windeler und Venema im Spiel, doch dann setzte die Talfahrt ein.

Bober und Wöhlk gingen mit jeweils 2:4-Niederlagen vom Brett, das anschließende 3:4 von Berndt und das 2:4 Klönhammer ließen die Hoffnungen – wenigstens noch ein Unentschieden zu erlangen – auf ein Minimum sinken. „Vier Doppel haben wir in der Vergangenheit schon öfter mal gewonnen“, dachte Detlef Dolinski zwar weiter positiv, stellte wenig später aber fest: „In diesem Spiel sollte es nicht sein.“ Patz/Bober (3:4), Klönhammer/Windeler (1:4), Welge/Venema (2:4) und Wöhlk/Berndt (1:4) waren weder in der Lage die Talfahrt zu stoppen, noch wenigstens etwas Ergebniskosmetik zu betreiben. Bleibt nur die nochmalige Feststellung: Die Revanche ging in die Hose ...

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