Fußball-Bremen-Liga

Schlobohm legt den Grundstein

Stürmer der SG Aumund-Vegesack erzielt beim 6:1-Heimerfolg gegen den Habenhauser FV die beiden ersten Treffer
27.10.2019, 18:45
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Grunewald

Vegesack. Wilco Freund, Trainer des Habenhauser FV, hatte seine Defensiv-Abteilung vor Alexander Schlobohm gewarnt. Vergeblich, so legte der Mittelstürmer der SG Aumund-Vegesack mit seinen beiden Treffern zur 2:0-Führung den Grundstein für den ebenso deutlichen wie in der Höhe verdienten 6:1-Sieg der Nordbremer. „Endlich einmal wieder keine Zitterpartie“, atmete SAV-Trainer Björn Krämer auf, der seine Mannschaft auf einem guten Weg ins obere Tabellendrittel der Fußball-Bremen-Liga sieht.

Nach zuvor fünf Niederlagen in Folge haben die Vegesacker in den letzten drei Spielen sieben Punkte gesammelt und die Talsohle offenkundig durchschritten. Während der 2:1-Erfolg über die Leher TS und das 3:3 bei der BTS Neustadt allerdings noch als Zitterpartien in Erinnerung bleiben, kann die Vorstellung der Krämer-Mannschaft gegen den Habenhauer FV als überzeugend eingeordnet werden. Dazu leistete Alexander Schlobohm einen wichtigen Beitrag.

Nach einem Pressschlag vor dem Strafraum der Gäste reagierte der Vegesacker Goalgetter am schnellsten, schüttelte zwei Gegenspieler ab und überwand Habenhausen Maximilian Lehmann zum ersten Mal (17.). Nur eine Minute später half Schlobohm dann in der Vegesacker Abwehr aus und köpfte einen Eckball aus der Gefahrenzone. Überhaupt sind Kopfbälle die Spezialität des im Juli 2018 von der SG Findorff zur SAV gewechselten Stürmers. Das musste der HFV-Torwart in der 44. Minute zur Kenntnis nehmen, als Schlobohm einen Flankenball von Alexander Ifebuzor mit der Stirn zum 2:0-Halbzeitstand ins Gäste-Netz wuchtete.

In der Phase zwischen den beiden SAV-Treffern hatte der Tabellenvierzehnte wiederholt versucht, über die linke Außenbahn zum Erfolg zu kommen. Dort beeindruckte Flügelflitzer Marco Brockmann mit seinen Sprinter-Qualitäten, gegen den selbst der agile SAV-Verteidiger Alexander Ifebuzor bisweilen das Nachsehen hatte. Doch aus Brockmanns Vorstößen wussten seine Mitspieler kein Kapital zu schlagen. Zumal ihnen die „gesunde Härte“, die Krämer von seinem Team verlangt hatte, ganz und gar nicht schmeckte.

Zwar hatte Vegesacks Mannschaftskapitän Christian Böhmer in der 40. Minute die Gelbe Karte gesehen. Seinem Tatendrang tat das aber keinen Abbruch. Kurz nach dem Wiederanpfiff schickte er Mirko Jankowski mit einem Steilpass auf die Reise. Doch der SAV-Angreifer geriet frei vor Lehmann ins Stolpern und verpasste das 3:0 (46.). Als schlechtes Omen für die Nordbremer entpuppte sich diese Situation freilich nicht. Im Gegenteil. Sie lockten die Gäste aus der Abwehr und konterten. Mit Erfolg: In der 61. Minute bediente der lauffreudige Lennart Kettner Jankowski mit einem Querpass, den der 31-Jährige zum 3:0 verwertete. Und für seine Vorarbeit erhielt Kettner nur zwei Minuten später die Belohnung. Alexander Schlobohm servierte ihm den Ball zentimetergenau auf den Schlappen, die Gastgeber lagen 4:0 in Front.

Den Gästen vom Bunnsacker blieb nur noch die Flucht nach vorn. Ihr Spielmacher Adrian Chwiendacz zwang mit seinem Freistoß aus 20 Metern SAV-Keeper Ermin Alijagic denn auch zu einer prächtigen Parade (77.). Aber nur eine Minute später erzielte Marcel Burkevics das 5:0 nach dem schönsten Angriff der SAV über vier Stationen (78.). Anschließend vertändelte der eingewechselte Shaban Shabanaj die Kugel und ermöglichte Marco Brockmann den Ehrentreffer für die Gäste (80.). Doch kurz darauf stellte Marcel Burkevics nach Vorarbeit von Mirko Jankowski den alten Abstand wieder her. Lobte Björn Krämer nach dem Abpfiff: „So können wir weitermachen. Wir haben geduldig gespielt und die Tore mit spielerischen Mitteln erarbeitet.“ Derweil stellte sein Kollege Wilco Freund enttäuscht fest: „Das war ein Rückschlag, wir waren mit dem Kopf nicht auf dem Platz.“

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