Fußball-Bremen-Liga Schlobohm sorgt für Jubel

Alexander Schlobohm breitete die Arme aus und machte sich bereit zum Abheben. So bejubelte der Goalgetter der SG Aumund-Vegesack seinen goldenen Treffer zum 1:0-Sieg beim SV Werder Bremen III.
04.08.2019, 18:40
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Von Karsten Hollmann

Vegesack. Alexander Schlobohm breitete die Arme aus und machte sich bereit zum Abheben. So bejubelte der Goalgetter der SG Aumund-Vegesack seinen goldenen Treffer zum 1:0 in der 62. Minute der Partie der Fußball-Bremen-Liga beim SV Werder Bremen III. Die Gäste taten sich schwer gegen eine extrem junge Mannschaft der Gastgeber, bei denen viele Akteure wegen eines fehlenden Visums noch nicht spielberechtigt sind.

„Gerade, wenn diese Spieler erst mal dabei sind, wird hier noch so manche Mannschaft Punkte liegen lassen. Deshalb ist unser Sieg auch viel wert“, resümierte SAV-Trainer Björn Krämer. Der Gast versäumte es, sich für eine ordentliche erste Halbzeit mit einem Treffer zu belohnen. Nach 22 Minuten beförderte Clifford Stecher die Kugel nach einem schönen Flügellauf von „Xandi“ Schlobohm über die rechte Seite freistehend drüber. „Oha, das macht er gut“, lobte Werders Co-Trainer Stefan Horeis, der den abwesenden Coach Andreas Ernst vertrat, Schlobohm für dessen Solo. Dann hielt es Vegesacks Betreuer Mark Fichtner einfach nicht mehr aus. „Das gibt es doch gar nicht“, kommentierte „Fichte“ eine vergebene Möglichkeit von Marvin Syla (25.).

Da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, gab es auch noch eine dritte dicke Gelegenheit für die Nordbremer in der ersten halben Stunde. Nach einer Vorlage von Clifford Stecher jagte Marvin Syla den Ball an die Querlatte (28.). „Die SAV hätte das Ergebnis in der ersten Halbzeit durchaus auf 2:0 stellen können“, räumte Horeis ein. Von seiner Mannschaft war in der ersten Hälfte in der Offensive überhaupt nichts zu sehen. „Wir brauchen viel mehr eine positive Ansprache“, forderte Innenverteidiger Marius Bosse seine Mitspieler Sekunden vor dem Pausentee auf.

Die Akteure um Kapitän Christian Böhmer machten im zweiten Abschnitt zunächst damit weiter, womit sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Alexander Schlobohm scheiterte zwei Zeigerumdrehungen nach dem Wiederanpfiff nach einer Vorleistung von Abdullah Basdas an SVW-III-Keeper Jan Dähne. Ausgangspunkt für das Siegtor war der gerade erst eingewechselte Bashkim Toski. Dieser leitete das Leder auf links direkt zu Marcel Burkevics weiter, der mit einem Flügelwechsel zu Marvin Syla aufwartete. Dessen Querpass verwertete dann „Xandi“ Schlobohm souverän in der Mitte. „Es ist gut, dass wir solche Spieler wie Bashkim Toski noch auf der Bank haben. Er hat frischen Wind in unser Spiel gebracht“, meinte Björn Krämer.

Schlobohm probierte es eine Viertelstunde vor Schluss auch noch mit einem artistischen Seitfallzieher, verfehlte dabei jedoch den gegnerischen Kasten. In der 89. Minute lenkte Jan Dähne einen Schuss von Bashkim Toski so gerade eben noch mit den Fingerspitzen über die Querlatte und verhinderte so das 0:2. Die Hausherren näherten sich höchstens mal mit Eckbällen oder Freistößen dem Gehäuse ihres Widersachers. In der fünften Minute der Nachspielzeit bekam das Heimteam noch einen Freistoß in 25 Meter Torentfernung zugesprochen. Doch nachdem Karim Jahjah den Ball in die Mauer befördert hatte, stand der SAV-Triumph endgültig fest.

„Viele meiner Spieler hatten nicht damit gerechnet, dass unsere jungen Gegner so hart, wenn auch fair, zur Sache gehen würden“, so Krämer. Die Hausherren hätten die Räume auch sehr eng gemacht. „Wir haben es aber im Spiel mit Ball auch nicht gut gelöst“ (Krämer). Dieser machte sich noch etwas unbeliebt bei seinen Kickern, indem er sie im Hinblick auf das zweite Spiel am Dienstag gegen ESC Geestemünde 20 Minuten auslaufen ließ.

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