Handball-Oberliga Männer „Schwäne I“ bauen auf den Heimvorteil

In der Handball-Oberliga Männer baut die HSG Schwanewede/Neuenkirchen im Stadtderby gegen HC Bremen an diesem Sonnabend auf den Heimvorteil.
28.02.2020, 16:46
Lesedauer: 3 Min
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Von Olaf Kowazik und Klaus Grunewald

Bremen-Nord. In der Handball-Oberliga Männer baut die HSG Schwanewede/Neuenkirchen im Stadtderby gegen HC Bremen an diesem Sonnabend auf den Heimvorteil. Der herausragende Mann beim HC ist der Spielertrainer Marten Franke auf der Angriffsmitte, mit 122/58 Toren der fünftbeste Werfer der Liga ist – der übrigens direkt vor dem Schwaneweder Karlo Oroz (118/35) steht.

Eine Spielklasse tiefer empfängt die HSG Schwanewede/Neuenkirchen II die SG Arbergen-Mahndorf und der SV Grambke-Oslebshausen ebenfalls an diesem Sonnabend die HSG Bützfleth/Drochtersen.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen – HC Bremen: Vier Heimspiele hat die HSG Schwanewede/Neuenkirchen in dieser Saison noch vor der Brust. „In denen wollen wir keinen Punkt abgeben“, gibt der HSG-Trainer Henning Schomann bekannt. Das Statement ist äußerst selbstbewusst, wenn man bedenkt, dass zuerst mit dem HC Bremen und danach mit dem Spitzenreiter TV Cloppenburg sowie dem VfL Fredenbeck und der HSG Delmenhorst alles andere als Laufkundschaft in der sogenannten „Heidehölle“ einkehren wird.

Das erste Etappenziel gegen den Tabellensechsten aus Bremen lautet, sich besser zu präsentieren als in der ersten Hälfte im Hinspiel. Denn in der hatten die „Schwäne“ mit acht Toren zurückgelegen, eine Leistungssteigerung nach der Pause reichte nur zur 30:33-Niederlage.

„Wir wollen aktiv verteidigen und unser Spiel durchbringen“, will sich Schomann nur wenig an den Gegner orientieren. Er rechnet „mit einem engen Fight, ich baue aber auf unseren Heimvorteil“. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Ex-Schwaneweder Torwart Luca Prieß und vielleicht auch mit dem Ex-Kreisläufer Jorrit Latacz. Fehlen werden Tim Paltinat (studienbedingt) und Torben Pilger (Einsatz in zweiter Mannschaft), dafür ist Jannis Molzahn mit an Bord.

Sonnabend, 18 Uhr, Heideschule

SV Grambke-Oslebshausen – HSG Bützfleth/Drochtersen: Die Erinnerungen des SV Grambke-Oslebshausen an das Hinspiel bei der HSG Bützfleth/Drochtersen sind gemischt. Die Gelb-Blauen waren vom aktuellen Tabellensiebten mit einem 25:25 zurückgekehrt, sie hatten dabei aber auch einen Sechs-Tore-Vorsprung verspielt. „Das wollen wir jetzt wiedergutmachen“, fordert der SVGO-Trainer Marcel Hägermann zwei Pluspunkte ein.

Damals war seine Mannschaft mit der Manndeckung beim überragenden Halblinken Philip Schmidt (zehn Tore) und bei Pascal Hinrichs aus der Bahn geworfen worden. „Dieses Mal sind wir darauf eingestellt“, versichert der SVGO-Coach. Er verhehlt nicht, dass die Niedersachsen in der Zwischenzeit deutlich stärker geworden sind.

Die Gastgeber müssen auf Kostja Wilken, Sebastian Dunker und den A-Jugendlichen Leon Feldermann verzichten, dafür sind Jonas Pfeiffer und Björn Bischof mit von der Partie. Dem (wieder fitten) Schlussmann Fynn Bödeker soll kurzfristig ein zweiter Mann zur Seite gestellt werden. Ein Vorteil des SVGO könnte das Backeverbot in der Halle sein. „Der Bützflether Trainer hat extra noch einmal nachgefragt, ob das auch wirklich stimmt“, berichtet Marcel Hägermann.

Sonnabend, 16 Uhr, Sperberstraße

HSG Schwanewede/Neuenkirchen II – SG Arbergen-Mahndorf: Weil sie wegen mangelnder und deshalb unzulänglicher Trainingsbeteiligung konditionell nicht mithalten konnte, erlebte die „Schwäne“-Reserve am 26. Oktober vergangenen Jahres ein Waterloo. Sie handelte sich bei der SG Arbergen-Mahndorf eine 26:47-Niederlage ein, die einen Klassenunterschied verdeutlichte. Doch inzwischen hat die Mannschaft des Trainerduos Marko Koß/Niko Wachowiak in der Handball-Landesliga Fuß gefasst und sich ein gutes Stück von den Abstiegsrängen entfernt.

Deshalb wollen sich die Osterholzer an diesem Sonnabend nicht noch einmal von dem Tabellenvierten aus dem Bremer Osten deklassieren und ihr Polster zur Gefahrenzone möglichst nicht antasten lassen. Man wolle den Schwung aus dem 31:23-Sieg im Nachholspiel bei der TS Woltmershausen mitnehmen und auch gegen Arbergen punkten, zeigt sich Koß optimistisch. Der Auswärtssieg in Pusdorf hatte sich schon im Heimspiel zuvor gegen den Tabellenführer TV Schiffdorf angedeutet, das die „Schwäne“ nach einer starken Vorstellung erst in der Schlussphase 28:34 verloren. Der HSG-Coach kann wahrscheinlich bis auf Maximilian Kühling die Mannschaft aufbieten, die in den jüngsten Begegnungen zu überzeugen wusste.

Sonnabend, 20 Uhr, Heidehalle

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