Fußball-Bremen-Liga

Schwerer Seestadtgang für die SAV

Der 15. Spieltag bedeutet Halbzeit. Und egal, wie die Begegnungen der nordbremischen Vertreter Blumenthaler SV und SG Aumund-Vegesack auch enden: Ihre Zwischenbilanz wird höchst unterschiedlich ausfallen.
14.11.2019, 15:11
Lesedauer: 3 Min
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Von Klaus Grunewald
Schwerer Seestadtgang für die SAV

Der Torjäger Alexander Schlobohm (SAV, Mitte) muss am Sonntag in der Seestadt passen.

Christian Kosak

Vegesack. Der 15. Spieltag in der Bremen-Liga bedeutet Halbzeit. Und egal, wie die Begegnungen der nordbremischen Vertreter Blumenthaler SV und SG Aumund-Vegesack an diesem Sonntag auch enden: Ihre Zwischenbilanz wird höchst unterschiedlich ausfallen. Während sich die Burgwall-Elf mit 28 Punkten in der Beletage des Bremer Fußball-Oberhauses eingenistet hat, halten sich die Vegesacker mit elf Zählern weniger momentan im Untergeschoss auf. Ob sie die Differenz zum Nachbarschafts-Rivalen ab 14 Uhr ausgerechnet bei SFL Bremerhaven minimieren können, ist höchst fraglich. Dagegen darf das Ziel der Blumenthaler, ab 15 Uhr beim SC Borgfeld die optimale Punktausbeute anzustreben, als durchaus realistisch eingestuft werden.

SFL Bremerhaven – SG Aumund-Vegesack: Auf dem Rasenplatz am Mecklenburger Weg ist für die Gegner des Sport- und Freizeitvereins Leherheide nicht gut Kirschen essen. Bisher gelang es nur dem Bremer SV, dem Dritten einen Punkt abzuknöpfen (2:2). Alle anderen Gegner handelten sich Niederlagen ein, der Blumenthaler SV zum Beispiel verlor 1:5. Gleichwohl fahren die Vegesacker in die Seestadt, um ihr Punktekonto aufzubessern. „Wenn sich die Mannschaft in das Spiel reinbeißt, kann sie etwas erreichen“, hofft SAV-Trainer Björn Krämer und denkt dabei an die Aufholjagd am 2. März dieses Jahres gegen die Seestädter, als sein Team einen 0:3-Rückstand noch zum 3:3 ausgleichen konnte.

Zu bezwingen sind die Leherheider nach Krämers Einschätzung nur, wenn man körperlich und läuferisch präsent sei. SFL stelle ein ungewöhnlich gut eingespieltes Team, das ständig in Bewegung und hervorragend organisiert sei. Das klingt nach Respekt und soll es nach Krämers Worten auch sein. Aber Angst werde seine Mannschaft nicht haben, versichert er und setzt darauf, dass sie sich für die unglückliche 1:2-Heimniederlage gegen den SV Hemelingen rehabilitieren will.

Damit das gelingt, müssen die Nordbremer nicht nur in allen Mannschaftsteilen hoch konzentriert zu Werke gehen, sondern auch Wege finden, um den Abwehrriegel der Heidjer zu knacken. Die Mannschaft von Trainer Marcus Klame hat erst 15 Gegentore kassiert und damit nur vier mehr als Ligaprimus Oberneuland. Weil also neben effektiver Offensive auch Treffsicherheit gefragt ist, könnte sich der verletzungsbedingte Ausfall von Goalgetter Alexander Schlobohm als zu große Hypothek für die Vegesacker erweisen. Die jedoch keine weiteren Personalsorgen haben und deshalb nach den Worten ihres Trainers für eine Überraschung am Mecklenburger Weg sorgen wollen.

SC Borgfeld – Blumenthaler SV: Drei Siege in Folge haben beim Blumenthaler SV Appetit auf mehr gemacht. Vor allem die glanzvolle Präsentation beim 2:1-Sieg gegen einen starken Brinkumer SV vor einer Woche sollte dem Selbstbewusstsein der Burgwall-Elf förderlich gewesen sein. Dennoch warnt Trainer Denis Spitzer davor, die Auswärtspartie beim Tabellenzehnten als Selbstgänger zu betrachten. Der SC Borgfeld sei schon ein unbequemer Gegner, erinnert sich der BSV-Coach noch sehr gut an das Punktspiel im April dieses Jahres, in dem die Nordbremer lange 1:0 in Front lagen und in der Nachspielzeit den Ausgleich schlucken mussten.

Allerdings haben die Borgfelder Probleme, wenn sie die Initiative auf dem Platz übernehmen müssen, um zum Beispiel einen Rückstand wettzumachen. Das hat ihre jüngste Begegnung beim Achtplatzierten BSC Hastedt gezeigt, als sie in der zweiten Halbzeit ausgekontert wurden – und 2:6 verloren. Liegt der SC allerdings in Front und muss der Gegner die Initiative ergreifen, trägt nicht selten das schnelle Umschaltspiel der Mannschaft von Trainer Ugur Biricik Früchte.

„Wir müssen uns auf eine kompakte Defensive der Borgfelder einstellen“, sagt Denis Spitzer, der mit seiner Mannschaft den „guten Lauf“ in den letzten drei Spielen mit neun Pluspunkten fortsetzen möchte. Und angesichts der gezeigten Leistungen optimistisch sein kann.

Allerdings muss er mit Yannik Stein (Bänderdehnungen) und Mario Vukoja (Grippe) vermutlich zwei Defensivkräfte ersetzen. Andererseits ist absehbar, dass sich der Konkurrenzkampf um die Plätze bei den Blumenthalern demnächst verstärken wird. Tim Pendzich und Avni Serdar Güngör sind nach ihren langwierigen Verletzungen auf gutem Wege, wieder voll einsatzfähig zu sein. Und auch Linksverteidiger Dominik Willkomm dürfte seine Fußverletzung, so die Einschätzung des Trainers, bald auskuriert haben.

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