Fußball-Spieler Milan Meyer:

Der zweite Anlauf

Milan Meyer kickte zuletzt nicht mit, als im Amateurbereich noch gekickt werden durfte. Der Wechsel des Torjägers vom Landesligisten SV Türkspor zu Vatan Spor ist nämlich nicht so verlaufen, wie es geplant war.
11.11.2020, 16:04
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Von Jens Pillnick
Der zweite Anlauf

Vieles spricht dafür, dass Milan Meyer künftig für den Landesligisten SV Grohn auf Torejagd geht.

Christian Kosak

Milan Meyer kickte zuletzt nicht mit, als im Amateurbereich noch gekickt werden durfte. Der Wechsel des Torjägers vom Landesligisten SV Türkspor zum Bremen-Liga-Aufsteiger KSV Vatan Spor ist nämlich nicht so verlaufen, wie es geplant war.

Der Stürmer zählte im Frühjahr und Frühsommer zu den Spielern des SV Türkspor, die eine neue Herausforderung suchten. Die Wechsel wichtiger Spieler und von Spielern, mit denen er befreundet sei, sowie die Veränderung auf der Trainerposition (Kemal Kök für Bahadir Klickeser) hätten zum Entschluss geführt, ebenfalls einen Tapetenwechsel vorzunehmen. „Mir lagen ein paar Angebote vor“, blickt der 25-Jährige zurück, der beim KSV Vatan Spor anheuerte.

In Gröpelingen absolvierte er schließlich auch die Saisonvorbereitung, doch so richtig rund war der Wechsel immer noch nicht. Der SV Türkspor, der laut Meyer noch Außenstände einforderte, erteilte dem Stürmer die Freigabe nicht. Aber nicht nur das. Am Himmel über der Sportanlage an der Lissaer Straße zogen graue Wolken auf, die Chemie stimmte nicht. „Es hat für beide Seiten nicht gepasst. Es hat nicht funktioniert“, sagt Milan Bruns, ohne näher ins Detail gehen zu wollen. Und er ergänzt: „Manchmal läuft es eben anders als geplant.“

Der gescheiterte Plan sorgte zunächst erst einmal dafür, dass Milan Meyer eine Spielpause erwartete, die nichts mit Corona zu tun hat. Bis zum 5. Dezember gelte seine Sperre. Und da der Abschied von Vatan endgültig war, stattete der Torjäger dem einen oder anderen Verein einen Besuch als Zuschauer ab. Auch dem Landesligisten SV Grohn, zu dem ihm schon bald ein engerer Kontakt nachgesagt wurde.

Ein Kontakt, den Milan Meyer bestätigt. Nicht bestätigen will er aber, dass sein Wechsel zu den „Husaren“ in trockenen Tüchern ist. „Er steht noch nicht zu 100 Prozent fest, aber es wird wohl darauf hinauslaufen“, lautet die Stellungnahme des Torjägers, der in der Serie 2018/19 mit seinen 35 Treffern maßgeblichen Anteil des Aufstiegs des SV Türkspor in die Landesliga gehabt hatte. In der Abbruchsaison 2019/20 landete Meyer mit Türkspor nach der Quotientenregelung auf Platz sechs und erzielte in den 19 ausgetragenen Begegnungen acht Treffer. Entscheidet sich Milan Meyer nun für einen Wechsel zum SV Grohn, könnte er mit seiner Torgefährlichkeit dazu beitragen, dass die „Husaren“ schon bald die abstiegsgefährdete Zone verlassen. Derzeit sind sie mit sechs Punkten aus sieben Spielen Tabellenzwölfter.

Eine Einschätzung, die Grohns Spielertrainer Jan-Philipp Heine dick unterstreicht: „Wenn er jetzt zu uns stößt, wird er uns enorm weiterhelfen. Gerade vorn, wo wir die größte Baustelle haben.“ Ein Wechsel von Milan Meyer zu den „Husaren“ war eigentlich schon im Sommer geplant gewesen, doch dann hatte der Stürmer, der schon einige Trainingseinheiten beim SV Grohn absolviert hatte, sich für die Herausforderung Bremen-Liga bei Vatan Spor entschieden.

„Wir waren schon enttäuscht, da wir davon ausgegangen waren, dass er bei uns bleibt“, blickt Jan-Philipp Heine zurück. Der damals offene und ehrliche Umgang miteinander sei nach Heines Meinung aber möglicherweise der Grund dafür, warum die Verpflichtung von Milan Meyer jetzt klappen könne. Vor dem zweiten Lockdown war der 25-Jährige jedenfalls für einige Wochen Trainingsgast bei den „Husaren“.

Heine glaubt, dass nur ein sehr attraktives Angebot für eine erneute Wende sorgen könne. „Milan ist ein besonderer Typ, der mit seiner Art Leben in die Mannschaft bringt“, beschreibt Jan-Philipp Heine seinen Wunschspieler und freut sich auf die Herausforderung, ihn in die Mannschaft zu integrieren. Heine: „Wir wollten ihn Anfang der Saison und wir wollen ihn jetzt.“

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