Gustav Tilmann zeigt Bilder mit Theatermotiven und Stillleben in der Kulturwerkstatt Westend Aquarelle haben eine Art Expresswirkung

Walle. Am Anfang war der Fleck. Was dann daraus wird? Wer weiß? Auch der Künstler weiß lange Zeit während des Schaffensprozesses selbst nicht, was am Ende das Motiv sein wird. Tachismus wird diese Art des Kunstschaffens genannt. Besagter Fleck entpuppte sich schließlich als Mephisto und Faust. Dieses Bild ist nur eines der Theateraquarelle, die Gustav Tilmann, der ehemalige Bereichsleiter für Bildende Kunst in der Kulturwerkstatt Westend, zeigt. Die Ausstellung, zu der auch Aquarelle mit Stillleben gehören, eröffnete in der vergangenen Woche.
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Von Liane Janz

Walle. Am Anfang war der Fleck. Was dann daraus wird? Wer weiß? Auch der Künstler weiß lange Zeit während des Schaffensprozesses selbst nicht, was am Ende das Motiv sein wird. Tachismus wird diese Art des Kunstschaffens genannt. Besagter Fleck entpuppte sich schließlich als Mephisto und Faust. Dieses Bild ist nur eines der Theateraquarelle, die Gustav Tilmann, der ehemalige Bereichsleiter für Bildende Kunst in der Kulturwerkstatt Westend, zeigt. Die Ausstellung, zu der auch Aquarelle mit Stillleben gehören, eröffnete in der vergangenen Woche.

Die Theateraquarelle mit Motiven aus 'König Lear', 'Faust' oder 'Mutter Courage' entstanden, um den Backstageraum im Westend zu verschönern. 'Das ist ein ziemlich hoher Raum, sodass die Bilder nicht die herkömmliche Aquarellwirkung haben dürfen', erklärt der Künstler. Diese Aquarelle müssen sofort erfassbar sein, da sie zum einen sehr hoch hängen und die Betrachter, die Schauspieler, zum anderen nicht viel Zeit haben, sich mit ihnen eingehend zu beschäftigen. Die Farben sind kräftiger und dicker aufgetragen.

Während die Theateraquarelle mehr oder weniger abstrakt gestaltet sind, handelt es sich bei den Stillleben um sehr gegenständliche und konkrete Arbeiten. Sie zeigen Blumensträuße, Obst oder Kerzenständer. 'Auch wenn die Motive derart konkret sind, entwickelt sich ein Bild während des Schaffensprozesses', so Tilmann.

Er beschäftigt sich seit mehr als 50 Jahren mit Kunst und allen möglichen Techniken, Kunst zu schaffen. Tilmann produzierte zum Beispiel großformatige politische Malereien sowie 3-D-Fotografien und gestaltete unter anderem die Brunnen vor dem Rot-Kreuz-Krankenhaus und dem Klinikum Bremen-Ost. Doch der Aquarellmalerei hält er seit er begann, sich mit Kunst zu befassen, die Treue. 'Das ist eine sehr intime Form der Auseinandersetzung mit einem bestimmten Problem', begründet der Künstler.

In seiner Eröffnungsrede wies der Geschäftsführer des Westends, Steljo Eleftherakes, darauf hin, dass Gustav Tilmann nicht irgendein Künstler ist, der hier ausstellt: 'Gustav ist ein Teil des Westends. Er war von den Anfängen des Hauses 1992 bis 2006 dabei.' Gewissermaßen kehrte Tilmann nun nach Hause zurück und er fühlt sich hier so wohl, dass er gern wiederkommen möchte. 'Ich würde in Zukunft gern noch mehr meiner Bilder, wie zum Beispiel Porträts oder Landschaften, hier zeigen', gibt er preis. Vielleicht sind künftig also noch mehr Werke Tilmanns hier zu sehen.

Die Ausstellung mit den Theateraquarellen und den Stillleben ist noch bis zum 31. Oktober im Westend, Waller Heerstraße 294, zu sehen. Nähere Informationen gibt es unter Telefon 6160455 und auf www.westend-bremen.de.

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