GaDeWe zeigt Ausstellung mit Werken von Tom Gefken und Johann Büsen Bilder erinnern an Andy Warhol

Westend. Wo hört die Arbeit des einen auf, wo fängt die des anderen an? Für ihre Ausstellung 'Binär' taten sich zwei Künstler zusammen, die in ihrem Schaffen sonst getrennte Wege gehen. Tom Gefken ist ein klassischer Maler, während Johann Büsen in der Welt der digitalen Bildgestaltung zu Hause ist. In der Galerie des Westens (GaDeWe) eröffneten sie jetzt die erste gemeinsame Ausstellung.
04.11.2010, 05:00
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Von liane janz

Westend. Wo hört die Arbeit des einen auf, wo fängt die des anderen an? Für ihre Ausstellung 'Binär' taten sich zwei Künstler zusammen, die in ihrem Schaffen sonst getrennte Wege gehen. Tom Gefken ist ein klassischer Maler, während Johann Büsen in der Welt der digitalen Bildgestaltung zu Hause ist. In der Galerie des Westens (GaDeWe) eröffneten sie jetzt die erste gemeinsame Ausstellung.

'Wir haben schon einmal zusammen ausgestellt. Da hat dann aber jeder eigene Werke beigesteuert', erinnert sich Johann Büsen. Ihn und seinen Künstlerkollegen trennt neben der künstlerischen Ausrichtung auch ein Altersunterschied von 25 Jahren. Doch das war für beide kein Problem. 'Wir kennen uns schon seit mehr als 14 Jahren und haben die gleiche Bildsprache. Das hat von Anfang an gut funktioniert', sagt der 25-jährige Johann Büsen.

Für ihre Zusammenarbeit mussten die Künstler aber eine ganz andere Distanz überwinden: Der Absolvent der Bremer Hochschule für Künste lebt und arbeitet heute in Berlin, während Tom Gefken (50) in seinem Atelier in Walle tätig ist. Via E-Mail und Post gingen die Motivvorschläge zwischen Bremen und Berlin hin und her. 'Die letzten Wochen war ich dann in Bremen, wir haben sehr intensiv in Toms Atelier an den Bildern gearbeitet', erzählt Büsen weiter. Herausgekommen sind teils großformatige Bilder, die an Comics und an die Werke Andy Warhols erinnern.

Riesiges Gemälde über vier Wände

Im kleinen Ausstellungsraum der GaDeWe nimmt ein riesiges Gemälde alle vier Wände ein. Dieses Bild stellten die Künstler vor Ort fertig. Es ist an die Räumlichkeiten speziell in dieser Galerie angepasst.

Während des Schaffensprozesses bewegte sich Johann Büsen, der früher in der Neustadt lebte, auf ungewohntem Terrain. Nachdem sich das Duo über die Motive einig war, gestaltete er die Bilder zunächst am Computer. Anschließend überarbeiteten die Künstler diese Bilder mit Farben und Pinsel und fertigten Collagen an. 'Für mich war es ganz spannend, mal wieder mit Kleister und Pinsel zu arbeiten. Das mache ich ja sonst nicht', erklärte Büsen. Nach der Überarbeitung ist den fertigen Werken kaum noch anzusehen, wo der Computer eingesetzt wurde. Nur hier und da leuchten mal einige Motive durch, die eindeutig einem Grafikprogramm zuzuordnen sind.

Einen Teil des Schaffensprozesses können die Besucher der Ausstellung auf einem kleinen Monitor verfolgen. Hier ist die Entstehung der Gemälde in einem Sekundenfilm zusammengefasst. Zur Vernissage gab die Kulturwissenschaftlerin Angela Piplak eine Einführung in die Werke.

Die Ausstellung 'Binär' ist bis zum 26. November in der GaDeWe, Reuterstraße 9-17, zu sehen. Die Galerie ist mittwochs und freitags von 15 bis 19 Uhr, donnerstags von 15 bis 21 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter Telefon 3807990.

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