Mehmet Ali Türkmen eröffnet im "westend" seine erste Ausstellung in Deutschland Bilder sind makaber, aber nicht finster

Walle. Die Beziehung des Menschen zu seinem direkten Umfeld ist es, was alle Bilder miteinander verbindet - zum großen Teil makaber und gespickt mit viel schwarzem Humor. Dennoch treffen sie einen Nerv, wirken auch nach dem Betrachten noch nach und stimmen nachdenklich. Mehmet Ali Türkmen ist zweifellos ein Meister auf seinem Gebiet. Seine Zeichnungen und Malereien suchen weltweit ihresgleichen. Jetzt schenkte der in Istanbul lebende Künstler und Grafiker der Kulturwerkstatt Westend ausgesuchte Arbeiten der vergangenen fünf Jahre, die in der Ausstellung "Zeichnungen" zu sehen sind.
20.01.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Liane Janz

Walle. Die Beziehung des Menschen zu seinem direkten Umfeld ist es, was alle Bilder miteinander verbindet - zum großen Teil makaber und gespickt mit viel schwarzem Humor. Dennoch treffen sie einen Nerv, wirken auch nach dem Betrachten noch nach und stimmen nachdenklich. Mehmet Ali Türkmen ist zweifellos ein Meister auf seinem Gebiet. Seine Zeichnungen und Malereien suchen weltweit ihresgleichen. Jetzt schenkte der in Istanbul lebende Künstler und Grafiker der Kulturwerkstatt Westend ausgesuchte Arbeiten der vergangenen fünf Jahre, die in der Ausstellung "Zeichnungen" zu sehen sind.

Westend-Geschäftsführer Stylianos Eleftherakis bezeichnete Mehmet Ali Türkmen in seiner Eröffnungsrede zur Ausstellung als den besten seines Fachs. Seine Bilder verfügten über einen speziellen Charme und zeigen Menschen in den unmöglichsten Situationen. Dabei sehen die Figuren aber immer lässig aus, wodurch keines der Bilder finster erscheint. Beispielsweise zeigt ein Bild einen an der Rehling eines Schiffes stehenden Mann, der Möwen füttert. Das tut er, indem er sich ständig Scheiben seines linken Armes abschneidet, dabei aber lächelt und höchst vergnügt aussieht.

Der 46-jährige Türkmen leitet ein eigenes Grafikbüro in Istanbul, in dem er bereits für viele internationale Firmen grafische Entwürfe erarbeitete. Bereits seit 25 Jahren ist er auch als Zeichner in der Türkei bekannt. Mitte der 1980er-Jahre zeichnete er für die türkische Satirezeitschrift "Girgir" mit einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren. "Er war damals schon ein Meister des Zeichnens", sagte Ilker Maga bei der Vernissage über seinen langjährigen Freund. Er und Türkmen kennen sich seit rund 30 Jahren und er war es auch, der den Zeichner nach Bremen holte. Die Ausstellung im westend ist die erste Türkmenschau in Deutschland und erste Einzelausstellung mit Zeichnungen überhaupt - und das, obwohl er in der Türkei und auch international schon auf vielen Ausstellungen vertreten war. Im westend zeigt er jetzt neben sechs Zeichnungen mit Tinte auf Papier hauptsächlich Acrylmalerei. "Aber manchmal verbinde ich die Techniken auch", erklärte er. Diese künstlerische Arbeit beeinflusse

auch seine Arbeit als Grafiker. Für diese Arbeiten wurde er bereits mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Seit drei Jahren lehrt Türkmen auch an der Mimar Sinan Universität im Fachbereich Grafik.

Das westend, Waller Heerstraße 294, zeigt Türkmens Bilder bis zum 11. Februar. Einen Eindruck von seinen Werken gibt es auf seiner Internetseite unter der Adresse www.mehmetaliturkmen.com.

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