Am 18. Februar Premiere im Figurentheater "Theatrium" im Volkshaus an der Hans-Böckler-Straße in Utbremen "Der Alchimist" als Puppentheaterstück

Von Anne Gerling
14.02.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Anne Gerling

Utbremen. "Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert", heißt es in Paolo Coelhos Weltbestseller "Der Alchimist". Darin träumt ein junger Schafhirte, von einem Schatz und begibt sich auf die Reise von Andalusien nach Ägypten. Unterwegs begegnet er unterschiedlichen Menschen und hat etliche Prüfungen und Abenteuer zu bestehen - bevor er schließlich eine verblüffende Entdeckung macht.

Seit seiner Veröffentlichung 1988 wurde der Roman millionenfach verkauft, lange wird schon an einer Verfilmung getüftelt. Frei nach der Buchvorlage des brasilianischen Autors bringt jetzt das Theatrium in seinem Abendprogramm für Erwachsene eine Figurentheaterversion des Stoffs auf die Bühne im Volkshaus: Ein "poetisches Roadmovie mit Mensch, Puppe und Musik über Freiheitssuche, Liebe und Identitätsfindung".

"Wir suchten einen Stoff, mit dem wir ein breites Publikum ansprechen können. ?Der Alchimist' passt zu dieser Zeit, in der es immer mehr um die Sinnsuche geht", sagt Regisseurin Henrike Vahrmeyer, die das Stück gemeinsam mit Puppenspieler Leo Mosler, Musiker Matthias Entrup und Requisiteurin Eva Swoboda entwickelt hat. "Wir gucken auch, warum man einen Sinn sucht", verrät sie, "und beschäftigen uns damit auf komische und ironische Weise. Wir wollen da noch weiter gehen als der Roman - den man auch nicht gelesen haben muss, um unser Stück zu sehen". Eine Eins-zu-eins-Adaption des Buchs und damit eine "1001-Nacht-Geschichte" sollte die Theatrium-Inszenierung bewusst nicht werden.

Die Begegnung mit einem Alchemisten ist im Roman für den Hirtenjungen Santiago die Initialzündung, die ihn auf die Stimme seines Herzens hören lässt. Passend, denn in der Alchemie des Mittelalters - die auch als "Goldmacherkunst" bezeichnet wird - "geht es neben dem Vorgang der Goldherstellung vor allem darum, zur inneren Erleuchtung und einer Veredelung des Geistes zu finden", so Mosler.

In der Theatrium-Fassung wird nun die Geschichte als alchemistisches Experiment aufgezogen: Im Jahr 2011, inmitten einer unheilvollen Sinnkrise im "Forschungsinstitut für Innere und Äußere Alchemie", ereignet sich ein überraschender Zwischenfall. Ein schon lange vergessenes Forschungsprojekt erwacht zwischen Büchern, Reagenzgläsern, Musikinstrumenten und Forschungsutensilien zum Leben und Schafe und Kamele bevölkern das Institut. Der Schafhirte Santiago erzählt von einem wiederkehrenden Traum, der ihm den Weg zu einem geheimnisvollen Schatz bei den Pyramiden von Ägypten weist. Sollte diese Geschichte der Schlüssel zum Durchbruch jahrzehntelanger Forschung sein?

Premiere von "Der Alchimist" am Freitag, 18. Februar, um 20 Uhr im Figurentheater im Volkshaus, Hans-Böckler-Straße 9. Weitere Vorstellungen am 25. und 26. Februar, 12. und 26. März,

2. und 30. April sowie am 6., 13. und 28. Mai jeweils um 20 Uhr. Karten unter Telefon 326813.

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