Deutscher Städtebaupreis 2020

Auszeichnung für Strandpark Waller Sand

Den Städtebaupreis 2020 gab es zwar nicht für den nominierten Strandpark Waller Sand in der Bremer Überseestadt. Aber die Jury würdigte das Projekt mit einer von vier Auszeichnungen.
26.04.2021, 17:08
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Auszeichnung für Strandpark Waller Sand
Von Michael Rabba
Auszeichnung für Strandpark Waller Sand

Der Strandpark Waller Sand - hier ein Foto von der Eröffnung 2019 - ist im Rahmen des Wettbewerbs Deutscher Städtebaupreis mit einer Auszeichnung gewürdigt worden.

Christina Kuhaupt

Am 23. April ist der Deutsche Städtebaupreis in Berlin verliehen worden. Nominiert dafür war auch der Strandpark Waller Sand in der Bremer Überseestadt. Der Preis ging zwar an ein Projekt in Berlin, der Bremer Strandpark wurde aber mit einer Auszeichnung gewürdigt.

Mit dem Waller Sand sei ein „multicodierter öffentlicher Raum und ein wegweisendes Projekt einer blau-grünen Infrastruktur entstanden,“ heißt es in der Begründung der Städtepreis-Jury. Mit dem Waller Sand habe die Überseestadt einen „neuen Freiraum und markanten Abschluss zum Wasser gefunden“. Die Jury lobt das „sensible Vegetations- und Naturschutzkonzept“, die „trotz der schwierigen Topografie barrierefreie Erschließung“ und ein „wohldosiertes Angebot für Spiel und Sport an der Schnittstelle von Stadt und Wasser“.

Maike Schaefer, als Senatorin auch für die Stadtentwicklung zuständig sieht in der Auszeichnung eine Bestätigung dafür, „dass sich ökologische und soziale Belange sehr gut verbinden lassen“. Am Waller Sand sei ein zukunftsweisender Ort entstanden, der zeige, „wie Maßnahmen zum Hochwasser-, Umwelt- oder Klimaschutz zur Lebensqualität der Menschen beitragen können“.

Auch ihre Kollegin, Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt, freut sich über die Anerkennung des Projekts in Fachkreisen: „Die Auszeichnung des Strandparks Waller Sand zeigt uns, dass wir für unsere Entwicklung der Überseestadt auch überregional Beachtung und Anerkennung erfahren. Es ist der richtige Weg, dass der Strandpark das Quartier sowohl als Freizeitort für alle Bremerinnen und Bremer attraktiv macht, zugleich aber auch Anziehungspunkt für Unternehmen ist, die sich in einem ansprechenden Umfeld ansiedeln wollen.“

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Menschen aus der Überseestadt und den angrenzenden Quartieren näher zusammenzubringen sei mit der Entwicklung des Waller Sandes gelungen, sagt Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. Die WFB ist im Auftrag des Senats für die Entwicklung der Überseestadt zuständig.

Mit dem Städtebaupreis werden städtebauliche Projekte prämiert, die sich durch nachhaltige und innovative Beiträge zur Stadtbaukultur auszeichnen. In diesem Jahr wurden 139 Projekte von der Jury begutachtet und bewertet. Der Städtebaupreis ging an das Projekt Quartier am ehemaligen Blumengroßmarkt in Berlin. Im Wettbewerb wurden zudem insgesamt vier Auszeichnungen verliehen.

Das Projekt Waller Sand begann im Jahr 2017. Die Umgestaltung des sogenannten Wendebeckens in der Überseestadt war notwendig geworden, um die Hochwasserschutzlinie in diesem Bereich zu erhöhen, erläutert der Senat. Auch in Zusammenarbeit mit dem Waller Beirat sowie Anwohnern sei dabei die Idee entstanden, den Umbau mit der Errichtung eines Strandparks zu verbinden. 2019 wurde der drei Hektar große Naherholungsort unter anderem mit einem Wasserspielplatz, Volleyballfelder sowie mit Kiefern, Strandgräsern und Sanddorn bewachsene Dünen eröffnet.

Die Entwicklung des Waller Sands wird im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus – Zukunftsinvestitionsprogramm“ gefördert. Die Gesamtkosten betragen bis zur vollständigen Fertigstellung im Jahr 2022 voraussichtlich 10,15 Millionen Euro, informiert der Bremer Senat. Von dieser Summe werden Bund und EU 7,64 Millionen Euro übernehmen.

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