Politiker aus Walle widersprechen Kellogg-Gebäude soll Schulcampus-Teil werden

Einige Waller Ortspolitiker fühlen sich ein weiteres Mal in Sachen Schulentwicklung in der Überseestadt überrumpelt. Das Kellogg-Gebäude soll mit weiteren Gebäuden einen Schulcampus bilden.
26.05.2019, 20:56
Lesedauer: 2 Min
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Kellogg-Gebäude soll Schulcampus-Teil werden
Von Anne Gerling

Nachdem die Waller Ortspolitiker Mitte Januar aus der Zeitung erfahren hatten, dass die Überseeinsel GmbH eine temporäre jeweils zweizügige Grund- und Oberschule im früheren Kellogg-Verwaltungsgebäude an der Stephanikirchenweide einrichten will, fühlen sich manche von ihnen nun ein weiteres Mal in Sachen Schulentwicklung in der Überseestadt überrumpelt: Aus Sicht der Waller Linken stellen die Planungen, die Udo Stoessel, Leiter der Liegenschaftsabteilung in der Bildungsbehörde, kürzlich im Bildungsausschuss des Waller Beirats vorgestellt hat, „einen Kniefall vor den Interessen des Investors der Überseeinsel dar“.

Demnach soll das K-Building genannte Verwaltungsgebäude mit weiteren Gebäuden einen Schulcampus bilden. Das Bildungsressort möchte diesen Prozess zum Schuljahr 2021/22 mit zwei Grundschulklassen starten, die Schule „hochwachsen“ lassen und spätestens im Sommer 2025 die Oberschule eröffnen, wenn die ersten Viertklässler zu Fünftklässlern werden.

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Ingo Lenz, bildungspolitischer Sprecher der Waller Linksfraktion, hat allerdings kein Verständnis für die Idee, eine Grundschule in dem ehemaligen Kellogg-Verwaltungsgebäude einzurichten. „In einem Gebäude, das sich sehr nahe an einem zukünftigen Abriss- und Baugebiet befindet und in unmittelbarer Nähe des Hochregallagers mit den entsprechenden Lkw-Verkehren liegt, kann ich mir eine Grundschule nicht vorstellen“, sagt er. Lenz kritisiert außerdem, dass nun, anders als bislang geplant, Oberschulplätze doch erst später eingerichtet werden sollen: „In diesem Zusammenhang befürchte ich, dass die beiden Waller Oberschulen wieder mehr Klassen als vertretbar aufnehmen müssen.“

Da außerdem die für Schulbauten veranschlagte Grundfläche von 12 000 bis 12 800 Quadratmetern an dem vorgesehenen Standort nicht vorhanden sei, beanstandet Die Linke darüber hinaus, behördliche Vorgaben zur Schul- und Sporthallenflächen würden offenbar bei dem Vorhaben nicht richtig ernst genommen. In diesem Fall seien auch ungewöhnliche Lösungen wie ein Gebäude auf einer Turnhalle möglich, hält dem jedoch Susanne Endrulat, Stadtplanerin in der Baubehörde, entgegen.

Ingo Lenz hat bei alldem ein Déjà-vu: „Hier passiert das, was uns in der ganzen Auseinandersetzung um Schulbauten immer wieder begleitet hat. Dabei wissen wir doch, dass die Schülerzahlen steigen und mehr Plätze gebraucht werden.“

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