Tag der offenen Tür im Bremer GOP-Theater Pasta, Preise und Premieren

Mehr als 3500 Gäste kamen zum Tag der offenen Tür des GOP-Theaters und waren begeistert von den Showeinlagen der Künstler. Direktor Philipp Peiniger hatte sogar noch eine kulinarische Überraschung dabei.
10.06.2019, 18:02
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Pasta, Preise und Premieren
Von Patrick Reichelt

Vor dem GOP-Theater hat sich bereits eine lange Schlange gebildet. Ob Familien mit ihren Kindern, Senioren oder Studenten – alle möchte sich am Glücksrad versuchen. Denn leer geht heute niemand aus, jeder Dreh ist ein Gewinn, neben verschiedenen Speisen und Getränken gibt es auch Gutscheine für das Theater zu „erdrehen“.

Auch Michael Neuhof will sein Glück versuchen, die Schlange ist ihm aber noch etwas zu lang. Er ist aus Oldenburg gekommen, der Tag der offenen Tür des GOP-Theaters ist für ihn ein Pflichttermin. „Die Aufführungen sind immer sehr interessant“, sagt er. Besonders freue ihn, dass dieses Jahr verschiedene Szenen aus einer Vorstellung gezeigt werden und nicht immer dieselbe, wie im vergangenen Jahr.

„Sông Trăng - Wenn der Mond sich im Fluss spiegelt“ heißt das aktuelle Stück, aus dem die Künstler über den Tag verteilt sechs verschiedene Auszüge zeigen. Begleitet von sphärischen Klängen und einer beeindruckenden Lichtshow, entführt das Stück die Zuschauer nach Südostasien, in den Küstenstaat Vietnam. Hier trifft das Traditionelle auf die Moderne, die Liebe auf die Sehnsucht, woher auch der Titel rührt: „Sông Trăng“ bedeutet auf Deutsch „weiße Welle“. „Das Bühnenbild ist bewusst sehr reduziert gehalten“, sagt Knut Gminder, der gemeinsam mit Cie Xich-Lo die Regie führt. Im Mittelpunkt stehen die 13 vietnamesischen Akrobaten, die mit ihrer Choreografie beim Publikum für Begeisterung sorgen und dafür mehrmals Szenenapplaus ernten. Das Stück entstand zusammen mit der Vietnam Circus Federation und ist noch bis zum 30. Juni im Programm des Varieté-Theaters.

„Viele sind Stammgäste“

Für das Theater ist es bereits der siebte Tag der offenen Tür. Direktor Philipp Peiniger spricht daher schon von einer „Traditionsveranstaltung“. Für die siebte Ausgabe hat sich der Direktor etwas Besonderes einfallen lassen und 400 Portionen seiner sogenannten GOP-Premieren-Pasta gekocht. „Die koche ich sonst immer für die Künstler, Regisseure und Mitarbeiter vor einer wichtigen Premiere“, sagt Peiniger. Am Tag der offenen Tür haben die Besucher nun die Gelegenheit, selbst einmal von der Premieren-Pasta zu kosten – oder das Rezept zu Hause nachzukochen. Die Extrazutaten der „Bolognese à la Bloody Mary“ sind vor allem viel Chili, Knoblauch und Oliven. Zudem wird die Soße mit Pfeffer-Wodka verfeinert.

Peiniger ist zufrieden mit der Resonanz, über den Tag verteilt seien mehr als 3500 Gäste gekommen. „Viele sind Stammgäste“, sagt Peiniger. „Der Tag ist auch dafür da, neuen Gästen einen Einblick in unser Programm zu geben.“

Einer dieser Gäste ist Sarah Lingelbach, die seit sechs Monaten in Bremen wohnt. Gemeinsam mit ihrer Freundin ist sie zum ersten Mal im GOP-Theater. „Ich fahre hier jeden morgen mit dem Fahrrad vorbei und freue mich, endlich auch mal eine Aufführung sehen zu können“, sagt sie. Das GOP sei ihr schon vorher ein Begriff gewesen und stehe für moderne Theateraufführungen.

„Das war ein toller Tag"

Neben einem Vorgeschmack auf die künstlerischen Darbietungen gibt es für die Besucher an diesem sonnigen Pfingstmontag aber noch allerhand mehr zu entdecken. Besonders für die Kinder haben sich die Organisatoren einiges einfallen lassen: Neben dem Bullenreiten erfreut sich vor allem die Fotobox oder das Schminken großer Beliebtheit. Ein Stockwerk höher drängt bereits beschwingte Salsa-Musik aus der Adiamo-Eventlocation. In dem Raum finden oft Firmenveranstaltungen oder Messen statt, doch jetzt tanzen hier zahlreiche Gäste zu der Musik der kubanisch-amerikanischen Sängerin Celia Cruz.

Draußen vor der Tür steht Volker Thiess, seine sechsjährige Tochter tobt sich gerade auf der Hüpfburg aus. Der Auszug aus dem Stück „Sông Trăng“ sei beeindruckend gewesen, sagt er. Außerdem hätten sie beim Jonglierkurs mitgemacht, gleich gebe es noch ein Eis. „Das war ein toller Tag, wir haben uns vorsorglich schon einmal das Theaterprogramm mitgenommen“, sagt er.

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