Gebäude in der Überseestadt

Richtfest für Bömers Spitze

Im September soll das neue Wahrzeichen der Überseestadt bezugsfertig sein: Auf der Baustelle von Bömers Spitze haben sich die Bauherren mit einem zünftigen Richtfest bei ihren Handwerkern bedankt.
19.03.2019, 19:35
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Richtfest für Bömers Spitze
Von Anne Gerling
Richtfest für Bömers Spitze

Polier Reiner Furche (links) und Dachdecker Erwin Gersdorf, die den Richtspruch verkündeten, stehen stellvertretend für alle an Bömers Spitze beteiligten Handwerker, bei denen die Bauherren sich nun ausdrücklich bedankten.

Christina Kuhaupt

In den vergangenen 15 Monaten konnten die Bremer ihr förmlich beim Wachsen zuschauen – nun hat die neue Landmarke Bömers Spitze, die seit Oktober 2017 auf dem dreieckigen Grundstück unmittelbar an der Ecke Auf der Muggenburg / An der Reeperbahn am Eingang zur Überseestadt entsteht, die Zielgerade erreicht: Am Dienstag ist auf der Baustelle Richtfest gefeiert worden und die Gäste konnten dabei schon einmal vom obersten Stock aus den Ausblick über die Weser und den Europahafen bis zum Blockland genießen.

47 Meter hoch ist das 13-geschossige Bürogebäude mit insgesamt gut 11 500 Quadratmetern Mietfläche. Mit dem Namen Bömers Spitze will der Investor, das Unternehmen Justus Grosse, an den Kaufmann und Senator Heinrich Bömers erinnern, den langjährigen Leiter der renommierten Weinhandlung Reidemeister & Ulrichs, die 1950/51 in unmittelbarer Nachbarschaft des aktuellen Baugrunds das heute denkmalgeschützte Weinkontor errichten ließ.

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Das von Architekt Hans-Jürgen Hilmes entworfene Gebäude mit Dachbegrünung und Fotovoltaik ist nach Angaben von Justus Grosse besonders energieeffizient. Die Nutzer können die Fenster dennoch öffnen und die Außenjalousien bedienen. Insgesamt investiert die Firma fast 40 Millionen Euro in das Projekt. Das Gebäude ist bereits zu 85 Prozent vermietet, ab September können dort die Umzugskartons ausgepackt werden. Die Mieten liegen laut Grosse-Gesellschafter Clemens Paul im Durchschnitt bei 11,50 Euro, Hauptmieter sind der kommunale Träger Kita Bremen und der Fachbereich Umwelt des Senators für Bau, Umwelt und Verkehr.

Die größte Sorge seiner Mitarbeiter sei gewesen, ob der Abstand zur Ressortzentrale im Siemens-Hochhaus nicht zu groß sei, verriet Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) zu dem bevorstehenden Umzug. Er selbst habe mit dem Fahrrad zum Richtfest acht Minuten gebraucht – und das sogar bei Beachtung sämtlicher Verkehrsregeln inklusive roter Ampeln, scherzte Lohse weiter: „Das zeigt: Die Überseestadt ist viel näher am Zentrum, als einige Leute noch glauben.“

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