Mäusetunnel

Vom düsteren Durchgang zur schönen Verbindung

Seit Jahren gilt der düstere Mäusetunnel, der Walle mit dem Naherholungspark „Grüner Bremer Westen“ verbindet, als Angstort. Nun wird er saniert und soll – auch durch Kunst – heller und freundlicher werden.
22.07.2020, 16:14
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Vom düsteren Durchgang zur schönen Verbindung
Von Anne Gerling
Vom düsteren Durchgang zur schönen Verbindung

Seit Jahren hofft der Waller Beirat auf eine Sanierung des Mäusetunnels. Mit der Klärung der Zuständigkeiten konnte ASV-Referatsleiter Mark Castens das Vorhaben schließlich auf den Weg bringen.

Roland Scheitz

Walle. Der 90 Meter lange Mäusetunnel wird seit einiger Zeit saniert: Die bei Fußgängern und Radfahrern beliebte – vielen jedoch gleichzeitig unbehagliche – Verbindung zwischen Almatastraße und Hagenweg unter den Bahngleisen hindurch wird trocken gelegt, bekommt einen frischen Anstrich und eine bessere Beleuchtung. Anschließend wird der Waller Künstler Mirsad Herenda mit Begleitung durch das Lidicehaus gemeinsam mit Jugendlichen die Tunnelwände künstlerisch gestalten. Das von Herenda für das Projekt vorgeschlagene Thema: „Verbindung“.

Regelmäßig stand der schmale Tunnel, der von Walle ins Parzellengebiet führt, unter Wasser und macht seit Jahren einen ungepflegten Eindruck. Dass er nun eine bauliche „Frischzellenkur“ bekommt, ist Referatsleiter Mark Castens zu verdanken, der im Amt für Straßen und Verkehr (ASV) für die Straßenerneuerung im Bremer Westen verantwortlich ist. Nachdem die Zuständigkeiten für das Bauwerk jahrelang unklar waren, hatte Castens nämlich vor einiger Zeit alle Beteiligten an einen Tisch geholt und auf diese Weise einen Vertrag auf den Weg gebracht, in dem sämtliche Zuständigkeiten nun eindeutig geregelt sind.

Mit Erlaubnis der Bahn können nun also die Wände neu gestaltet, eine Entwässerungsleitung eingebaut und die Beleuchtung erneuert werden; der Waller Beirat finanziert die Maßnahme über Globalmittel und sein Stadtteilbudget für Verkehrsangelegenheiten mit.

Den Kontakt zu Mirsad Herenda hatte Angela Piplak, Beirats-Beauftragte für Kunst im öffentlichen Raum, hergestellt. Die künstlerischen Arbeiten sollen beginnen, sobald der Mäusetunnel ab Donnerstagnachmittag, 13. August, wieder geöffnet ist.

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