Gelungene Eröffnung des CentroCulturalinderWallerHeerstraße 46 Tanzparty nach der Show

Walle. Rund 4500 Arbeitsstunden haben die Mitglieder des Ende August gegründeten Vereins Centro Cultural geleistet, um das ehemalige Kino 46 im multikulturellen Stadtteil Walle in ein Kulturzentrum zu verwandeln - ehrenamtlich. Außerdem wurde der Saal durch den Vermieter umgebaut.
16.01.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Anne Gerling

Walle. Rund 4500 Arbeitsstunden haben die Mitglieder des Ende August gegründeten Vereins Centro Cultural geleistet, um das ehemalige Kino 46 im multikulturellen Stadtteil Walle in ein Kulturzentrum zu verwandeln - ehrenamtlich. Außerdem wurde der Saal durch den Vermieter umgebaut.

Jetzt ist es geschafft: Endlich konnte die Eröffnung des Centro Cultural (CC46) gefeiert werden. Rund 200 Gäste waren in die Waller Heerstraße 46 gekommen, um bei der ausgelassenen Party dabei zu sein. Der Vereinsvorsitzende Roland Falk freute sich über "viele bekannte und unbekannte Gesichter", darunter auch Bremens Europaabgeordnete Helga Trüpel (Grüne), die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete und Fraktionssprecherin für Kultur und Europa, Rita Mohr-Lüllmann, und der SPD-Landesvorsitzende Andreas Bovenschulte.

Vor einigen Monaten hatte sich der Verein an Trüpels Büro gewandt und um Unterstützung gebeten. Und die Grünen-Politikerin war auf Anhieb begeistert von der Idee: "Es geht um Bewegung, Tanz, Ausdruck, Erfahrungen und Begegnung", schwärmte sie bei der Eröffnung der neuen Einrichtung. "Es hat den Anspruch auf Teilhabe, ein gelungenes Leben und gelungenes Lernen." Alles Inhalte, die ihr am Herzen liegen. Daher betonte sie: "Die Mehrheitsgesellschaft muss sich auf den Weg machen und neue Identitäten entwickeln. Es ist die große Aufgabe, sich auf eine neue Gesellschaft einzulassen."

Das Centro Cultural versteht sich als eine Plattform für den interkulturellen Austausch. Alle, die Lust haben, Kurse und Workshops zu geben oder daran teilzunehmen, sind dort willkommen. Der Verein hat bereits viele Partner gefunden, die ein breites Angebot an Tanz, Sport, Spiel, Musik, Theater und Kunst aufbauen wollen. Es sind Tänzer, Musiker, Pädagogen, Lehrer und Künstler.

In einem knapp einstündigen abwechslungsreichen Showprogramm gab es am Eröffnungsabend schon einmal eine Kostprobe der vielen Aktivitäten: Die Theatergruppe "Theaterstudio 11" aus dem Jugendhaus Buchtstraße der Naturfreunde, die zukünftig mit dem Centro Cultural kooperieren will, führte eine kurze Szene aus dem Anti-Rassismus-Stück "Du bist was Besonderes!" auf. Spontan traten dann ein Gitarrist und seine mexikanische Frau mit einer Flamenco-Darbietung auf.

Die beiden kubanischen Tanzlehrer Laine Quesada Abreu und Yorgenis "Yoyo" Danger zeigten eine fast schon akrobatische Tanzshow, bevor schließlich der Saal richtig in Bewegung kam und am Ende alle bis halb vier Uhr morgens zur Musik der DJs Nelly und Salsa Nostra Salsa tanzten. "Die Eröffnung war total schön", freute sich der Vereinsvorstand über den gelungenen Auftakt.

Mit dem Centro Cultural feierte übrigens auch das Team des ZIS (Zentrum für Migranten und Interkulturelle Studien) einen Neuanfang. Es ist als Kooperationspartner und Untermieter in das CC46 umgezogen. Das ZIS will ab sofort seine Sprach- und Integrationskurse, die bisher in der Ortstraße 10A in Gröpelingen liefen, in Walle anbieten. Dort ist das ZIS weiterhin unter Telefon 6165726 erreichbar. An den Öffnungszeiten ändert sich mit dem Umzug nichts: montags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr und dienstags von 13 bis 15 Uhr.

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