Schulgrundstück in Utbremen

Waller Beirat hofft auf ein Quartiersbildungszentrum

Was geschieht nach dem Umzug der Berufsschule für Großhandel, Außenhandel und Verkehr in die Überseestadt mit dem Schulgrundstück in Utbremen? Der Waller Beirat hofft auf ein Quartiersbildungszentrum.
03.08.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Waller Beirat hofft auf ein Quartiersbildungszentrum
Von Anne Gerling
Waller Beirat hofft auf ein Quartiersbildungszentrum

Was passiert nach dem Abriss mit dem Grundstück der BS GAV?

Roland Scheitz

Übergangen fühlt sich aktuell der Waller Beirat bei der Frage, was nach dem Abriss der maroden Berufsschule für Großhandel, Außenhandel und Verkehr (BS GAV) mit dem etwa 10.000 Quadratmeter großen städtischen Grundstück im Waller Ortsteil Utbremen geschehen soll.

Im Mai nämlich hatten die Ortspolitiker gewissermaßen zufällig davon erfahren, dass das Bildungsressort offenbar eine Interims-Kita beim „Penny-Spielplatz“ an der Bürgermeister-Hildebrand-Straße errichten möchte, um anschließend die Kita Haferkamp, das Jugend- und Freizeitheim Haferkamp und später auch die BS GAV abzureißen. Keine gute Idee, findet Christof Schäffer (Grüne): „Alle Beiräte sind entsetzt, weil im Stadtteil niemand unterrichtet oder befragt wurde. Das Freizi Haferkamp würde damit praktisch heimatlos werden und das wichtige Lücke-Projekt für benachteiligte Kinder hätte ebenfalls keine Heimat mehr.“

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Das Ganze ist umso unverständlicher, weil der Beirat sich bereits seit November um einen mit den Ressorts und Immobilien Bremen abgestimmten Planungsprozess bemüht. Die Ortspolitiker sehen auf dem Areal die Chance für ein Quartiersbildungszentrum, das Treffpunkt für die Menschen im Quartier und Standort für Freizi, Kita und Kultur- und Bildungseinrichtungen sein könnte.

Ein entsprechender Beiratsbeschluss vom 14. November, mit dem bewusst frühzeitig ein gemeinsames Vorgehen zum Wohle des Stadtteils auf den Weg gebracht werden sollte, war von den Behörden über Wochen unbeantwortet geblieben. Als „nicht zufriedenstellend“ bezeichnet Sozialausschuss-Sprecherin Brigitte Grziwa-Pohlmann (SPD) ein Schreiben des Bildungsressorts, das Anfang März im Ortsamt eintraf und kaum auf den Beschluss eingeht. Der Beirat will aber aktiv mitplanen und fordert nun vom Bauressort, schnellstmöglich einen Beteiligungsprozess auf den Weg zu bringen. Die Ortspolitiker wollen sich außerdem möglichst bald mit Vertretern der verantwortlichen Stellen treffen.

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