Strandpark in der Bremer Überseestadt Waller Sand teurer als geplant

Bei der Fertigstellung des Strandparks Waller Sand in der Überseestadt zeichnet sich eine deutliche Überschreitung des Kostenrahmens ab. Es geht um Mehrkosten von über eine Million Euro.
03.03.2019, 20:28
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Waller Sand teurer als geplant
Von Jürgen Theiner

Der Strandpark Waller Sand, der zurzeit am nordwestlichen Ende der Überseestadt entsteht, wird in der Endabrechnung voraussichtlich deutlich teurer, als zunächst geplant. Aktuell liegen die Kosten für das Projekt bei rund 9,8 Millionen Euro und damit gut 1,1 Millionen Euro über den ursprünglichen Kalkulationen. Das geht aus Unterlagen der federführenden Wirtschaftsbehörde hervor, die dem WESER-KURIER vorliegen.

An dem Strandpark am Wendebecken wird seit Sommer 2017 gebaut, die Eröffnung ist für den Sommer angepeilt. Auf der Fläche, die ungefähr die Ausdehnung von drei Fußballfeldern hat, sind seither rund 150 000 Kubikmeter Sand verteilt worden.

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Der noch vertrauliche Zwischenbericht der Behörde benennt Kostensprünge auf mehreren Gebieten. So mussten schon für die Herrichtung und Erschließung des Areals rund 300 000 Euro mehr aufgewendet werden.

Der Löwenanteil dieses Teilbetrags ging für die Beseitigung von Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg drauf. Außerdem rissen Unbekannte schon zu Projektbeginn mehrfach den Bauzaun ein, um sich Zugang zum Strand zu verschaffen. Dadurch wurde eine „großräumige und robuste Sicherung des Geländes“ erforderlich, wie es in dem Papier heißt.

Gut 400 000 Euro zusätzlicher Kosten entfallen auf Preissteigerungen bei der Sandaufspülung. Den dicksten Brocken (bisher 847 000 Euro) stellen unerwartete Mehraufwendungen bei der Gestaltung der Außenanlagen dar.

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So stellte sich heraus, dass der Hafenschlick, auf dem Teile der Anlage ruhen, anders beschaffen ist, als in der Planungsphase angenommen.

Um Setzungsschäden am vorgesehenen Uferweg vorzubeugen, muss der Untergrund dieses Weges nun deutlich aufwendiger hergestellt werden. Eine positive Überraschung gab es lediglich bei den Baunebenkosten, also vor allem im Planungsvorlauf. Dort konnten rund 560 000 Euro eingespart werden.

Angesichts der davoneilenden Gesamtkosten für den Waller Sand wird nun überlegt, ob auf den sogenannten Tidegarten verzichtet werden soll.

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Rund 345 000 Euro waren für die bepflanzten Betonsteinwannen und -platten in der Tidezone des Strandparks vorgesehen. Inzwischen rechnen die Fachleute des Wirtschaftsressorts mit einem weiteren Anstieg auf rund 450 000 Euro.

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