Weibliche Kops in Walle

Walle. Eine Pionierin gibt es im Bremer Stadtgebiet seit 2008 in Woltmershausen, jetzt hat das Waller Polizeirevier nachgezogen: Dort sind seit kurzem zwei neue Kontaktpolizistinnen im Einsatz. Die Oberkommissarinnen Martina Schmidt und Sandra Pinkawa sind beide Anfang 40, stammen aus dem niedersächsischen Umland und sind "zwei der ersten drei weiblichen Kops in Bremen", wie Revierleiter Harald Herrmann betont.
16.01.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von ANNE GERLING

Walle. Eine Pionierin gibt es im Bremer Stadtgebiet seit 2008 in Woltmershausen, jetzt hat das Waller Polizeirevier nachgezogen: Dort sind seit kurzem zwei neue Kontaktpolizistinnen im Einsatz. Die Oberkommissarinnen Martina Schmidt und Sandra Pinkawa sind beide Anfang 40, stammen aus dem niedersächsischen Umland und sind "zwei der ersten drei weiblichen Kops in Bremen", wie Revierleiter Harald Herrmann betont.

Ihr Büro ist frisch renoviert. Auch zwei Damenfahrräder wurden angeschafft. Jetzt kann es losgehen: Vor wenigen Tagen hat Polizeioberkommissarin Martina Schmidt als Nachfolgerin von Bernd Lange den Bezirk vom Waller Ring bis zur Reviergrenze Gröpelingen übernommen. Er schließt den Waller Friedhof und das Paradice sowie den Bereich vom Hohweg bis zum Waller Feldmarksee ein. Bereits seit rund zwei Monaten ist Polizeioberkommissarin Sandra Pinkawa als Nachfolgerin von Jürgen Wulf im Bezirk Westend/Utbremen unterwegs - zwischen Grenzstraße, B6, Utbremer Straße und Hans-Böckler-Straße.

Mit der Waller Wache und dem Bremer Westen sind die beiden Polizistinnen schon seit langem bestens vertraut, Schmidt ist dort seit 2005 im Einsatzdienst tätig, davor arbeitete sie auf dem Gröpelinger Revier. Und Sandra Pinkawa versieht ihren Dienst - mit einigen Unterbrechungen - sogar schon seit 1994 in Walle.

"Die Stelle war eine tolle Chance, in den Tagesdienst zu kommen", sagt Martina Schmidt. Sandra Pinkawa hat sich schon vor langer Zeit entschieden, eines Tages Kop zu werden. "Ich habe damals den Modellversuch im Rahmen der Hochschule begleitet", sagt sie. "Es ist einer der wenigen Posten, wo man wirklich auf der Straße ist und nicht im Büro verschwindet. Das Aufgabengebiet ist weit gefächert, und der Umgang mit den Menschen ist sehr nett. Es ist präventiv, und die Leute erkennen einen schon nach kurzer Zeit wieder."

"Es gibt ja inzwischen sehr viele Frauen bei der Polizei", sagt Martina Schmidt. Aber das war nicht immer so. "Früher, zu Beginn der Ausbildung, wurden wir tatsächlich angestaunt", erinnert sich Sandra Pinkawa an ihre Anfangszeit bei der Polizei 1990. "Vor allem, wenn gleich zwei Frauen zum Einsatz gefahren sind."

Einig sind sich Pinkawa und Schmidt darin, dass für Kops vieles von der Persönlichkeit abhängt - und da hängt die Messlatte hoch. "Das Erbe ist nicht ganz leicht. Schon meine ersten Kontakte haben mir gezeigt, wie bekannt Bernd Lange war", sagt Martina Schmidt. Und Sandra Pinkawa hofft, dass ihr Bekanntheitsgrad demnächst auch so groß ist wie der von Jürgen Wulf.

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