Graffiti-Künstler verschönert Fassade der AWO-Begegnungsstätte Farbiges Bild auf grauer Wand

Woltmershausen. Wenn er mit Sprühdosen unterwegs ist, dann ist keine Wand vor ihm sicher. Zuletzt hat sich der Graffitikünstler Lenart Seehausen aus Woltmershausen die Fassade der AWO-Begegnungsstätte in Woltmershausen vorgenommen. Er hat die 70 Quadratmeter große Fläche mit Rot, Gelb und Blau besprüht und auf ihr ein buntes Kunstwerk entstehen lassen. Ein Jahr lang war Lenart Seehausen am Werk und hat die einst weiß-grauen Wand in ein farbiges Bild verwandelt. Monika Göbel, Leiterin der AWO-Begegnungsstätte, hatte den Künstler beauftragt, die Hauswand zu verschönern.
09.12.2010, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von VOLKER ALTHOFF

Woltmershausen. Wenn er mit Sprühdosen unterwegs ist, dann ist keine Wand vor ihm sicher. Zuletzt hat sich der Graffitikünstler Lenart Seehausen aus Woltmershausen die Fassade der AWO-Begegnungsstätte in Woltmershausen vorgenommen. Er hat die 70 Quadratmeter große Fläche mit Rot, Gelb und Blau besprüht und auf ihr ein buntes Kunstwerk entstehen lassen. Ein Jahr lang war Lenart Seehausen am Werk und hat die einst weiß-grauen Wand in ein farbiges Bild verwandelt. Monika Göbel, Leiterin der AWO-Begegnungsstätte, hatte den Künstler beauftragt, die Hauswand zu verschönern.

Im Blickpunkt steht der rote Schriftzug "Begegnung", der auf himmelblauem Hintergrund mit gelben Elementen besonders ins Auge sticht. Es ist ein Zusammenspiel aus Wort und Farbe, wie Seehausen verrät: "Ich finde, dass die drei Grundfarben die Komponenten einer Begegnung, also Menschen, Ort und Zeit, widerspiegeln und damit zusammenpassen." Hinter seinem Werk steckt aber noch eine andere Botschaft. Aus der "Begegnung" soll eine Bewegung entstehen, wie der Künstler sagt: "Wenn Menschen sich begegnen, passiert mehr als nur ein Zusammentreffen. Während einer Begegnung lernt der Mensch Seiten an sich kennen, die er so noch nicht gesehen hat. Es bewegt sich also etwas."

Für Monika Göbel, Leiterin der AWO-Begegnungsstätte, soll das Kunstwerk ein Signal aussenden, das sich neben älteren auch an jüngere Menschen wendet: "Wir hoffen, mit ein bisschen mehr Farbe, Leute zu gewinnen, die etwas jünger sind." Hauptsächlich steuern Senioren die Einrichtung an, um sich wöchentlich zu Sitzgymnastik, Computerkursen oder Spielenachmittage zu treffen. Bei ihnen hat die neue Fassade schon einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vor allem die Farben sind Erika Stössel aus Rablinghausen sofort ins Auge gefallen: "Besonders das Blau, Rot und Orange. Dadurch wirkt die Wand viel freundlicher." "Diesen Eindruck sollen die Leute mitnehmen", wünscht sich Lenart Seehausen: "Wenn sie durch den Stadtteil fahren, dann sollen sie das Haus sehen. Es soll ein Blickfang sein." Bewohner aus Woltmershausen haben das schon zur Kenntnis genommen, wie Monika Göbel beobachtet: "Ein Mann hat zu mir gesagt, das Gebäude wird nun nicht mehr übersehen."

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