Stiftung Wohnliche Stadt fördert Kooperationsprojekt in Woltmershausen Kinder und Jugendliche freunden sich mit Freizeitheim-Bau an

Woltmershausen. Die Stiftung Wohnliche Stadt hat 90.000 Euro für die geplante Jugendeinrichtung in der Oberschule Roter Sand bewilligt. Diese erfreuliche Nachricht übermittelte die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Karin Bohle-Lawrenz dem Stadtteilbeirat und den Bürgern während der jüngsten Beiratssitzung im Kulturhaus Pusdorf. Mit dieser Summe als Startgeld werde es einfacher, die Restmittel einzuwerben, ist der Beirat überzeugt.
03.03.2010, 18:53
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Von Reiner Haase

Woltmershausen. Die Stiftung Wohnliche Stadt hat 90.000 Euro für die geplante Jugendeinrichtung in der Oberschule Roter Sand bewilligt. Diese erfreuliche Nachricht übermittelte die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Karin Bohle-Lawrenz dem Stadtteilbeirat und den Bürgern während der jüngsten Beiratssitzung im Kulturhaus Pusdorf. Mit dieser Summe als Startgeld werde es einfacher, die Restmittel einzuwerben, ist der Beirat überzeugt.

Das Stadtteilparlament setzt sich seit langem einvernehmlich für das Gemeinschaftsprojekt der Schul- und der Sozialbehörde mit dem Deutschen Roten Kreuz als Träger ein. Die an die Oberschule angebundenen Jugendräume sollen das Jugendfreizeitheim Rablinghausen und die Jugendhütte Kamphofer Damm ersetzen.

Ergänzend zu diesem positiven Entscheid der Stiftung Wohnliche Stadt hat das Amt für Soziale Dienste Süd in einer Befragung der Oberschüler ermittelt, dass sich die Kinder und Jugendlichen mit der Neuordnung der Angebote für ihre Freizeitgestaltung mehr und mehr anfreunden können. Deutlich mehr als die Hälfte hätten Ja gesagt zu einem Treff in der Schule, berichtete Jugendamt-Mitarbeiter Peter Josef. 'Vor fünf Jahren haben noch fast alle Jugendlichen abgelehnt', erinnerte daraufhin Dietmar Bohle (SPD) seine Mitstreiter.321 Mädchen und Jungen haben den Fragebogen zu ihrem Freizeitverhalten und ihren Wünschen ausgefüllt. Besonders aktiv waren die Jahrgänge 7 und 9. Als beliebte Treffpunkte wurden die Weser, die Sportvereine, die Spielplätze, der Schulhof, das Freizeitheim Rablinghausen und die Jugendhütte genannt.

'Wir brauchen mehr Platz zum Austoben', war laut Josef ein häufig angekreuzter Wunsch für die Zukunft. Diesen formulierte mancher noch genauer: Der Stadtteil brauche einen Bolzplatz mit Kunstrasen in Eigenregie. Und ein Schwimmbad. Die Vorschläge, ein 'McDonald?s'-Fastfood-Restaurant und 'H&M'-Modehaus anzusiedeln, stufte Ortsamtsleiter Klaus-Peter Fischer eher als Suche nach weiteren Jugendtreffpunkten ein. Eine Reihe Jugendlicher meint die Forderung wohl ernster: Der Wunsch nach mehr Geld wurde gleich mit formuliert.

Besonders erfreut nahm der Beirat zur Kenntnis, dass sich 38 Jugendliche namentlich dazu bereiterklärt haben, sich an der Planung der Jugendeinrichtung Roter Sand zu beteiligen. 'Sie wollen das Projekt aktiv begleiten', erklärte Josef dazu.

Mit Sorge registrierte der Beirat, dass die Frage nach Gewalterfahrungen im Stadtteil zur Hälfte mit Ja, zur anderen Hälfte mit Nein beantwortet wurde. 'Das Thema müssen wir ernst nehmen und aufgreifen', forderte Thomas Plönnigs (CDU).

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