Wohnen-in-Nachbarschaften-Fest auf dem Pusdorfer Marktplatz Mit WiN viele Ideen umgesetzt

Woltmershausen. Mit einem musikalischen Beitrag aus der Kindertagesstätte Blexer Straße, einem Torwandschießen des Jugendfreizeitheims Rablinghausen sowie Kaffee und Kuchen wurde am Freitag auf dem Pusdorfer Markplatz mit Einwohnern und den im Stadtteil angesiedelten Einrichtungen Geburtstag gefeiert. Das Geburtstagskind ist ein Jahr alt geworden und heißt WiN (Wohnen in Nachbarschaften). Sozialpädagogin Bärbel Otto lobt WiN: 'Das ist total klasse. Kleinere Aktionen werden unterstützt, und das ist gut für den Stadtteil.'
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Von OLGA GALA

Woltmershausen. Mit einem musikalischen Beitrag aus der Kindertagesstätte Blexer Straße, einem Torwandschießen des Jugendfreizeitheims Rablinghausen sowie Kaffee und Kuchen wurde am Freitag auf dem Pusdorfer Markplatz mit Einwohnern und den im Stadtteil angesiedelten Einrichtungen Geburtstag gefeiert. Das Geburtstagskind ist ein Jahr alt geworden und heißt WiN (Wohnen in Nachbarschaften). Sozialpädagogin Bärbel Otto lobt WiN: 'Das ist total klasse. Kleinere Aktionen werden unterstützt, und das ist gut für den Stadtteil.'

Die Wohn- und Lebensqualität verbessern, das Engagement von Bürgern unterstützen, Impulse geben für neue Ideen im Stadtteil sowie Bürger und Einrichtungen unterstützen - das sind die Aufgaben von WiN. WiN existiert bereits seit über zehn Jahren. Ein halbes Jahr später als geplant, aber mindestens genauso erfolgreich wie die Programme in anderen Stadtteilen, ist es Mitte 2009 in Woltmershausen gestartet. 74000 Euro stehen für das auf zwei Jahre befristete Programm zur Verfügung. Durch den verspäteten Start verschiebt sich auch das Ende. Mitte 2011 wird WiN in Woltmershausen voraussichtlich abgeschlossen sein. 'Der Stadtteil hat zwar an einigen Punkten Probleme, größtenteils läuft es aber gut. Die lebendige Vereinskultur zum Beispiel ist toll. Wir wollen diese positiven Tendenzen stärken', sagt Sarah Ryglewski, eine der WiN-Koordinatorinnen in Pusdorf.

Das Fest wird auch genutzt, um Bilanz zu ziehen und Neues zu präsentieren. 'Alle Projekte stellen sich heute vor und auch die Ideen der Bürger, wie der Markplatz werden soll', erzählt Renate Dwerlkotte, ebenfalls WiN-Koordinatorin im Stadtteil. Die Anwohner haben schon eine Menge Vorschläge. 'Vielen Leuten war es ein Anliegen, dass es hier Sitzmöglichkeiten gibt und man sich in der Gruppe unterhalten kann', berichtet Renate Dwerlkotte. Ebenfalls wird überlegt, einen Rastplatz für Fahrradfahrer einzurichten. Auch ein Café wird von vielen gewünscht.

Einen Anstoß geben zum eigenständigen Weitermachen, das ist eines der Hauptanliegen von WiN. 'Die Verbesserung besteht darin, dass wir Impulse geben und die Menschen und Einrichtungen hier miteinander vernetzen', sagt Renate Dwerlkotte, zuständig in erster Linie für Kinder- und Jugendarbeit sowie für den Bereich rund um den Kamphofer Damm, Butjadinger Straße und Blexer Straße.

Ryglewski freut sich, dass so viele Menschen sich für Woltmershausen interessieren und auch regelmäßig zu den einmal im Monat stattfindenden WiN-Foren kommen. Dort wird über anstehende Projekte entschieden. Alle Teilnehmer sind stimmberechtigt, und erst wenn alle Anwesenden mit dem Projekt einverstanden sind, wird es gefördert. Auf diese Weise ist in Woltmershausen bereits ein Mehrgenerationenspielplatz mit einem Multifunktionsspielgerät aus Fahrrad und Stepper entstanden. Senioren können ihre Fitness fördern, während die Enkelkinder spielen.

Im sozialen Bereich gibt es ein Elterncafé, in dem der Austausch gefördert und Raum für Begegnungen geschaffen wird. In dem Projekt des Kulturhauses 'Mittendrin und nebenan' wird auf Leerstände der Läden aufmerksam gemacht. In den unbenutzten Räumlichkeiten präsentieren sich unterschiedliche Vereine und Gruppen. Die Einwohner zu mobilisieren, gehört ebenfalls zu den Aufgaben von WiN. In einer großen Aufräumaktion wurde beispielsweise rund um den Marktplatz das Unkraut entfernt. Ryglewski ist stolz auf die Leute, die mitgeholfen haben, denn 'WiN ist kein Allheilmittel. Wir können nur Dinge anstoßen. Die Umsetzung muss dann durch Private erfolgen.'

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