Beirat Woltmershausen Politur für die grüne Woltmershauser Perle

Woltmershausen. Der Weseruferpark in Rablinghausen wird in diesem Jahr von Stadtgrün Bremen mit 120000 Euro aus dem Haushalt des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa zu einer kleinen Perle der Naherholung ausgebaut. Markus Jähnichen aus der Stadtgrün-Planungsabteilung stellte dem Beirat Woltmershausen am Montag die Pläne für die Neuordnung und Sanierung des Wegenetzes im Park vor, und die Ortspolitiker sind weitgehend überzeugt von der Planung.
13.01.2010, 12:22
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Von Reiner Haase

Woltmershausen. Der Weseruferpark in Rablinghausen wird in diesem Jahr von Stadtgrün Bremen mit 120000 Euro aus dem Haushalt des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa zu einer kleinen Perle der Naherholung ausgebaut. Markus Jähnichen aus der Stadtgrün-Planungsabteilung stellte dem Beirat Woltmershausen am Montag die Pläne für die Neuordnung und Sanierung des Wegenetzes im Park vor, und die Ortspolitiker sind weitgehend überzeugt von der Planung.

'Der Park wird gewinnen', stellten Dietmar Plönnigs (CDU) und Holger Meier (SPD) nahezu gleichlautend fest. Wenn es finanzierbar ist, sollen zudem noch einige kleine Verbesserungsvorschläge eingearbeitet werden.

Bei seiner Bestandsaufnahme hat Planer Jähnichen zugewachsene, löchrige und teils überflüssige Schlacke- und Asphaltwege entdeckt und vor allem am Parkplatz am Zugang zum Park einen überdimensionierten Wendehammer. 'Der passt besser in ein Gewerbegebiet', lautete der Kommentar zu seinen Bildern. Ein Stück des Wegs dorthin und der Wendehammer selbst sollen deshalb der Vergrößerung der für den Park typischen Wiesenlandschaft gewidmet werden.

Ohne Umweg zum Strand

Verschwinden sollen auch der Weg parallel zur reizvollen Allee und einer der beiden Wege hinauf zum Deich. Durch den Grünzug, der den Parkplatz übermäßig verschattet, ist stattdessen ein neuer Weg geplant, der die Parkbesucher nahezu ohne Umweg zum neu freigelegten Sandstrand führt. Alle Wege, die nicht in allerjüngster Zeit erneuert worden sind, sollen überdies mit wassergebundener Decke neu befestigt werden.

Am Parkplatz werden laut Jähnichen noch vor Ende Februar einige Bäume für den neuen Weg gefällt. 'Sie haben alle weniger als einen Meter Umfang und fallen deshalb nicht unter den Baumschutz', betonte der Planer. Abgesägt wird auch eine ältere Pappel, die vom Baumschutz ausgenommen ist. Dass das Unterholz unter den verbleibenden Bäumen 'auf den Stock gesetzt' also heruntergeschnitten werden soll, wurde vom Beirat begrüßt. So werde der Blick Richtung Weser freier, konstatierte Beiratssprecherin Edith Wangenheim (SPD). Die Bauarbeiten beginnen wegen der Ausschreibungsfristen nicht vor dem Pusdorfer Volkslauf am Sonntag, 25. April.

Für den freien Blick auf die Weser sollen entlang des im vergangenen Jahr angelegten neuen Weseruferwegs drei Ruhebänke mit Sicht auf den Strand, die Weser und die alten Hafenareale auf der Gröpelinger Seite aufgestellt werden. Die Tage der alten, heruntergekommenen Bänke in der Nähe des Deichs sind deswegen gezählt.

Vielleicht noch Picknick-Möbel

Wenn das Geld reicht und eventuell der Beirat seine Schatulle etwas öffnet, wird vielleicht auch noch in Strandnähe eine Picknick-Bank- und Tischgruppe aufgestellt. Abfallbehälter sind ausschließlich in Strandnähe eingeplant. 'Papierkörbe ziehen Müll an', stellte Planer Jähnichen fest, 'vor allem dann, wenn sie in der Nähe von Parkplätzen stehen. Wangenheim und ihr Parteifreund Emil Gerke appellierten, den Hundehaltern am Parkplatz wenigstens Behälter für Kottüten zur Verfügung zu stellen. Außerdem forderte die Beiratssprecherin, einige Fahrradständer aus den Restbeständen des Kirchentags in der Nähe des Strands fest einzubauen.

Den Aussichtshügel im Weseruferpark ohne Aussicht auf die Weser will Stadtgrün ganz der Natur überlassen. Auf dem kleinen Berg sollen Ersatzbäume für die am Parkplatz gefällten gepflanzt werden. Prüfen will der Planer den Vorschlag Dietmar Bohles (SPD), einen neuen Weg zwischen dem Weg zur Pumpstation des Wasserwerks und dem neuen Weseruferweg anzulegen. Geprüft wird auf Anregung eines Woltmershauser Bürgers auch, ob Ballöner mit Auto und Anhänger die neuen Wege befahren können, um vom Weseruferpark aus im Korb unter der Heißluftballonhülle gen Himmel fahren zu können. Beiratssprecherin Wangenheim hat Zweifel: 'Fürs Stranderöffnungsfest mussten wir mit allen Geräten hinauf zum Lankenauer Höft und über den Weseruferweg zurück zur Pumpstation fahren.'

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